Volleyball: 3. Liga
Neuanfang ohne Tabellendruck für den TSC Gievenbeck

Münster -

Sportlich äußerst unglücklich abgestiegen, einige Wochen später plötzlich gerettet – nach dem Auf und Ab der vergangenen Monate muss sich der TSC Gievenbeck erst mal sortieren. Das Team bleibt Drittligist, hat aber unabhängig davon einen großen Kader-Umbruch vorgenommen.

Freitag, 13.09.2019, 12:10 Uhr aktualisiert: 15.09.2019, 13:34 Uhr
Felix Wessels (r.) ist einer der wenigen verbliebenen Routiniers beim TSC Gievenbeck.
Felix Wessels (r.) ist einer der wenigen verbliebenen Routiniers beim TSC Gievenbeck. Foto: pl

Von einem „einigermaßen radikalen Umbruch“ spricht Axel Büring mit Blick auf die neue Saison. Der Trainer des TSC Gievenbeck und seine Mitstreiter waren eigentlich vom sportlichen Abstieg aus der 3. Liga (wohlgemerkt trotz zehn Siegen aus 22 Spielen) ausgegangen, ehe einige Wochen nach dem letzten Aufschlag die Nachricht einlief, dass der Verein doch in der bisherigen Klasse bleiben darf. Zu einem Zeitpunkt, als sich alle schon auf den Neuanfang in der Regionalliga eingestellt hatten.

Als Ausrede soll das Hickhack dennoch nicht dienen. Büring, der in seine letzte Serie in Münster geht, betrachtet die Entwicklung völlig unabhängig von Tabelle oder Liga. „Es war ja gewollt, dass wir uns anders aufstellen und viele junge Leute dazunehmen. Die müssen sich jetzt eben nach und nach an das entsprechende Niveau herantasten.“

Der Kader

Torsten Mühlemeier, Mathis Rehse, Frank Ludwig, Leon Beckmann, Luca Brirup, Moritz Lembeck, Lukas Salimi, Felix Wessels, Niklas Kotte, Konstantin Holtstiege, Aaron Zumdick, Tim Wahl, Jonas Larisch, Nils Lydorf, Marvin Weichert, Lucas Ovelhey, Alexander Bartosch, Nicolai Cremer

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Aus dem Zirkel der gestandenen Akteure sind lediglich Nils Lydorf, Felix Wessels und Torsten Mühlemeier geblieben. Jonas Larisch ist studienbedingt fürs Erste gar nicht einzuplanen. Frank Ludwig , Marvin Weichert und der bereits beim Auftakt gegen ART Düsseldorf am Samstag (19 Uhr, Mosaikschule) benötigte Alexander Bartosch sind eher als Back-Up vorgesehen. „Es ist ja verständlich, dass die Älteren irgendwann auch mal den Aufwand reduzieren wollen“, so der Coach.

Er sagt, dass kurzfristig gar nicht entscheidend ist, auf welcher Ebene der TSC aktiv ist. „Es geht vielmehr darum, dass wir uns ein Entwicklungspotenzial aufbauen. Wie sagt man so schön? Fördern und fordern – die Talente sollen alle ihre Spielanteile bekommen. Notfalls auch erst mal in der zweiten Mannschaft.“ Auf Dauer, also in der Zeit nach ihm, sieht der Routinier die Gievenbecker „mindestens in der 3. Liga. Wenn man vorher den Umweg über die Regionalliga gehen muss, dann ist das eben mal so.“

Dass es rein tabellarisch zunächst mal nur um den Klassenerhalt geht, liegt auf der Hand. Drei Absteiger sind realistisch, ein vierter ist nicht ausgeschlossen, wie die vergangene Spielzeit ja zeigte. „Wenn wir drin bleiben, ist das ein Erfolg. Wenn die Konkurrenz so stark ist wie letztes Jahr – puh ... Dann wird es hart für uns.“ Allerdings lässt sich schwer einschätzen, wie die Rivalen so aufgestellt sind. „Auch in den anderen Mannschaften hat sich einiges getan“, so Büring. „Und anders als in der Bundesliga kann man die Neuzugänge nicht mal eben im Video studieren.“

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