Fußball: Oberliga Westfalen
RW Ahlens Wucht kann SV Schermbeck nicht standhalten

Ahlen -

Eine halbe Stunde lang lief die Partie gar nicht nach den Vorstellungen von Rot-Weiß Ahlen. Dann besann sich der Oberligist eines Besseren. Zwölf Minuten genügten, um dem Spiel die Wende zu geben.

Sonntag, 10.11.2019, 17:22 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 15:42 Uhr
Timon Schmitz (unten) lässt sich von seinem Teamkollegen Enes Güney für seinen gefühlvollen Heber zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung bejubeln. Darüber hinaus überzeugte Schmitz auch wieder als Antreiber im Mittelfeld.
Timon Schmitz (unten) lässt sich von seinem Teamkollegen Enes Güney für seinen gefühlvollen Heber zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung bejubeln. Darüber hinaus überzeugte Schmitz auch wieder als Antreiber im Mittelfeld. Foto: Marc Kreisel

Diese Eigenschaft trägt das Prädikat besonders wertvoll. Rot-Weiß Ahlen hat gegen den SV Schermbeck die Fähigkeit bewiesen, auf Rückschläge die passenden Antworten zu finden.

Trotz einer ersten halben Stunde am Rande der Wahrnehmbarkeit fand der Oberligist von sich aus zurück in die Spur und gewann verdient mit 3:1. Ausschlaggebend war, mit welcher Vehemenz, Wucht und Dynamik die Ahlener auf die verkorksten ersten 30 Minuten reagierten.  

Nach einer halben Stunde in der Spur

„Obwohl wir wussten, was auf uns zukommt, haben wir diese Zeit gebraucht, um uns auf den Gegner einzustellen“, räumte Pascal Schmidt ein. „Wie wir dann zurückgekommen sind, war allerdings überragend“, ergänzte der Mittelfeldspieler.

Fußball-Oberliga: Rot-Weiß Ahlen - SV Schermbeck

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Zunächst taten sich die Gastgeber schwer, waren gemessen an den Vorwochen ungewöhnlich fehleraffin und überließen den Gästen die Initiative. Mal abgesehen von einem Drehschuss Pascal Schmidts (9.) in die Arme des SVS-Torwarts Cedric Drobe gehörte die erste halbe Stunde klar den Schermbeckern.

Die Ahlener waren nicht präsent und seltsam halbherzig in ihren Bemühungen. Das eröffnete Schermbeck Möglichkeiten. Eine Kopfball-Chance von Aldin Hodzic (16.) nach einem Eckball klärte Torhüter Bernd Schipmann auf Kosten einer erneuten Ecke. Die brachte Kilian Niewerth in den Strafraum, wo Lukas Steinrötter per Kopf zum 0:1 (17.) zur Stelle war. In der 20. Minute hätten die Gäste ihren Vorsprung beinahe ausgebaut, als die RWA-Abwehr wieder von der Rolle war – diesmal schob Niewerth die Kugel jedoch Bernd Schipmann in die Arme.

Stärken überlagern Schwächen

Wie aus dem Nichts fiel daher auch das 1:1 (33.) von Luca Steinfeldt per Kopf nach einem Eckball von Pascal Schmidt. Der Ausgleich löste vorhandene Blockaden. „Die Mannschaft ist soweit, dass sie erkennt, wenn sie nicht präsent ist“, stellte Roman Zengin sich und seinen Mitspielern ein Reifezeugnis aus.

Tatsächlich kam RWA nun spürbar mehr in Wallung. Timon Schmitz streichelte einen Heber zum 2:1 (38.) ins Netz, nachdem Luca Steinfeldt zuvor noch mit mehr Wucht gescheitert war. Kurz vor der Pause meldeten sich nochmals die Gäste, als ein abgefälschter Schuss von Marek Klimczok (44.) am Tor vorbeizischte.

Dass ihre Stärken ihre Schwächen mehr als kompensierten, bewiesen die Hausherren aber nur Sekunden später, als Sebastian Mai nach Zuspiel von Luca Steinfeldt auf 3:1 (45.) stellte. Ihre kühle Effizienz im Abschluss hatte ihnen eine beruhigende 3:1-Halbzeitführung beschert, obwohl Schermbeck optisch nicht wirklich schlechter ausgesehen hatte.

Nieddu hat zu viele Ideen

Im zweiten Abschnitt ein ähnliches Bild. Luca Steinfeldt (47./58.) versäumte es, den Vorsprung komfortabel zu gestalten. Im Griff hatten die Ahlener das Geschehen aber zu jeder Zeit. Doch auch die Gäste setzten offensive Akzente, die die Ahlener allerdings nicht in Bedrängnis brachten, da sie stets klären konnten. Das galt auch auf der Gegenseite, als Giuliano Nieddu (75.) frei vor SVS-Keeper Drobe den Abschluss zu sehr hinauszögerte und schließlich an ihm hängenblieb.

„Lupfen, links vorbei, rechts vorbei – da hatte ich zu viele Gedanken auf einmal“, gestand Nieddu. Rene Lindners Kopfball nach 83 Minuten wurde zudem von Kilian Niewerth noch vor der Linie geklärt. So ließ RWA letztlich Milde walten, gewann nur mit 3:1. „Ein Spiel frühzeitig und endgültig zu zumachen, ist etwas, das wir noch lernen müssen“, resümierte Trainer Christian Britscho.

Das ist womöglich aber auch schon das Einzige, was RW Ahlen in der aktuellen Verfassung noch von einer echten Spitzenmannschaft trennt.

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