Emssee-Volkslauf in Warendorf
Anke Esser aus Ostbevern läuft allen davon

Warendorf -

Das ist ein dickes Ding: Auf der Halbmarathon-Strecke lässt Anke Esser die gesamte Konkurrenz deutlich hinter sich – auch die männliche.

Sonntag, 01.09.2019, 14:24 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 13:53 Uhr
Yannick Rinne (LSF Münster) gewann in 2:45:18 Stunden den Marathon.
Yannick Rinne (LSF Münster) gewann in 2:45:18 Stunden den Marathon. Foto: René Penno

Yannick Rinne von den Laufsportfreunden Münster hat nun seinen festen Platz in der 40-jährigen Geschichte des Emsseelaufs: Der Münsteraner gewann am Samstag die Marathon-Premiere nach 2:45:18 Stunden vor Christof Marquardt (LG Deiringsen), der mit 3:03:51 Stunden deutlich langsamer war. Bester Lokalmatador war Hendrik Elkmann auf Rang fünf. Nach 3:39:32 Stunden verwies er den nächsten Warendorfer, Sebastian Krampe, knapp auf den sechsten Platz.

Angesichts der Temperaturen, die während des Marathons auf über 30 Grad anstiegen, war vor allem die Siegerzeit bemerkenswert. „Das ist für mich ein Trainingsmarathon gewesen“, sagte Yannick Rinne, nachdem er wenige Minuten im Ziel war. In vier Wochen will er beim Berlin-Marathon starten. „Dort will ich unter 2:30 Stunden bleiben.“ Eine Zeit, die er erreichen kann. Beim Emsseelauf am Samstag hatte er sich das Rennen klug eingeteilt.

40. Emssee-Volkslauf in Warendorf

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Die erste Hälfte etwas ruhiger, ein „Dauerlauf“, wie Rinne sagte, im zweiten Teil zog er das Tempo an. Zudem sei die Strecke nicht ganz einfach zu laufen. „Etwas crossig, Wurzeln und viele Kurven.“ Nicht das Terrain, das in einem Marathon üblich ist. Hinzu kamen die Temperaturen in der Mittagszeit, die vielen der 51 Teilnehmer zu schaffen machten. Einige legten immer mal wieder Gehpausen ein, es wurde für einige schon zu einer Art Schinderei.

Auf Gesamtrang zwölf war Tanja Austermann die beste Frau, 4:02:56 Stunden brauchte sie. Stephanie Ruhe von der WSU folgte mit 4:09:31 Stunden als Zweite vor Conny Sanders (WSU-Tri-Team) mit 4:21:41 Stunden.

Großes Erstaunen

Für Erstaunen sorgte am Nachmittag eine Frau im Freibad. Nach 1:18:45 Stunden war Anke Esser aus Ostbevern die erste Frau überhaupt, die beim Emsseelauf den Halbmarathon gewann. Der Streckenrekord aus dem Jahr 2010, als Petra Schöning (Gütersloh) 1:30:57 Stunden rannte, war damit deutlich unterboten und dürfte noch lange Bestand haben.

Im Eiltempo rannte Esser am Feld der Zehn-Kilometer-Läufer vorbei, die fünf Minuten vorher gestartet waren. Die Konkurrenz war ohne Chance, Markus Schuler (LV Oelde) folgte als erster Mann an zweiter Stelle – nach 1:26:31 Stunden war er fast acht Minuten langsamer.

Becker begeistert

„Das hatten wir hier auch noch nie“, sagte Orga-Chef Hermann-Josef Becker und war begeistert ob der Vorstellung Anke Essers, die sich ganz dem Laufsport verschrieben hat. Bester Warendorfer über die halbe Marathondistanz war nach 1:37:20 Stunden Niklas Polomka von der LG Ems Warendorf.

Vielleicht hätte auch Philipp Kaldewei noch eine Rolle gespielt über die 21 Kilometer. Der Läufer vom LV Oelde aber entschied sich wegen der Temperaturen für zehn Kilometer. Dort zeigte er, dass er über diese Distanz in der Region zu den Besten gehört: Nach 35:45 Minuten war er wieder im Ziel, David Schafflick (39:13) und Markus Marienfeld (Warendorf, 40:13), hatten deutlich das Nachsehen. Petra Mester vom Jericho-Team war nach 50:18 Minuten die erste Frau im Ziel, nur elf Sekunden vor Brigitte Steffens aus Marienfeld.

Löwenzahn wieder vorn

Und dann war da auch noch der Lauf der Bambini. 250 Kinder rannten über die 780 Meter lange neue Runde. Und wie immer stellte der Kindergarten Löwenzahn die meisten Teilnehmer, 40 waren es diesmal. Der große Siegerpokal war dem Kindergarten im Schulviertel wieder sicher.

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