Trabrennen: 109. Auflage
Drensteinfurter Renntag: „Eine stolze Geschichte!“

Drensteinfurt -

Das Teilnehmerfeld des Drensteinfurter Renntags kann sich sehen lassen. Auflage 109 ist eine richtig gute. Eigentlich waren bloß zwölf Rennen geplant. Jetzt werden es sogar 13 sein.

Freitag, 16.08.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 17.08.2019, 13:23 Uhr
128 Starter werden am Sonntag in 13 Wettbewerben gegeneinander fahren, wenn der Rennverein Drensteinfurt zu seinem Renntag einlädt.
128 Starter werden am Sonntag in 13 Wettbewerben gegeneinander fahren, wenn der Rennverein Drensteinfurt zu seinem Renntag einlädt. Foto: Schaper

Im Vorjahr hatte Detlef Orth noch seinen großen Auftritt. Im Gästerennen des Drensteinfurter Renntags platzierte er sich auf Rang zwei. In diesem Jahr verzichtet er. Er geht nicht an den Start. „Ich habe kein Pferd“, sagt Orth und lacht. Gut: Wo kein Pferd ist, da ist auch kein Start möglich. Naheliegend, zugegeben. Das Teilnehmerfeld des Drensteinfurter Renntags kann sich trotzdem sehen lassen. Auch ohne Orth. Auflage 109 ist eine richtig gute.

„Die Resonanz ist riesig gewesen“, freut sich Orth, der Sportliche Leiter des gastgebenden Rennvereins Drensteinfurt. Eigentlich, so wirbt der Club auch im offiziellen Flyer, waren bloß zwölf Rennen geplant. Jetzt werden es am Sonntag sogar 13 sein. Orth nimmt sogar das Wörtchen Kult als Begründung in den Mund. Um 14 Uhr ist Startschuss für das erste Rennen, das letzte ist gegen 18.35 Uhr geplant.

Die hohe Teilnahmezahl könnte auch am ungewöhnlich hohen Preisgeld liegen: Insgesamt schüttet der Verein rund 35 000 Euro aus, der Große Preis der Sparkasse Münsterland Ost bringt dem Sieger alleine 2 500 Euro ein. Sowas zieht. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken“, strotzt Orth vor Selbstvertrauen.

128 Pferde werden sich messen, pro Rennen machen sich zehn Pferde auf die 2,1 Kilometer lange Rundstrecke. Mit am Start ist reichlich Prominenz: Jochen Holzschuh aus Dülmen beispielsweise. In den vergangenen drei Jahren holte er sich stets den Fahrercup des Drensteinfurter Wettbewerbs. Pro Platzierung in den einzelnen Rennen sammeln die Fahrer Punkte. Derjenige, der zusammengezählt die meisten Zähler gesammelt hat, wird Fahrercup-Sieger im Erlfeld. „Ein Starter kann natürlich in mehreren Rennen starten“, erklärt Orth.

Und an Fahrern gibt es noch mehr, die man auf dem Schirm haben sollte. Ronja Walter aus Alveslohe zum Beispiel. Sie wird Garry reiten. Beide treten im Trabreiten an. In dieser Disziplin wird nicht im Sulky, sondern auf dem Pferd über den Kurs gejagt. Beide gewinnen im Duo so gut wie alles, was es zu gewinnen gibt im Trabreiten. Dieser Wettstreit ist immerhin mit 3 000 Euro dotiert. „Das ist schon eine stolze Geschichte für uns“, jubiliert Orth. Das gilt auch für das Pferd Glen Ord Superb. 340 000 Euro Preisgeld strich er in seiner Laufbahn bereits ein, 2015 war er Derby-Sieger in Norwegen.

„Wir haben Teilnehmer aus allen deutschen Landesteilen oder auch aus den Niederlanden“, sagt Orth. Auch aus der Heimat: Familie Müller-Terbille aus Albersloh ist mit drei Pferden am Start. Ein wenig Lokalkolorit kann ja nicht schaden. Wenn denn der Sportleiter selbst schon nicht kann, muss ja irgendwer die heimische Flagge hissen.

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