Beachvolleyball: WM
Duo Tillmann/Behrens erst geknickt, dann stolz und zufrieden

Münster -

Für den USC spielten Cinja Tillmann und Kim Behrens, die es bei der Beach-WM bis ins Sechzehntelfinale schafften, viele Jahre. Nun geht das Duo gemeinsam in den Sand, allerdings für andere Vereine. Münster ist für sie dennoch weiter der Lebensmittelpunkt.

Donnerstag, 04.07.2019, 14:52 Uhr
Da lacht das Herz: Cinja Tillmann (r.) und Kim Behrens feierten mit WM-Maskottchen Martin den Sieg gegen Uruguay, der zum Einzug in die Runde der letzten 32 reichte. Dort war aber Schluss.
Da lacht das Herz: Cinja Tillmann (r.) und Kim Behrens feierten mit WM-Maskottchen Martin den Sieg gegen Uruguay, der zum Einzug in die Runde der letzten 32 reichte. Dort war aber Schluss. Foto: Witters

Ihr Ziel war klar. Den Sprung aus der Gruppe C in die K.o.-Phase wollten Kim Behrens und Cinja Tillmann bei der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft in Hamburg schaffen. Und ihr Vorhaben erfüllten die beiden in Münster wohnenden Debütantinnen, die um ein Haar sogar das Achtelfinale erreicht hätten. Doch gegen die nationale Konkurrenz Karla Borger und Julia Sude war in der Runde der 32 nach dem 21:19, 17:21, 13:15 Schluss.

„Es haben Kleinigkeiten gefehlt. Wir waren danach natürlich ein bisschen geknickt, das war ein trauriges Ende“, sagte Tillmann nach dem 61-minütigen und „hochklassigem“ Spiel, wie der 2012er-Olympiasieger Julius Brink als TV-Experte das deutsche Duell bezeichnete. „Wir haben leider unsere Chancen liegengelassen, waren nicht konsequent genug. Das war schade“, meinte auch Behrens, die für den OSC Baden-Württemberg startet. Doch lange trauerten weder sie noch ihre Partnerin vom Team 48 Hildesheim dem verpassten Weiterkommen hinterher, vielmehr schätzten sie ihr Abschneiden realistisch ein. „Wir können mit unserem Turnier zufrieden sein. Wir haben uns gesteigert und unsere beiden besten Saisonspiele hier bei der WM gezeigt“, sagte die 27 Jahre alte Tillmann.

Nach der Auftaktniederlage (17:21, 11:21) gegen Anouk Vergé-Dépré und Joana Heidrich (Schweiz) verfielen die früheren Spielerinnen des USC Münster, die erst seit März ein Team bilden, nicht in Hektik. Die letztlich entscheidende Partie um den Einzug in die K.-o.-Runde gegen Maria Rotti/Camila Bausero (Uruguay) und das 21:11, 21:11 waren die Befreiung. Es wurde spielerisch noch besser, allein der Lohn blieb gegen Heather Bansley und Brandie Wilkerson (Kanada) sowie gegen Borger/Sude jeweils im dritten Satz (13:15) aus. „Wir waren vor dem ersten Spiel richtig aufgeregt und nervös. Aber das haben wir dann abgelegt und wirklich gut gespielt. Schade, dass es zu Ende ist“, meinte Tillmann, die die Titelkämpfe an der Elbe als „bisherigen Höhepunkt“ ihrer Karriere bezeichnete.

Wie ihre ein Jahr jüngere Partnerin Behrens, die am Donnerstag für einen Tag ihre Familie in Bremen besuchte, wird sie die Titelkämpfe bis zum Schluss vor Ort verfolgen. „Es war ein unglaubliches Erlebnis, eine WM im eigenen Land zu spielen. Die Stimmung und Unterstützung waren einzigartig“, sagte Tillmann. Und Behrens ergänzte: „Das war eine coole Erfahrung und ein super Gefühl, dabei zu sein.“

Fazit: Ziel erreicht, sportlich überzeugt und eine Menge gelernt. Die WM war für Behrens und Tillmann ein bleibendes Erlebnis – trotz des bitteren Endes.

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