Volleyball: Bundesliga Frauen
USC geht mit Selbstvertrauen ins NRW-Duell

Münster -

Der USC Münster steht vor richtungsweisenden Wochen. Am Sonntag kann er im Heimspiel gegen Aachen den 3.2-Sieg beim Meister Stuttgart veredeln. Es folgen Duelle mit den „Kellerkindern“ Suhl und Erfurt. Da bietet sich die Chance zur Aufholjagd im Klassement.

Freitag, 17.01.2020, 16:14 Uhr aktualisiert: 19.01.2020, 13:12 Uhr
Bitte nachlegen: Ivana Vanjak (l.) und ihre Teamkolleginnen wollen gegen Aachen den Stuttgart-Coup bestätigen.
Bitte nachlegen: Ivana Vanjak (l.) und ihre Teamkolleginnen wollen gegen Aachen den Stuttgart-Coup bestätigen. Foto: imago-images

Der Coup beim Deutschen Meister hallte auch am Freitag noch nach. Die Stimmung am Morgen beim ersten Wiedersehen nach dem 3:2-Erfolg bei Allianz MTV Stuttgart war gelöst, mit bester Laune läuteten Kapitänin Barbara Wezorke, Linda Bock und Co. die Vorbereitung auf die nächste Partie ein. Die steigt am Sonntag (14.30 Uhr) in der Halle Berg Fidel und ist das einzige NRW-Duell – der USC Münster empfängt die Ladies in Black Aachen und hat die Chance, mit einem weiteren Sieg vielleicht eine kleine Serie einzuläuten. Geht es doch in der Woche danach gegen den VfB Suhl und SW Erfurt.

Doch gemach, zunächst wartet die schwere Aufgabe gegen die Aachenerinnen, mit denen Münster in der jüngeren Vergangenheit so seine Probleme hatte – auch das Hinspiel im Dreiländereck ging mit 0:3 verloren. Das Ergebnis aber hört sich klarer an, als es war, bis jeweils in die Endphase der Sätze mischte der USC mit. „Da haben damals dann Kleinigkeiten gefehlt, wir waren nicht so weit weg. Da haben kleinere Fehler den Ausschlag gegeben“, sagt Trainer Teun Buijs , der den Schwung aus dem Stuttgart-Spiel zu gerne in den Vergleich mit den Schwarz-Gelben transportieren möchte. „Der Sieg war wichtig für die Tabelle, für das Selbstvertrauen und für das Wissen, dass wir richtig gut Volleyball spielen können. Ich denke, dass wir uns im Laufe der Saison angepasst haben an das schnelle Spiel und eine bessere Taktik in der Abwehr und im Block gefunden haben. Das heißt aber nicht, dass wir jetzt sagen können, dass wir nach Stuttgart auch Aachen schlagen. Dies kann man nicht eins zu eins übertragen, dafür haben die beiden Mannschaften andere Strukturen“, meint Buijs.

Bei den Ladies in Black, die als Tabellenvierter das Verfolgerfeld der Bundesliga anführen, sticht in dieser Spielzeit Maja Storck auf der Diagonalen hervor, im Ranking der Top-Scorer ist sie derzeit Vierte – und steht damit direkt vor Münsters Ivana Vanjak, die am Mittwoch im Schwabenland mit 22 Punkten herausragte. Neben der Schweizerin Storck tauchen noch Tessa Polder, Vanessa Agbortabi und Marrit Jasper – die Niederländerin landete in der Aachener Partie gegen Schwerin (0:3) nach einem Angriff auf dem Ball und droht nun auszufallen – unter den besten 20 Angreiferinnen der Liga auf. Eingesetzt wird dieses Quartett entweder von der Belgierin Aziliz Divoux oder von der ehemaligen USC-Kapitänin Mareike Hindriksen, die zum Wiedersehen an den Berg Fidel kommt. Auch als Starterin? „Es kann sein, dass Mareike gegen uns beginnt, weil sie uns ja noch kennt. Aber wir sind vorbereitet auf beide“, erklärt Buijs, der seinerseits keine Ausfälle zu beklagen hat.

Perfekte Voraussetzungen für ein packendes NRW-Duell – und vielleicht für den zweiten Sieg am Stück. Das gab es in dieser Saison ja auch noch nicht.

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