Reiten: Bundeschampionate
Geballte Charmeoffensive soll Turnier attraktiver machen

Kreis Warendorf -

Ein umfangreiches Programm an Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der Bundeschampionate stellten in Warendorf Turnierleiter Markus Scharmann, Otto Becker, Bundestrainer der Springreiter, und Volker Wulff, Inhaber der Vermarktungsagentur Engarde, im Rahmen eines Pressetermins vor.

Mittwoch, 26.02.2020, 05:36 Uhr aktualisiert: 26.02.2020, 19:57 Uhr
So voll wollen die Veranstalter der Bundeschampionate die Tribünen an allen fünf Wettkampfplätzen gerne wieder sehen.
So voll wollen die Veranstalter der Bundeschampionate die Tribünen an allen fünf Wettkampfplätzen gerne wieder sehen. Foto: Thomas Hartwig

Der Grund: Die seit 1994 jeweils Anfang September in Warendorf ausgetragenen Bundeschampionate des deutschen Reitpferdes und Reitponys sahen in den letzten Jahren weniger Zuschauer und besonders bei den Springprüfungen auch deutlich weniger Pferde.

Das Paket aus rund 40 Einzelmaßnahmen zielt einerseits auf die teilnehmenden Reiter, Pferdebesitzer und Züchter ab, soll aber auch den Zuschauern zahlreiche Vorteile bringen. So wird das seit einigen Jahren existierende Youngster-Championat für siebenjährige Springpferde nun zum vollwertigen Bundeschampionat in dieser Altersklasse und Disziplin. Zusätzlich wird am Samstagabend unter Flutlicht ein Großer Preis für achtjährige und ältere Pferde geboten, die sich im Laufe ihrer Karriere mindestens einmal für die Bundeschampionate qualifiziert haben. Besondere Freude für Pferdebesitzer und Reiter dürften die deutlichen Anhebungen im Bereich der Geldpreise sein. Gab es in den Altersklassen der fünf- bis siebenjährigen Springpferde bisher jeweils eine Gesamtdotierung von 5000 bis 6000 Euro, so werden 2020 pro Finalprüfung 25 000 Euro ausgeschüttet. Die gleiche Summe steht für den Großen Preis am Samstagabend zur Verfügung. Eine weitere Innovation könnte manchen internationalen Spitzenreiter wieder nach Warendorf locken. Durften bisher beim Bundeschampionat bis auf ganz wenige Ausnahmen die Pferde nur mit den Reitern starten, mit denen sie sich zuvor qualifiziert hatten, dürfen sie nun auch von anderen Reitern geritten werden.

25 000 Euro pro Finalprüfung

Auch die Besucher können sich über einige Neuerungen freuen. So wird das Parken künftig kostenlos sein und Shuttle-Fahrzeuge stehen bereit, um sie auf das weitläufige Gelände zu transportieren. Kostenlos sind zukünftig auch die Starter- und Ergebnislisten. Züchter von Pferden, die für das Bundeschampionat qualifiziert und genannt sind, erhalten als Anerkennung ihrer Züchterleistung kostenlose Dauerkarten.

Bundestrainer Otto Becker (Sendenhorst), der in seiner eigenen Sportkarriere drei Mal Pferde zum Titel des Bundeschampions ritt, zeigte sich sehr zufrieden mit den Maßnahmen: „Für mich waren die Bundeschampionate immer ein Highlight. Die Zucht ist eine der wichtigen Säulen im Pferdesport, der wir unsere Erfolge verdanken. Dank der neuen Zeiteinteilung erwartet aber auch die Besucher am Wochenende ein super attraktives Programm. Jetzt können sie von Freitag bis Sonntag alle Springpferde live miterleben“, sagte Becker.

Die Bundeschampionate

Die Bundeschampionate auf dem Gelände des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) in Warendorf in sind das Schaufenster der deutschen Pferde- und Reitponyzucht. Alljährlich wetteifern Anfang September über fünf Tage hinweg mehr als 800 der besten Drei- bis Siebenjährigen in rund 20 verschiedenen Alters- und Disziplinklassen um den Titel des jeweiligen Bundeschampions. Die internationalen Sportkarrieren etlicher Pferde, die später Olympia-Sieger wurden, nahmen hier ihren Anfang. Da in den letzten Jahren die Besucherzahlen von mehr als 40000 auf knapp 36500 in 2019 zurückgingen, haben sich die Veranstalter für 2020 einiges einfallen lassen.

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