12. Sparda-Münster-City-Triathlon
Ohne „Neo“ läuft das schon – Münster rüstet sich für 1350 Dreikämpfer

Münster -

Noch wird fleißig gewerkelt rund um den Hafen in Münster. Am Sonntag um 10 Uhr muss alles fertig sein, dann fällt der erste Startschuss beim 12. Sparda-Münster-City-Triathlon über die olympische Distanz.

Freitag, 12.07.2019, 20:12 Uhr aktualisiert: 12.07.2019, 21:31 Uhr
12. Sparda-Münster-City-Triathlon: Ohne „Neo“ läuft das schon – Münster rüstet sich für 1350 Dreikämpfer
Foto: Peter Leßmann

Der „Kölsche Jung“ in Münster. Das Packen der Starterbeutel in der Tiefgarage der Stadtwerke kommt alljährlich einer Karnevalsparty gleich. DJane Anne Hassenjürgen aus dem Organisationsteam des Sparda-Münster-City-Triathlons legt traditionell auf. Vorwiegend Hits aus der fünften Jahreszeit. Die Kölner Mundart-Band „Brings“ war freilich gesetzt. Was für eine „Superjeilezick“! Nach nicht mal drei Stunden waren am Donnerstagabend 1350 Taschen befüllt. „Das ging fix“, berichtet Holger Fritze . Die Belohnung: ein gemeinsamer Happen im Restaurant um die Ecke.

Ja, es sind die kleinen, nicht unentscheidenden Dinge, die die Crew um Fritze in den Tagen, Stunden vor dem Spektakel im Hafen auf Trab halten. Am Freitag wurden bereits die Gerüste aufgebaut, die Wechselzone eingezäunt. Samstag folgen die Aufbauarbeiten des Schwimmeinstiegs, Sonntag wird fleißig abgesperrt. In der Frühe. Um 4 Uhr morgens beginnt der Tag für das Gros der 350 Helfer. Dann, wenn sich die letzten Nachteulen verabschieden. „Die sagen Gute Nacht, wir Guten Morgen“, kennt Fritze das Prozedere.

Bis um 10 Uhr muss alles auf den Weg gebracht sein. Der erste Tross an Athleten wirft sich dann in das angenehm temperierte Wasser. 20,7 Grad – das war der letzte Stand. Warm genug, um den Neoprenanzug im Auto zu lassen. Wer denn doch nicht auf den „Neo“ verzichten möchte: Bis 22 Grad ist die zweite Haut erlaubt. Bei den Vorhersagen fürs Wochenende dürfte da nichts anbrennen. 20 Grad, 20 Prozent Niederschlagswahrscheinlichkeit. Sommer geht anders – aber für das Event durchaus gefällig. Bloß keine Unwetterwarnung – wie 2017 vorausgesagt. Rennarzt Dr. Ralph Schomaker und Co. war die Anspannung ins Gesicht geschrieben. Ihre Mienen erhellten sich erst, als sich die dunklen Wolken verdünnisierten. Kollektives Aufatmen.

Zeitplan

Samstag

15 bis 18 Uhr: Startnummernausgabe und Triathlon-Messe, Hafenplatz und Hafengebäude

Sonntag

10.00 Uhr: Start Olympische Distanz, 1. Gruppe

10.15 Uhr: Start Olympische Distanz, 2. Gruppe

11.10 Uhr: Start Volks­distanz, 1. Gruppe

11.20 Uhr: Start Volks­distanz, 2. Gruppe

11.30 Uhr: Start Volks­distanz, 3. Gruppe

11.40 Uhr: Start Volks­distanz, 4. Gruppe

11.50 Uhr: Start Volks­distanz, 5. Gruppe und Staffel-Teilnehmer

13.30 Uhr: Siegerehrung

bis 16 Uhr: Check-out aus der Wechselzone

...

Die Bühne ist also bereitet. Auch für den Österreicher Sebastian Czerny, 2018 Sieger auf der langen Strecke. Er sollte eigentlich in Verl mit dem Zweitliga-Team von Tri Finish starten, erhielt am Freitag dann doch grünes Licht vom Sportlichen Leiter Martin Epkenhans für die Teilnahme beim „Heimspiel“ in Münster. „Das verpflichtet“, sagt der „Ösi“, der diesmal auf die Volksdistanz geht. Und auf die Schnelle noch nach einem Triathlon-Rad suchte. Im Gepäck hatte er keines. „Ich hoffe, dass ich mir bei Matthias Arnold eines borgen kenn.“ Bestimmt. Arnold ist der neue erste Vorsitzende des Vereins und dürfte dem Publikumsliebling aus der Alpenrepublik gerne aushelfen.

Bundesliga-Starter Luca Heerdt ist ebenfalls dabei, könnte ganz vorne mitlaufen. Und mit dem richtigen Beat im Ohr das Ziel passieren. Karnevalsmucke hatten sie ja schon.

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