Fußball: DFB-Pokal
Wiedersehen mit dem FC Bayern: Werder Bremen ist auf Vergnügen getrimmt

Bremen -

Nur vier Tage nach der 0:1-Niederlage in München hat der SV Werder Bremen die Chance zur Revanche. Die Bayern kommen zum Pokal-Halbfinale in die Hansestadt, in der die Vorfreude schon am Dienstag zu spüren war. Die Lust auf die Berlin-Reise ist groß, der Außenseiter ist im Angriffsmodus.

Dienstag, 23.04.2019, 20:46 Uhr aktualisiert: 23.04.2019, 22:06 Uhr
Wiedersehen im Weserstadion? Noch ist der Pokal-Einsatz von Max Kruse (l.) unsicher, nachdem er im Bundesliga-Duell von Joshua Kimmich einen Pferdekuss erhalten hatte.
Wiedersehen im Weserstadion? Noch ist der Pokal-Einsatz von Max Kruse (l.) unsicher, nachdem er im Bundesliga-Duell von Joshua Kimmich einen Pferdekuss erhalten hatte. Foto: dpa

35 Minuten lang gegen den FC Bayern in Unterzahl zu spielen, sei „nicht vergnügungssteuerpflichtig“, sagte Werders Trainer Florian Kohfeldt zu der 0:1-Niederlage, die seine Mannschaft am Samstag in München in Unterzahl hatte hinnehmen müssen. Am Mittwochabend (20.45 Uhr, ARD und Sky) kommt es im DFB-Pokalhalbfinale im Weserstadion zur Neuauflage des Klassikers. Diesmal will Werder auf seine Kosten kommen. Bremen ist auf Vergnügen getrimmt, die Vorfreude auf diesen Showdown war schon am Dienstag in der ganzen Stadt zu spüren.

Die wichtigste Frage, die im Raume stand, vermochte selbst Kohfeldt nicht zu beantworten. Wird es bei Max Kruse für einen Einsatz reichen? Werders Angreifer, der sich seit Wochen in überragender Form befindet, hatte am Samstag von Joshua Kimmich einen „Pferdekuss“ verpasst bekommen. „Es war schon ein sehr heftiger Bluterguss im Oberschenkel. Den Schmerz wird Max aushalten können“, erläuterte Kohfeldt, fügte aber einschränkend hinzu: „Es geht um die Funktionalität. Darum, dass er laufen, sprinten und schießen kann – Max wird alles ausreizen. Aber es wird eng.“

Der DFB-Pokal bietet Werder den kürzesten Weg auf die europäische Fußballbühne, vor allem vor dem Hintergrund des hammerharten Restprogramms, das auf den Tabellenachten in der Liga noch wartet. Mit einem Sieg gegen die Bayern und ei­nem weiteren im Finale am 25. Mai im Berliner Olympiastadion wären die Bremer am Ziel ihrer Träume.

Für den FC Bayern geht es darum, nach dem frühen Aus in der Champions- League die Saison mit dem Double aus Meisterschaft und Pokal zu retten. Sollte dieser Plan schiefgehen, wird es wohl ungemütlich für Trainer Nico Kovac. „Es wird ein anderes Spiel als am Samstag, weil Werder euphorisch in dieses Spiel gehen wird. Wir müssen das auch tun“, lautet seine klare Ansage. Immerhin weiß der 47-Jährige, wie das klappen kann. Im vergangenen Jahr triumphierte er mit seinem damaligen Club Eintracht Frankfurt im Endspiel mit 3:1 – gegen seinen aktuellen Arbeitgeber.

Verzichten muss Kovac in Bremen auf den Siegtorschützen vom Samstag. Denn Niklas Süle ist ebenso gesperrt wie Nuri Sahin auf Bremer Seite. Süles Part in der Innenverteidigung wird voraussichtlich Mats Hummels einnehmen, was Kohfeldt eine gehörige Portion Respekt abverlangt. Nicht nur wegen dessen ausgeprägter Torgefährlichkeit bei Standards. „Er macht den Unterschied, weil er den ­tödlichen Pass aus der Tiefe spielen kann.“

Werder will dagegen­halten – und setzt dabei auf die Unterstützung der ganzen Stadt. Die Bremer sollten ihre Häuser schmücken und Fahnen aushängen. Kohfeldt spürte diese Begeisterung. „Selbst in meiner Nachbarschaft ist alles grün-weißer als sonst. Wir sollten das ­Gefühl nutzen, dass wir etwas gewinnen können.“

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