Fußball: 3. Liga
Mannheim steht als künftiger Preußen-Gegner fest

Münster -

Preußen Münster wird auch in der kommenden Saison in der 3. Liga ins Rennen gehen. Rund ein Drittel der Gegner dort steht aber noch nicht fest. Ein Überblick zeigt, wer aus den Regionalligen hochrücken oder aus der 2. Liga absteigen könnte.

Dienstag, 23.04.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 24.04.2019, 14:31 Uhr
Der KSC und Marc Lorenz (r.) hoffen auf den Aufstieg, Ole Kittner und die Preußen warten auf ihre künftigen Gegner. 
Der KSC und Marc Lorenz (r.) hoffen auf den Aufstieg, Ole Kittner und die Preußen warten auf ihre künftigen Gegner.  Foto: Jürgen Peperhowe

Marco Antwerpen, der Trainer des SC Preußen Münster , schickte seine besten Grüße in den Norden. Der VfL Osnabrück hatte bereits am 34. Spieltag den Aufstieg und die Rückkehr in die 2. Bundesliga mit dem 2:0-Sieg über VfR Aalen perfekt gemacht. „Wenn man auf Platz eins steht, dann hat man fast alles richtig gemacht“, sagte der SCP-Coach. Und fügte an: „Höchsten Respekt und Anerkennung für die Arbeit von Danny.“

Gemeint war VfL-Coach Daniel Thioune , der gemeinsam mit Antwerpen, Julian Nagelsmann (TSG Hoffenheim) und Domenico Tedes­co (Ex-Coach Schalke 04) oder Pelegrino Matarazzo (Ex-Preußen-Spieler) Teil des 62. Lehrgangs für die Ausbildung zum Fußballlehrer 2016 gewesen war.

„Es ist ein gutes Zeichen, dass Osnabrück den Aufstieg geschafft hat“, sagt auch SCP-Geschäftsführer Bernd Niewöhner. Er meinte damit, dass die Lila-Weißen, die im Vorjahr auf Rang 17 der 3. Liga gelandet waren, in dieser Spielzeit mit schmalem Budget und einigen Transfers auch aus den Regionalligen das Geschehen in der Spielklasse bestimmten. Die Preußen wollen einen vergleichbaren Weg gehen, so ist der Plan.

Vier Spieltage vor dem Saisonende in der 3. Liga ist der Aufstieg Osnabrücks eine der ersten Entscheidungen, die gefallen sind. Mit Waldhof Mannheim, dem Meister der Regionalliga Süwest, steht auch ein Aufsteiger bereits fest. Wer kommt aus der 2. Bundesliga runter? Und wer kann noch den Aufstieg aus der Regionalliga schaffen?►  Abstiegskampf 2. Bundesliga: Der FC Ingolstadt und MSV Duisburg wären aktuell direkte Absteiger, der 1. FC Magdeburg müsste in die Relegation gegen den Dritten der 3. Liga. Über dem Strich befinden sich Erzgebirge Aue und der SV Sandhausen, die noch nicht endgültig gerettet sind.► Aufstiegskampf, 3. Liga: Zweiter ist der Karlsruher SC (62 Punkte), gefolgt vom Halleschen FC (59) und dem SV Wehen Wiesbaden (58). Die Hessen landeten bereits 2014 und 2018 auf Rang vier. Ab Platz fünf (Hansa Rostock/49) beginnt das sorgenfreie Mittelfeld.►  Abstiegskampf 3. Liga: Diese Wohlfühlzone endet dann bei Platz neun und dem 1. FC Kaiserslautern (45). Aber selbst der SC Preußen ist mit 48 Punkten rein rechnerisch noch nicht ganz gerettet. Von Rang zehn mit 1860 München (44) bis Rang 20 mit VfR Aalen (30) müssen sich alle mehr oder weniger schwere Gedanken über die Zukunft machen. Das ist eine breite gefährdete Zone.►  Regionalliga West: Viktoria Köln und RW Oberhausen streiten um den direkten Aufstieg. RWO verlor just 1:6 gegen den 1. FC Köln II und ist vier Punkte hinten dran. Alles spricht für die Viktoria.►  Regionalliga Südwest: Waldhof Mannheim ist durch und wird drittklassig.►  Regionalliga Nordost: Der Chemnitzer FC ist sportlich aufgestiegen, muss aber um die Lizenz bangen. Co-Trainer Sreto Ristic hat eine Vergangenheit beim SCP, er verlängerte nun beim CFC. Das tat Dennis Grote (32) nicht. Der Kapitän des Ex-Drittligisten (28 Spiele/sechs Tore/elf Vorlagen) wechselt zu RW Essen. Erhält Chemnitz die Lizenz aus wirtschaftlichen Gründen nicht, wäre Hertha BSC II erster Nachrücker – der designierte Vizemeister Berliner AK verzichtete auf den Lizenzantrag. Chemnitz steckt aktuell in einer Plan-Insolvenz, Ausgang ungewiss.►  Regionalliga Nord: Nur Spitzenreiter VfL Wolfsburg und der VfB Lübeck kommen noch für die Meisterschaft in Betracht. Die Wölfe haben drei Zähler mehr.►  Regionalliga Bayern: Drittliga-Gründungsmitglied (2008) Bayern München II kann acht Jahre nach dem Abstieg in die 3. Liga zurückkehren, Verfolger VfB Eichstätt war die Lizenz für die 3. Liga ein zu großes wirtschaftliches Risiko.►  Relegation zur 3. Liga: Der Nord-Vertreter (Wolfsburg oder Lübeck) trifft auf den Bayern-Vertreter (München II).

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