Beachvolleyball: DM in Timmendorfer Strand
Finale knapp verpasst, aber Bronze für Behrens/Tillmann

Münster -

Cinja Tillmann hat ihren Bronze-Hattrick bei den Deutschen Meisterschaften perfekt gemacht und zum vierten Mal nach 2012, 2018 und 2019 in Timmendorfer Strand den dritten Platz belegt. Wie im Vorjahr schaffte sie es mit Partnerin Kim Behrens auf das Podium – wie im Vorjahr aber fehlte dem Beachvolleyball-Duo aus Münster nicht viel, um das Endspiel um die nationale Krone zu erreichen.

Sonntag, 06.09.2020, 15:52 Uhr aktualisiert: 11.09.2020, 15:22 Uhr
Nachdem die Enttäuschung über das verpasste Finale verraucht war, freuten sich Kim Behrens (l.) und Cinja Tillmann über Bronze – bereits im Vorjahr war das Duo DM-Dritte geworden.
Nachdem die Enttäuschung über das verpasste Finale verraucht war, freuten sich Kim Behrens (l.) und Cinja Tillmann über Bronze – bereits im Vorjahr war das Duo DM-Dritte geworden. Foto: imago-images

Die Finalchance, sie war da für Kim Behrens und Cinja Tillmann. Im Halbfinale der Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand hatte das Beachvolleyball-Duo gegen die topgesetzten Laura Ludwig und Margareta Kozuch im Tiebreak nach der 3:1-Führung bis zum 10:10 ihren Zwei-Punkte-Rückstand aufgeholt und gingen Seite an Seite mit dem Nationalteam in die Crunchtime. Am Ende reichte es nicht, mit 17:21, 21:15, 13:15 unterlagen Behrens/Tillmann. Die Goldhoffnungen waren beendet – und gleichzeitig auch das Turnier, da die verletzte Victoria Bieneck mit ihrer Partnerin Isabel Schneider nicht mehr im kleinen Finale antreten konnte und Behrens/Tillmann somit kampflos zu Bronze gratulierten.

Die Enttäuschung war groß nach der Niederlage, die gleichzeitig eine verpasste Revanche für das Vorjahreshalbfinale war. 2019 hatten die Münsteranerinnen auch gegen Ludwig/Kozuch verloren, damals 16:18 im Tiebreak. „Es ist echt ärgerlich, wir hatten diesmal wieder Chancen und haben diese wieder liegengelassen. Darüber haben wir uns richtig geärgert“, sagte Tillmann, die zugab, dass ihr das Ergebnis noch eine Zeit lang nachhing. Auch weil ihr und Behrens die Möglichkeit genommen wurde, sportlich im Duell um Bronze eine Antwort geben zu können. „Wir hätten uns gerne den dritten Platz erspielt. So war es ein komisches Gefühl.“

Im Zwiespalt der Gefühle

Mit einem solchen verließen Behrens/Tillmann auch am Freitagabend den Center Court am Ostsee-Strand. Nicht wegen der eigenen Leistung, sondern wegen der kuriosen Situation, dass beim gegnerischen Duo mit Karla Borger (Schulter) und Julia Sude (Sprunggelenk) gleich beide Spielerinnen im zweiten Satz passen mussten. „Das Ende war traurig, und wir haben mitgefühlt mit den beiden“, erklärte Tillmann, die auch zu diesem Zeitpunkt emotional in einem „Zwiespalt“ war. „Eigentlich ist es ein tolles Gefühl, in Timmendorf ins Halbfinale einzuziehen. So aber war es schade.“

Fünfmal vor Zuschauern

Am Ende blieb wie im Vorjahr Bronze – und die Gewissheit, ein gutes Turnier gespielt zu haben. Erstmals wieder vor Zuschauern, in ihren fünf Partien durften Behrens/Tillmann jeweils auf dem Center Court vor 200 Fans spielen. Ungewohnt, aber „schön“. Wie auch das Edelmetall.

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