Boxen: Westfalenmeisterschaft
Blankenagel zahlt im Viertelfinale gegen Jevsek Lehrgeld

Münster -

Münster, Borgholzhausen, Dortmund - das sind die Stationen bei der Westfalenmeisterschaft der Elite (Erwachsene). Im Boxzentrum Münster fanden vor 500 Zuschauern neun Kämpfe statt. Shirin Assadpour, Naziri Piraki und Elah Al-Maghamseh feierten Siege.

Montag, 18.03.2019, 15:50 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 17:34 Uhr
Guter Kampf, kein gutes Ende: Jean-Luca Blankenagel (rechts) unterlag Bastian Jevsek knapp.
Guter Kampf, kein gutes Ende: Jean-Luca Blankenagel (rechts) unterlag Bastian Jevsek knapp. Foto: fotoideen.com

Der neunte und letzte Kampf des Tages sorgte noch mal richtig für Stimmung. Für Jean-Luca Blankenagel war dabei sein erster Titelgewinn in der Klasse bis 81 Kilogramm, seine ­ erste Westfalenmeisterschaft, zum Greifen nah. Die meisten der rund 500 Besucher standen auf seiner Seite, doch am Ende hatte Bastian Jevsek (TV Vreden) die schlagenden Argumente für sich. Sieg und Titelgewinn für ihn, dazu großer Applaus und als Trostpflaster die Qualifikation für die NRW-Titelkämpfe für Blankenagel.

„Na ja, er wurde etwas überheblich nach der ersten Runde“, meinte Trainer Prof. Farid Vatanparast . Und: „Zum Glück darf auch Jean-Luca zur NRW-Meisterschaft. Er hat sich nicht die ganze Zeit an unsere Strategie ­gehalten, er ist aber noch jung.“ Entschädigung und Entschuldigung vom Coach.

Tatsächlich schien Blankenagel, der im Sportinternat wohnt, früh auf der Siegerstraße. Sollte wirklich der dann dritte Sieg über Jevsek gelingen? Nach einem Leberhaken in Runde eins wankte der Vredener früh, dieser Durchgang ging klar an Blankenagel. Doch in ­diesem außergewöhnlichen Faustkampf wurde der Münsteraner in der zweiten Runde gleich zweimal angezählt, damit war nun Jevsek bei den Punktrichtern vorn. Im dritten Abschnitt wurden beide Kämpfer jeweils noch mal stehend angezählt, ein hauchdünner Ausgang stand bevor. Dann war die erste Niederlage nach zehn Siegen in Serie für den 18-Jährigen vom Boxzentrum Münster perfekt. Blankenagel gegen Jevsek war schon das Finale der Westfalenmeisterschaft, der Mann in der blauen Ecke durfte jubeln, die rote Ecke wirkte für einen Moment dann auch wie versteinert.

Der erste Kampf der Veranstaltung war dann gleich auch ein Finale in der C-Klasse der Frauen. Shirin ­Assadpour machte nicht viel Aufhebens, bereits in der ersten Runde wurde ihre Überlegenheit deutlich. Merve Gülec (Herforder BSV) musste frühzeitig der Münsteranerin zum Sieg gratulieren. Assadpour darf nun ­bereits in der B-Klasse der Frauen bei den NRW-Meisterschaften mitmischen.

Im Viertelfinale des Mittelgewichts (bis 75 Kilogramm) machte es sich Naziri Piraki unnötig selbst schwer. Runde eins und Runde drei gehörten eindeutig dem früheren DM-Dritten mit 10:9 Punkten. Und eigentlich war Marko Ikonic (Bielefeld) auch im zweiten Durchgang chancenlos. Doch nach Rundenende gelangte er noch einmal durch zum Gegner, Piraki wiederum fasste Ikonic un­nötigerweise an den Hals. Der Ringrichter aber bestrafte den Münsteraner, die Runde ging deshalb mit 10:8 Punkten an den Bielefelder. Am Ende, als der Supervisor noch einmal zu jedem Punktrichter ging, stand ein hauchdünner Sieg für ­Piraki, das Weiterkommen ins Halbfinale fest – obwohl sportlich die Angelegenheit ganz klar war. Nächste ­Woche kämpft Piraki dann um den Einzug in das Finale.

Das hat in der gleichen Gewichtsklasse Elah Al-Maghamseh bereits erreicht, weil er am Ende gegen den erst 18 Jahre alten Klim Vogt (BC Mengede) gewann. Das Finale gegen Piraki ist möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6480643?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F3814580%2F
Wie Lebensmittelkontrollen ablaufen
Ein Lebensmittelkontrolleur überprüft bei einer Betriebskontrolle die Temperatur von chinesischen Nudeln. Kontrolleure messen Temperaturen: Das Essen in der Pfanne muss heiß sein. Bei über 70 Grad sterben viele Bakterien ab.
Nachrichten-Ticker