Volleyball: Bundesliga Frauen
USC-Coach Buijs sieht Schnellangriff als großes Plus

Münster -

Drei Leistungsträgerinnen verloren, aber viele neue Optionen gewonnen: Frauen-Bundesligist USC Münster sieht sich für die Saison gut gerüstet. „Wir können mit allen mithalten“, sagt Coach Teun Buijs.

Dienstag, 21.07.2020, 19:00 Uhr
Ralph Bergmann soll beim USC Münster mit Coach Teun Buijs die Weichen für die Zukunft stellen.
Ralph Bergmann soll beim USC Münster mit Coach Teun Buijs die Weichen für die Zukunft stellen. Foto: USC

Zwei Schultern tragen aktuell die Last rund um die Bundesliga-Frauen des USC Münster . Sportchef Ralph Bergmann und Chefcoach Teun Buijs mussten den Weggang von drei Leistungsträgerinnen (Ivan Vanjak, Lina Alsmeier, Luisa Keller) hinnehmen, haben für den Umbruch aber auch schon ordentlich auf dem Transfermarkt zugelangt.

Bergmann sieht sich gut gerüstet. „Das Team ist älter geworden, aber auch ausgeglichener – und hat dadurch viel mehr Optionen.“ Auch Buijs möchte sich nicht lange mit dem Weggang des Trios befassen. „Wir haben in den letzten drei Jahren eine komplett neue Mannschaft mit vielen jungen Spielerinnen aufgebaut. Auf dem Weg dorthin haben wir einige Mädels verloren, die zu großen Vereinen wechselten.“ Dennoch habe der USC immer wieder qualitativ starken Ersatz gefunden.

Neu sortieren muss der Niederländer aber seinen Annahmeriegel, aus dem nur Linda Bock bleibt. Er setzt dafür aus eine Mischung aus Erfahrung, Talent und Kraft. Emotionen und Energie sind das, was er bei den Neuzugängen Nele Barber, Anika Brinkmann, Helo Lacerda und Adeja Lambert schätzt.

„Mit der erfahrenen Gruppe, die wir jetzt haben, können wir mit allen mithalten“, findet der Coach, der einen großen Vorteil im Verbleib beider Zuspielerinnen und dreier Mittelblockerinnen sieht. „So haben wir einen hochwertigen Schnellangriff und dazu gute Fähigkeiten im Aufschlag.“ Schlüssel bleibe aber die Annahme.

Unterschiedliche Ansätze verfolgen die beiden USC-Lenker beim Thema Geisterspiele. „Für mich klingt es schrecklich, ohne Zuschauer zu spielen“, sagt Buijs. Bergmann sieht das nicht anders, merkt aber auch an: „Gesundheit geht ohne Zweifel vor. Eine gute mentale Einstellung wird wichtig sein.“ Mit Anne Orthmann und Dr. Sebastian Brückner hat der Club zwei Experten für dieses Gebiet engagiert. Womöglich kann es ein Vorteil sein, bei den Top-Teams in Schwerin und Dresden, die einige Umwälzungen im Aufgebot hatten, früh und damit wohl ohne Publikum antreten zu müssen. „Beide profitieren von den Emotionen, andererseits können und müssen sich Profis auch anpassen“, sagt Bergmann.

Die Zusammenarbeit zwischen ihm und Buijs, so betonen beide, ist sehr gut angelaufen. „Wir arbeiten für dieselben Ziele und hatten viele Treffen“, so der Trainer-Routinier, der die neue Hauptamtlichkeit für den Posten des Sportlichen Leiters hervorhebt. „Es läuft gut“, so Bergmann. „Auch wenn durch die Corona-Zeit bisher natürlich alles anders war also sonst.“

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