Fußball: 3. Liga
SF Lotte kassiert wieder späten Treffer und verliert gegen den 1. FC Kaiserslautern

Lotte -

Das darf doch nicht wahr sein. Zum dritten Mal in Folge kassierten die Sportfreunde Lotte am Samstagnachmittag einen späten entscheidenden Treffer. 0:2 hieß nach 90 schwachen Minuten gegen den 1. FC Kaiserslautern durch Treffer in der 86. Minute und in der Nachspielzeit.

Samstag, 16.03.2019, 16:06 Uhr
Toni Jovic (links) , hier im Dull mit Gino Flechner vergab in der 22. Minute einen Handelfmeter.
Toni Jovic (links), hier im Dull mit Gino Flechner vergab in der 22. Minute einen Handelfmeter. Hinten Lauterns Innenverteidiger Andre Hinault. Foto: Mrugalla

Drittes Spiel in der Englischen Woche, zum dritten Mal späte entscheidende Gegentore kassiert. Die Sportfreunde Lotte würden die vergangenen acht Tage am liebsten aus ihrem Kalender streichen. Mit 0:2 mussten sie sich am Samstagnachmittag dem 1. FC Kaiserslautern geschlagen geben und fuhren somit nur einen Zähler in dieser Englischen Woche ein. Die Niederlage war überflüssig, denn Lotte war gewiss nicht die schwächere Mannschaft. Zwei Knackpunkte entschieden jedoch die Partie: Der verschossene Elfmeter von Toni Jovic (22.) und die gelb-rote Karte gegen Matthias Rahn (76.).

Der Sieg für die Roten Teufel, den Timmy Thiele in der 86. Minute per Kopf und Florian Pick in der Nachspielzeit besiegelten, ist schmeichelhaft für die Gäste, da die nicht wirklich viel für ein gutes Spiel taten. „Es war schwierig auf dem tiefen Boden und bei dem Wind“, meinte Michael Schulze. „Wir haben aus unseren Umschaltsituationen zu wenig gemacht und haben nach Matzes Hinausstellung das Leder nach Balleroberung zu schnell wieder hergeben. Dennoch dürfen wir dieses Spiel nicht verlieren.“

Bei den Sportfreunden kehrte Alexander Langlitz als Rechtsverteidiger nach abgesessener Gelbsperre zurück ins Team. Sascha Härtel ersetzte den gelbgesperrten Jeron Al-Hazaimeh links in der Viererkette. Auch Tim Wendel stand in der Startelf. Für ihn musste Jonas Hofmann auf die Bank. Dort fand sich auch Thomas Blomeyer wieder. Für ihn kehrte Matthias Rahn in die Innenverteidigung zurück. Er sah in der 76. Minute die gelbrote Karte und muss nächste Woche gegen Braunschweig zuschauen.

Mads Albaek lässt in dieser Szene Tim Wendel und Max Oesterhelweg (hinten) stehen.

Mads Albaek lässt in dieser Szene Tim Wendel und Max Oesterhelweg (hinten) stehen. Foto: Mrugalla

Ein Jonas Hoffmann jedoch hätte dem Spiel vielleicht gut getan. Aufgrund der drei defensiven Mittelfeldspieler klaffte eine große Lücke im Zentrum. Die Sportfreunde rückten insgesamt zu wenig nach, so dass sie kaum Torgefahr entwickelten. Gleiches gilt für die Gäste, die über weite Strecken sehr behäbig agierten.

Bei schwierigen äußeren Bedingungen – starker Wind, tiefer Boden – waren beide Mannschaften darauf bedacht, Fehler zu vermeiden. Allzu großes Risiko vermieden beide ebenfalls. So spielte sich das Geschehen vornehmlich zwischen den beiden Strafräumen ab. Die Torhüter Steve Kroll auf Lotter und Lennart Grill auf Lauterer Seite mussten kaum einmal eingreifen. Und doch hatten beide Mannschaften ihre Chancen. Die größte hatte Toni Jovic. Der hämmerte in der 22. Minute einen von Mads Albaek verursachten Handelfmeter aber an die Latte. Aluminium traf wenig später auch Carlo Sickinger per Freistoß. Viel mehr tat sich in von Kampf, Fehlpässen und schlecht getimten Flanken geprägten ersten 45 Minuten nicht.

Ansehnlicher wurde die Partie auch im zweiten Durchgang zunächst nicht, wenn auch Oesterhelweg in der 48. Minute bereits einen gefährlichen Schuss abgab, den Grill nur mit Mühe klären konnte. Die Partie plätscherte ohne Höhepunkt nur so dahin – bis zur 67. Minute. Da tauchte der kurz zuvor eingewechselte Florian Pick plötzlich allein vor Kroll auf. Der SFL-Schlussmann konnte jedoch per Fußabwehr klären.

Als Matthias Rahn in der 76. Minute wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte sah, und Lotte fortan in Unterzahl spielen musste, kamen die Roten Teufel besser auf. Mit Bergmann und Huth brachte Lautern-Trainer Sascha Hildnann zwei neue Offensivkräfte und setzte alles auf eine Karte. Mit Erfolg. Nach einer Linksflanke stand Timmy Thiele völlig frei am Fünfmeterraum und köpfte zum 1:0 ein. Und es sollte noch schlimmer kommen. In der Nachspielzeit schloss Florian Pick einen Konter zum 2:0 ab.

SF Lotte: Kroll - Langlitz, Rahn, Straith, Härtel - Chato, Schulze (88. Reimerink), Wendel - Jovic, Wegkamp (75. Drinkuth), Oesterhelweg (60. Karweina).

1. FC Kaiserslautern : Grill - Kraus, Sickinger, Hainault - Schad, Albaek (78. Huth), Fechner (84. Bergmann), Sternberg - Hemlein, Thiele, Zuck (52. Pick).

Tore : 0:1 Thiele (86.), 0:2 Pick (90.+2) - Schiedsrichter: Wolfgang Haslberger (26, St. Wolfgang). - Gelbe Karten: Langlitz, Schulze - Sickinger. - Gelb-Rot : Rahn (76., wiederholtes Foulspiel). - Bes. Vork. : Jovic verschießt Handelfmeter (22.). - Zuschauer : 2662 (1215 aus Kaiserslautern).

Trainerstimmen:

Sascha Hildmann (1. FC Kaiserslautern): „Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel wird. Lotte ist sehr heimstark. Hinzu kommen die widrigen äußeren Bedingungen. Wir mussten uns wirklich reinbeißen in die Partie. Das spielerische blieb dabei auf der Strecke. Glück hatten wir, dass der Elfmeter nicht reingeht. In der zweiten Halbzeit wollten wir mehr Druck machen. Nach der gelb-roten Karte haben wir umgestellt und alles versucht. Letztlich sind wir belohnt worden.“

Nils Drube (SF Lotte): „Beschissene Englische Woche für uns. Alles ist zusammengekommen. Eigentlich hat das Spiel uns in die Karten gespielt. Wir hatten eine gute Zuordnung, waren aktiv, haben gut gegen den Ball gearbeitet. Viele Dinge sind aber heute und zuletzt einfach nicht glücklich für uns gelaufen. Von der Körpersprache und Aggressivität hat es die Mannschaft sehr gut gemacht. Deshalb ist diese Niederlage sehr bitter.“

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