Leichtathletik: Leonardo-Campus-Run
Klimaschutz wird in Münster groß geschrieben

Münster -

Das Feld ist bereitet: Für die 19. Auflage des Leonardo-Campus-Run hat der Organisationsstab lange im Vorfeld die Köpfe zusammengesteckt. Vor allem der Umwelt zuliebe.

Dienstag, 18.06.2019, 15:18 Uhr aktualisiert: 19.06.2019, 16:57 Uhr
(Starter-)Klappe, die 19. – Jörg Verhoeven, Thomas Böckenholt, Iris Osthues und Markus Jürgens sind startklar (von links).
(Starter-)Klappe, die 19. – Jörg Verhoeven, Thomas Böckenholt, Iris Osthues und Markus Jürgens sind startklar (von links). Foto: André Fischer

„Unser Planet ist unser Zuhause, unser einziges Zuhause. Wo sollen wir denn hingehen, wenn wir ihn zerstören?“ Worte, die der Dalai Lama 2004 dem Journalisten Franz Alt in den Block diktierte. Baustelle Klimaschutz: aktueller denn je.

Die nachhaltige Planung und Durchführung von großen Sport-Events stellt inzwischen eine umweltpolitische Herausforderung dar. Der wollen sich die Veranstalter des traditionellen Leonardo-Campus-Run nicht verschließen. Im Gegenteil: „Das Thema haben wir auf der Agenda“, sagt Jörg Verhoeven, Leiter des Hochschulsports. Das Umdenken hat längst eingesetzt. Das erste Ergebnis: Bei dem Großereignis auf dem Campus-Gelände am 26. Juni werden kompostierfähige Papp- und Klarsichtbecher aus Maisstärke als Zwischen- und Zielverpflegung verwendet. Auch die Druckauflage von Werbematerial wie Flyer und Plakate wurde reduziert, um Ressourcen zu sparen. Flatterband und Kabelbinder sollen in den kommenden Jahren verschwinden. Der Umwelt zuliebe. Starke Aktion!

Klappe, die 19. – seit 2001 ist der Lauf ein Stück Münster, reiht sich nahtlos in die Liste der großen Sportereignisse (Triathlon, Giro, Marathon) ein. 450 Aktive bei der Premiere waren ein stolzer Anfang. Mittlerweile liegt die Teilnehmerzahl knapp über 4000. „Das macht uns schon stolz“, so Wettkampfleiter Tim Seulen. Allein ein Zehntel der Läufer kommt aus dem eigenen Stall, sind Beschäftigte der Universität. „Mit drei, vier Leuten haben wir angefangen, das alles hat sich irgendwie verselbstständigt“, weiß Thomas Böckenholt aus der Personalentwicklung. Das T-Shirt für die 19. Auflage hat er sich noch schnell übergestreift – frisch aus dem Druck. Der 45-Jährige hat kaum ein Rennen verpasst. „Die Strecke bietet so viel Abwechslung. Pflaster, Rasen, Sand, die Tartanbahn – da ist alles dabei. Der Campus mutiert zum größten Stadion, das Münster an dem Tag zu bieten hat.“ Ja, die Vorfreude ist in diesen Tagen groß.

Auch bei Ultra-Läufer Markus Jürgens, der mit seiner Freundin inzwischen in Münster heimisch geworden ist. Er wird den Hauptlauf über zehn Kilometer rückwärts angehen. Etwa 42 Minuten braucht er für die Distanz. Das schaffen andere nicht mal im Vorwärtsgang. Kurios – und eine weitere Attraktion dieses Events.

Das alle anspricht. Uni-Mitarbeiter, Studierende, lauffreudige Bürger, Einsteiger, Kinder und Schüler oder auch Ambitionierte. „Ein bunter Gemischtwarenladen“, wie Verhoeven festhält. Mit „urbanem Flair“ für Iris Osthues, Geschäftsbereichsleiterin der Sparkasse Münsterland Ost, seit 2007 als Partner mit im Boot.

3825 Anmeldungen liegen eine Woche vor dem Spektakel vor. Dank der Kurzentschlossenen dürften die 4000 wieder geknackt werden.  

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