Fußball: Auf- und Abstiege
Fortuna Köln löst Kettenreaktion aus

Münster -

Langsam lichten sich die Reihen in den Ligen: Erste Aufstiegspartys sind in Planung, erste Abstiegstränen fließen. Damit klärt sich langsam, aber sicher auch die Frage nach den Relegations-Regularien quer durch die Spielklassen.

Montag, 13.05.2019, 17:26 Uhr aktualisiert: 14.05.2019, 16:18 Uhr
Nach dem Abstieg von Fortuna Köln, hier mit Nico Brandenburger in der Partie gegen Preußen um René Klingenburg (l.), haben sich die Chancen, über die Relegation noch aufzusteigen, für Münsters überkreisliche Teams verringert.
Nach dem Abstieg von Fortuna Köln, hier mit Nico Brandenburger in der Partie gegen Preußen um René Klingenburg (l.), haben sich die Chancen, über die Relegation noch aufzusteigen, für Münsters überkreisliche Teams verringert. Foto: Jürgen Peperhowe

In Auf- und Abstiegsfragen wurden am Wochenende durch den verpassten Drittliga-Klassenerhalt von Fortuna Köln erste Fakten geschaffen. Zu Ungunsten vieler westfälischer Vereine. Denn klar ist, dass damit auch aus der Regionalliga vier Mannschaften runter müssen. Der SC Wiedenbrück und der 1. FC Kaan-Marienborn sind als FLVW-Teams nicht mehr zu retten. Damit ist auch klar: Ein Relegationsspiel der Westfalenliga-Vizemeister entfällt in diesem Jahr. Von den vier Landesliga-Zweiten steigen zudem maximal zwei nach der Relegation auf.

Ein paar Fragezeichen gibt es aber noch. Ob die SF Lotte noch in der 3. Liga bleiben, ist nicht von Bedeutung, da die Regionalliga West in diesem Fall mit 19 Mannschaften in die neue Serie gehen würde. Allerdings könnte der SV Straelen im direkten Duell noch die SG Wattenscheid 09 am letzten Spieltag auf einen Abstiegsplatz reißen, dazu muss allerdings noch der Bonner SC gleichzeitig gegen Kaan-Marienborn punkten. Erwischt es also auch noch die Lohrheider, würden drei Oberligisten absteigen, nur ein Landesliga-Vize aufrücken und zudem die Aufstiegsrunde der zwölf Bezirksliga-Zweiten komplett entfallen. Ausgeklammert sind wie immer mögliche Rückzüge. Bekannt ist nur der des Noch-Westfalenligisten TSV Marl-Hüls, der auf sein Landesliga-Spielrecht verzichtet. Noch nicht ganz sicher ist die Lizenz für den Regionalligisten Wuppertaler SV, der am vergangenen Freitag aber leichte Entwarnung gab – die unmittelbare Zukunft sei vorerst gesichert, im Bergischen überwiegt der Optimismus.

Und wie sieht es auf Kreisebene aus? Auch dort droht sich die Ausgangslage zu verschlechtern. Zwar steht in der Bezirksliga aktuell nur die SG Telgte (fast hoffnungslos) unter dem Strich, doch auch BW Aasee und neuerdings auch der formschwache TuS Freckenhorst in der Staffel 7 liegen nur zwei Zähler vor der Abstiegszone. Stand jetzt entfiele die Relegation der Drittletzten in der Kreisliga A und nur zwei der drei Vizemeister aus den B-Ligen stiegen auf. Doch sobald es zwei Teams trifft oder sogar alle drei, bleiben natürlich weniger Plätze im Kreis-Oberhaus frei. Im allerschlechtesten Fall müssen beide 14. der A-Liga runter.

Abstiegskampf in der Bezirksliga

Während die Meisterfrage in den beiden A-Ligen längst beantwortet ist, bleibt das Rennen um den Klassenerhalt spannend – und gewinnt durch den möglichen vermehrten Abstieg aus der Bezirksliga (siehe Text oben) noch zusätzlich an Brisanz. Vier Mannschaften aus der Staffel 2 sind stark gefährdet, darunter der TuS Hiltrup II (23 Punkte). Immerhin verbesserte der Tabellenvorletzte seine Position durch das 2:0 gegen den BSV Roxel II, aktuell aber wäre der TuS neben der Warendorfer SU II (20) einer der beiden Absteiger. Die Chance auf ein sorgenfreies Restprogramm verpasste BW Aasee II (29) mit dem 0:2 gegen GW Albersloh (24), das derzeit auf dem Relegationsrang steht. Der jedoch wird beim Abstieg von drei Bezirksligisten nicht reichen. In diesem Falle stünden in der Staffel 1 mit BW Greven (23) und Eintracht Münster (22) die Absteiger fest. Ansonsten darf sich einer aus diesem Duo Hoffnung machen, sich in der Relegation zu retten.

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