Futsal: Regionalliga
Beim UFC herrscht Realismus in den Umbruchzeiten

Münster -

Erst im allerletzten Spiel und auch nur dank Schützenhilfe rettete der UFC Münster die Zugehörigkeit zur Regionalliga. Vor dem Wiederbeginn der Meisterschaft musste der Verein auch noch mehrere Abgänge hinnehmen. Ziel ist nun der Klassenerhalt.

Donnerstag, 05.09.2019, 15:34 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 15:42 Uhr
Spielertrainer Simon Holling gibt für den UFC Münster den Nichtabstieg als Ziel aus.
Spielertrainer Simon Holling gibt für den UFC Münster den Nichtabstieg als Ziel aus. Foto: Wilfried Hiegemann

Die vergangene Saison war für den UFC Münster eine zum Vergessen. Nur einen Punkt über dem Strich stand der Futsal-Regionalligist nach 18 Spieltagen, erst nach der letzten Partie war der Klassenerhalt unter Dach und Fach. Zu wenig für die Ansprüche des Clubs, der anerkennen muss, dass die Spitze in der Futsal-Regionalliga entrückt ist. „Oben dabei zu sein, wird schwer für uns. Aber wir wollen uns unten raushalten und unsere neue Mannschaft weiterentwickeln“, gibt Vereinspräsident Georg von Coelln die Marschroute für die am Samstag (13 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei den Panthers Köln beginnende Saison vor.

Die ersten Schritte sind gemacht, in den vergangenen Wochen leiteten und moderierten die beiden Spielertrainer Simon Holling und Maik Solisch den Umbruch. „Bereit zu sein, war wohl noch nie so schwierig für uns. Wir mussten uns neu strukturieren und einen Umbruch einleiten. Was wir uns aus der Situation vor vier Monaten erarbeitet haben, stimmt uns zufrieden“, sagt Holling. Durch den Abgang von zwei weiteren langjährigen Leistungsträgern – Henrique Mota und Daniel Giesbrecht zieht es zu den Holzpfosten Schwerte – und dem bevorstehenden Wechsel von Tim Schwarz nach Würzburg blieb dem Trainer-Duo nur noch eine Handvoll erfahrener Kräfte um Torwart Moritz Auth, Eike Thiemann und Roman Nölle. Sie sollen die deutlich weniger routinierten Malte Thenhausen, Adrian Falke und Nicolas Ferber sowie den Neuzugängen Miles ­Geske und Till Remke, denen Holling „eine überragende Vorbereitung“ attestiert, führen. Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften, bei denen die Verantwortlichen auf die dort spielberechtigten Mota und Christoph Rüschenpöhler verzichteten, schlug sich die junge UFC-Truppe als Vizemeister – im Finale gab es nach zuvor fünf Erfolgen ein 4:5 nach Verlängerung gegen Gastgeber Mainz – sehr achtbar. „Klar hätten wir uns einen Sieg mit Blick auf die Eusa-Games 2020 in Belgrad gewünscht. Aber wir haben gesehen, dass wir einen vernünftigen Weg eingeschlagen haben“, erklärt Holling.

Diesen will der UFC in der Liga fortführen, unrealistische Ziele geben der Spielertrainer wie auch von Coelln nicht aus. „Nach der vergangenen Saison und den Abgängen wollen wir so früh wie möglich den Klassenerhalt sichern. Und wir wollen Spaß am Futsal haben und die Entwicklung für erfolgreiche Jahre fortführen.“

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