Handball: 3. Liga Nord-West
Alles gekappt – nichts klappt: Ahlener SG verliert bei LiT Tribe Germania

Ahlen -

Die Abstiegssorgen werden immer größer. Auch bei LiT Tribe Germania verlor die Ahlener SG. Dabei hielt sie bis zur Pause gut mit. Was dann allerdings folgte, machte Trainer Sascha Bertow ratlos.

Sonntag, 01.03.2020, 20:13 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 13:42 Uhr
Wieder nur betretene Mienen gab es bei Philipp Dommermuth, Felix Harbaum und ihren Teamkollegen. Die ASG war nach der Halbzeit völlig indisponiert.
Wieder nur betretene Mienen gab es bei Philipp Dommermuth, Felix Harbaum und ihren Teamkollegen. Die ASG war nach der Halbzeit völlig indisponiert. Foto: René Penno

Das Fehlermuster wiederholt sich. Wieder einmal hat sich die Ahlener SG selbst aus dem Rennen gekegelt, hat sich nach ordentlicher erster Hälfte nach der Pause einen kollektiven Blackout genehmigt und dafür die Quittung erhalten. Bei LiT Tribe Germania in Nordhemmern gab es eine 21:24 (12:12)-Niederlage.

Verbindungsschwierigkeiten

Dabei hatten die beiden Geschäftsführer Andreas Bartscher und Klaus Jäger dem Team wenige Tage zuvor im Training einen Besuch abgestattet, um die Spieler mit einer Ansprache zu kitzeln, zu motivieren. Die ersten 30 Minuten für sich genommen, schien die Maßnahme gefruchtet zu haben. Die Ahlener gingen mit 2:0 in Führung und verteidigten diese über 4:1 (8.), 6:3 (15.) und 12:10 (28.).

„Bis zur Halbzeit hat unsere Leistung in Abwehr und Angriff gestimmt“, hielt Trainer Sascha Bertow fest. In Hälfte zwei allerdings folgte der ASG-Auftritt dem in dieser Saison häufig gewählten Motto „Alles gekappt – nichts klappt“. Die Ahlener schienen die Verbindung zu sich selbst verlieren. „Wir hatten zwar noch Chancen, haben aber nicht mehr getroffen. Unsere Fehlwürfe multipliziert mit unseren technischen Fehlern waren dann natürlich zu viel“, sagte Bertow. Anders als sonst nahm der ASG-Coach früh seine Auszeiten, um korrigierend einzugreifen.

15 Minuten – ein Tor

Doch auch das half nicht. LiT machte erst aus dem 12:12-Pausenstand erst ein 15:12, dann ein 20:13 (43.). Die Ahlener brachten 13 Minuten lang – zieht man die zwei Minuten vor der Halbzeit hinzu, war es sogar eine Viertelstunde – nur ein einziges, mickriges Törchen zustande.

„Die Verunsicherung war schon zu spüren“, räumte Sascha Bertow ein. Wieder rafften sich seine Jungs auf, robbten sich noch mal auf 22:16 (51.) und 23:18 (55.) heran. Zu spät. Zumal bis auf Mattes Rogowski, sechs Siebenmeter plus sechs Feldtore, am gestrigen Tag niemand sonst im Rückraum zuverlässig zu treffen vermochte.

„Warum in der zweiten Hälfte nichts mehr bei uns lief, weiß ich nicht“, gestand Sascha Bertow ratlos. Da mit dem VfL Gummersbach 2 ein Konkurrent im Abstiegskampf mit 34:31 gegen den Leichlinger TV gewonnen hat, beträgt der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz nun schon fünf Punkte. „Ich werde bestimmt nicht den Kopf in den Sand stecken“, erklärte Bertow trotzig. „Wir können jetzt ja nicht einfach sagen: Das war’s. Dafür sind wir alle zu ehrgeizig. Wir machen weiter.“

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