Fußball
Andrick vor Rückkehr nach Roxel – Hebbeler vor Unterschrift in Hiltrup

Münster -

Einige Vereine wie der 1. FC Gievenbeck, Westfalia Kinderhaus oder Concordia Albachten haben ihre Hausaufgaben bereits erledigt und ihre Trainerstelle besetzt. Dagegen herrscht etwa bei Preußen Münster II; BW Aasee oder beim VfL Wolbeck noch keine Klarheit, wer die Aufgaben an der Seitenlinie wahrnehmen wird. Das Trainerkarussell dreht sich in der Stadt.

Montag, 16.12.2019, 18:34 Uhr
Marcel Pielage
Marcel Pielage

Im vergangenen Jahr war Kontinuität Trumpf. Bei Münsters überkreislichen Amateurclubs liefen Verträge der Chefcoaches zumeist entweder weiter oder wurden schnell verlängert. Die Wechsel hielten sich in Grenzen. Fast zwangsläufig liegen die Dinge jetzt anders. So abgedroschen es klingt, so wahr ist die Ansage: Das Trainerkarussell hat längst Fahrt aufgenommen.

Früh Fakten geschaffen hat der1.FCGievenbeck. Der Westfalenligist gab die Trennung von UrgesteinBenjaminHeekebekannt und holt sichFlorianReckels(bis vor einem Jahr TuS Altenberge) als Wunschlösung an Bord. Der 37-Jährige war zuvor auch mal kurzzeitig bei seinem Ex-Club BSV Roxel (Spieler und Assistent von Carsten Winkler ) im Gespräch. Denn beim Landesligisten hörtSebastianHänselnach drei Jahren auf und wird beim Bezirksliga-Spitzenteam SC Greven 09 gehandelt, wo er auch schon spielender Co-Trainer war. Er hatte seinen Weggang der Mannschaft schon im Oktober mitgeteilt.

Als Nachfolger zeichnet sichManuel Andrick , jahrelang Kapitän an der Tilbecker Straße, ab. Allerdings nicht allein. Die Kleeblätter haben ein Trainer-Tandem im Sinn. Noch aber fehlt die zweite Hälfte. Von der Besetzung dürfte abhängen, ob es ein gleichberechtigtes Gespann wird oder eines mit einer Hierarchie. „Die Gespräche laufen. Eigentlich wollte ich diese Frage bis Weihnachten beantworten. Das wird aber wohl eng“, gibtAljoschaGroß, Sportlicher Leiter des BSV, zu Protokoll. Andrick betreut aktuell in der zweiten Saison in seiner Heimat den TuS Sythen, Tabellenzweiter in der Kreisliga B. In Münster wohnt er aber noch immer. Auch deshalb würde er passen.

Völlig offen ist noch, wie es beiPreußenMünsterIIweitergeht. Der Oberligist hat sich nach dem Aufstieg gut akklimatisiert. Doch sollten die Profis absteigen, könnten auch Auswirkungen für die U 23 daraus folgen. Zwar könnten beide Mannschaften statutengemäß nur durch eine Spielklasse getrennt sein, doch wie der Etat für die Reserve aussähe, lässt sich heute noch nicht seriös sagen. Ohnehin hat der SCP in der Vergangenheit oft erst spät mit CoachSörenWeinfurtnerverlängert, der sich aber pudelwohl fühlt und nachgewiesenermaßen erfolgreiche Arbeit abliefert. Aktuell hilft er als Assistent im Drittliga-Team aus.

Vor einigen Jahren stand der 40-Jährige auch schon mal vor einem Engagement beimTuSHiltrup. Der Westfalenligist steht allerdings unmittelbar vor der Verlängerung mitChristianHebbeler. Der hat als frischer Spitzenreiter natürlich viele Argumente für sich, auch wenn es in der Hinrunde zwischendurch knirschte. Die Option auf die Meisterschaft ist so groß wie nie, eine Trennung am Saisonende hätte die Chancen schmälern können. „Offiziell fehlt nur noch die Tinte unter einem neuen Vertrag. Wir sind uns einig. Beide Seiten wollen verlängern“, sagt Rolf Neuhaus. Der TuS, so der Vorsitzende der Fußballabteilung, wird dabei dem Wunsch Hebbelers nachkommen und die Zusammenarbeit nur um ein Jahr verlängern: „Das macht Christian immer so.“

Seit dem Wochenende geklärt sind die Angelegenheiten zwischenWestfaliaKinderhausundMarcelPielage. Der 37-Jährige hat eine Traumbilanz, führte das Team in die Landesliga, wurde dort Vize und ist jetzt Erster. „Ich freue mich riesig darüber, bin weiterhin hoch motiviert“, verrät Pielage, der im Sommer dann in die vierte Saison geht.

Geregelt sind die Dinge zumindest teilweise in der Bezirksliga .JensTruckenbrodhat beiConcordiaAlbachtenden Stab schon anMarcoMüllerweitergegeben,YannickBauerhat bei TabellenführerBorussiaMünsterverlängert. Fraglich ist, wie es mitBWAaseeundAndréKuhlmannweitergeht. Der Trainer ist erst seit einem halben Jahr im Amt, im Januar fällt die Entscheidung. „Beide Seiten haben die gleiche Tendenz, wir wollen aber erst auch mit den Spielern sprechen“, sagt er kryptisch. Ebenfalls noch ungeklärt ist die Zukunft vonAloisFetsch, der beimVfLWolbeckim vierten Jahr ist. Laut sportlichem Leiter Lars Anfang gab es noch keine Zusammenkunft: „Wir werden die Winterpause nutzen. Ob noch im Dezember oder erst im Januar, ist offen. Wir machen es ganz entspannt. Auf alle Fälle ist Louis unser erster Ansprechpartner.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7138340?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F3814580%2F
Nachrichten-Ticker