Tischtennis: Verbandsliga Frauen
Damen des TuS Hiltrup melden sich in der Oberliga zurück

Münster -

Saison abrupt beendet, Ziel dennoch erreicht: Die Tischtennis-Damen des TuS Hiltrup schlagen in der nächsten Saison wieder in der Oberliga auf. Als Zweitplatzierter der aktuellen NRW-Liga-Saison nimmt das ehrgeizige Quartett die Option gern wahr.

Dienstag, 07.04.2020, 15:48 Uhr aktualisiert: 07.04.2020, 21:28 Uhr
Frederike Starp (v.l.) , Miriam Kötter, Antonia Rewer und Melanie Meredig
Frederike Starp (v.l.) , Miriam Kötter, Antonia Rewer und Melanie Meredig Foto: TuS Hiltrup

Gewinner gibt es in der Corona-Krise auch im Sport keine, ab und an allerdings zumindest Nutznießer: Einer ist die 1. Tischtennis-Damenmannschaft des TuS Hiltrup . Die steigt als Zweiter der NRW-Liga in die Oberliga auf. Drei Jahre nach dem freiwilligen Verzicht auf die Abstiegsrelegation kehrt das TuS-Quartett damit in die Oberliga zurück, der sie zuvor elf Jahre in Folge angehört hatte.

Als am vergangenen Mittwoch unter die Tischtennis-Saison 2019/20 vom DTTB ein Schlussstrich gezogen wurde, da war zumindest in den Ligen auf Bundesebene geregelt, wer aufstiegen darf und wer absteigen muss. Nicht aber an der Schnittstelle zwischen den Ligen des DTTB und denen des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes (WTTV). Eine knappe Mail von Staffelleiter Reinhardt Hantke (Duisburg) am Wochenende brachte dann Klarheit. Der TuS Hiltrup und der TTC Bärbroich als Zweiter der Parallelstaffel erhalten einen Platz in der Oberliga. Antonia Rewer, Melanie Meredig , Miriam Kötter und Frederike Starp mussten nicht lange überlegen, ob sie den angebotenen Platz annehmen. „Einstimmig Aufstieg“, lautete die knappe Antwort der erfahrenen, nimmermüden Mannschaftsführerin Melanie Meredig.

Die Hiltruperinnen werden nach dem Rückzug von Borussia Münster im Januar 2019 auch wieder ein echtes Derby haben. „Nach Ottmarsbocholt müssen wir nur einmal durch die Davert“, freut sich Ralf Brameier, Sportlicher Leiter beim TuS, auf die beiden Spiele gegen die Blau-Weißen und natürlich mit den Borussen-Damen. „In der Rückrundentabelle standen wir zum Zeitpunkt des Abbruchs immerhin auf Platz eins“, so Brameier.

Dass die Hiltruperinnen in dieser Saison durchaus würden oben mitspielen können, kam nicht so überraschend. Immerhin wechselte mit der in Dortmund wohnenden Miriam Kötter eine ebenso spielstarke wie ehrgeizige Spielerin zum TuS. 27:15 Einzel erspielte sich Kötter in ihrer ersten Saison beim TuS. Beste Hiltruperin war Spitzenspielerin Antonia Rewer (30:10). Melanie Meredigs Bilanz von 21:14 im oberen Paarkreuz ist ebenso respektabel wie die von Frederike Starp mit 19:15. Die in Billerbeck wohnende Linkshänderin hat noch erhebliches Entwicklungspotenzial. Für sie ist der Aufstieg ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk – am Mittwoch wird Starp 16 Jahre alt. 21:11 Doppel und 14 von 16 Spielen in Bestbesetzung sind ein weiterer Beleg dafür, dass sich da ein ausgeglichenes Team gefunden hat, das es zusammen in der Oberliga probieren will.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7361478?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F3814580%2F
Nachrichten-Ticker