Tennis: Regeländerung
WTV passt Regeln an – ab 2020 zählt jedes Spiel

Münster -

Ab dem nächsten Sommer wird alles anders im Westfälischen Tennis-Verband. Dann zählt jedes einzelne Spiel. Abschenken wird teuer. Doch es gibt noch weitere Regeländerungen oder -anpassungen, die jeden Spieler im Ligenverbund betreffen.

Dienstag, 23.07.2019, 19:24 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 19:58 Uhr
Wie in der 2. Bundesliga, wo Manon Kruse und der TC Union Münster in den vergangenen Jahren gespielt haben, fällt im Zuge einer Regelreform auch auf Verbandsebene der direkte Vergleich weg.
Wie in der 2. Bundesliga, wo Manon Kruse und der TC Union Münster in den vergangenen Jahren gespielt haben, fällt im Zuge einer Regelreform auch auf Verbandsebene der direkte Vergleich weg. Foto: H

Spiel, Satz und Sieg! Zugegeben, ein nicht ganz taufrischer Slogan. Mit Beginn der Sommer-Saison 2020 erfährt er allerdings eine Renaissance. Dafür sorgen Änderungen in den Durchführungsbestimmungen, die der Sportausschuss des Westfälischen Tennis-Verbands (WTV) erarbeitet und nun das erweiterte Präsidium beschlossen hat.

Auch zur Freude von Robert Hampe . „Damit bin ich so einverstanden“, sagte der Präsident des WTV nach der umgesetzten Regelreform. Bei der rückt die Tabelle mehr denn je in den Mittelpunkt. Sie lügt, ja täuscht künftig nicht mehr. Denn der direkte Vergleich bei Punktgleichheit gehört der Vergangenheit an. Nach den Punkten zählt das „Torverhältnis“ (also Sätze und Spiele), um die Platzierung zu ermitteln. Und auch Auf- oder Abstiege. Somit kommt es beim Ranking nicht mehr auf eine Partie, sondern auf die Ergebnisse über den gesamten Saisonverlauf an. Jedes Spiel zählt also, gewinnt an Bedeutung. Was auch für die Doppel gelten wird.

Großzügig abgeschenkte Matches dürften der Vergangenheit angehören, wohl auch für ausgewählte Partien „verstärkte“ Mannschaften. Leidtragende könnten zunächst die Spieler sein, die auf der Mannschaftsliste hinter der Stammformation – also ab Position sieben (bei Sechser-Teams) oder fünf (bei Vierer-Mannschaften), geführt werden. Um hoch zu gewinnen, ist die bestmögliche Formation von Interesse.

Aktualisiert wird auch das Thema „Spielen in zwei Altersklassen“. Dabei darf künftig (maximal) in zwei Kategorien aufgeschlagen werden – und auch in zwei verschiedenen Vereinen. Wobei für einen zwingend eine Spielberechtigung vorliegen muss. Für den zweiten Club genügt die Gastrolle. Eine Begrenzung der Einsätze gibt es nicht. Auch auf Verbandsebene ist das nun erlaubt. Lediglich die Bundesliga- und Regionalliga-Teams sind ausgenommen. Wichtig: Es kann an einem Kalendertag nur in einer Mannschaft gespielt werden.

Überdacht wurde auch das Thema dritter Satz. Ab 2020 spielen nur noch die Damen und Herren bei Gleichstand den finalen Durchgang aus, sämtliche Altersklassen ermitteln die Entscheidung im Match-Tiebreak. Ins Auge gefasst haben die WTV-Gremien auch, in der Altersklasse 65 bei den Damen sowie bei den Herren in den AK 65, 75 und 80 reine Doppel-Wettspiele anzubieten.

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