Boxen: Stützpunkt
Boxzentrum hat „das Niveau von 2016 wieder erreicht“

Münster -

Das Boxzentrum Münster arbeitet intensiv daran, an die Erfolge der Vergangenheit anzuknüpfen. Die Ergebnisse der Meisterschaften in diesem Jahr können sich schon mal sehen lassen. Eine Athletin darf sogar auf Olympia 2020 hoffen.

Mittwoch, 03.04.2019, 16:54 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 22:06 Uhr
Auf DM-Kurs: U-17-Athlet Mohamed Siala (Mitte) mit Trainer Farid Vatanparast und Coach Uwe Bruschwitz (verdeckt)
Auf DM-Kurs: U-17-Athlet Mohamed Siala (Mitte) mit Trainer Farid Vatanparast und Coach Uwe Bruschwitz (verdeckt) Foto: Rene Penno

Die ersten Monate des Wettkampfjahres 2019 verliefen für die Aktiven aus dem Boxzentrum Münster prächtig. Gleich ein Dutzend Kämpfer hat sich für die NRW-Meisterschaften der Elite qualifiziert, die Mitte Juni beginnen. Zudem ist ein Quartett ( Mohamed Siala , Kahraman Üzun, Thahel Rentmeister, Davit Avetisyan) für die im April und Mai stattfinden Deutschen Nachwuchs-Titelkämpfe qualifiziert. „Wir haben das Niveau von 2016 wieder erreicht“, freut sich Cheftrainer Farid Vatanparast mit seinem siebenköpfigen Trainerstab über die Erfolge in 2019.

Siala geht als Erster an den Start, bei der U-17-DM in der Klasse bis 54 Kilogramm in Binz (9. bis 13 April). Dabei etabliert sich das Boxzentrum am Schifffahrter Damm immer mehr auch als Treffpunkt für Athleten aus anderen Vereinen. Sechs Kämpfer, die zur erweiterten nationalen Spitze gehören, trainieren in Münster mit. Zuletzt gewann Superschwergewichtler Dariusz Lasotta (BC Gahmen) gegen Ali Dakroub (Boxzentrum), beide arbeiten in der Gruppe der „schweren Jungs“ unter der Regie von Engin Bereketoglu. „Durch die Trainingsgäste, die dreimal in der Woche dabei sind, erhöhen wir die Qualität der Einheiten. Es ist eine Win-win-Situation“, sagt Vatanparast und freut sich über ein volles Haus bei den Übungsformen.

Dabei schaut das Trainerteam auch noch weiter nach vorn. Dilara Gökalan dürfte aktuell die einzige Aktive aus dem Boxzentrum sein, die noch eine Qualifikationschance für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio besitzt. Allerdings ist gerade ihre Gewichts­klasse (bis 60 Kilogramm) in Deutschland herausragend besetzt. Weltmeisterin ­Ornella Wahner, die den Titel in der Klasse bis 57 Kilogramm geholt hat (bei Olympia boxen Frauen aber nur in den Klassen bis 54 und 60 Kilogramm), dürfte eine Konkurrentin sein.

Konkreter wird für 2020 auch die Teilnahme einer Mannschaft an der Oberliga. „Wir haben alle Gewichtsklassen besetzt, manche sogar doppelt. Und das mit unseren eigenen Athleten“, sieht Vatanparast die sportlichen Bedingungen längst erfüllt. „Wir benötigen keine ausländischen Athleten, die nur für einen Kampf nach Münster kommen.“ Allerdings: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen passen noch nicht. Ein Abenteuer sollte der Oberliga-Start nicht werden.

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