Fußball: Regionalliga West
Engelmann beschert RW Essen den 1:0-Sieg über Preußen Münster

Essen -

Simon Engelmann hat RW Essen im West-Schlager den Sieg über Preußen Münster beschert. Der Stürmer traf vor den Augen von Trainer-Legende Otto Rehhagel zum 1:0 (0:0) nach 51 Minuten. Das Team von Trainer Sascha Hildmann kassierte dagegen die zweite Saisonniederlage und erwartet am Mittwoch den SC Wiedenbrück.

Samstag, 17.10.2020, 16:47 Uhr aktualisiert: 17.10.2020, 17:10 Uhr
Fußball: Regionalliga West: Engelmann beschert RW Essen den 1:0-Sieg über Preußen Münster
Augen zu und durch: Münsters Alexander Langlitz und Essens Oguzhan Kefkir in einem packenden Zweikampf. Foto: Jürgen Peperhowe

Dämpfer für den SC Preußen Münster : Der Fußball-Regionalligist verlor den „wiederbelebten“ West-Schlager bei RW Essen mit 0:1 (0:0). Wer sonst als Simon Engelmann , der Regionalliga-Torschützenkönig der letzten beiden Spielzeiten, traf für die Hausherren zum Sieg. Der SCP hatte seine beste Chance durch einen Innenpfostentreffer von Joel Grodowski (21.) und einen Freistoß von Joshua Holtby (90.+3). Es war wohl ein am Ende verdienter Erfolg der Rot-Weißen gegen einen SCP, der gerade im harten Mittelfeld-Gerangel gegen den Aufstiegsaspiranten Lehrgeld zahlen musste, sich aber nicht schlecht verkaufte.

Trainer Sascha Hildmann hatte im Vorfeld gesagt, dass RWE einen großen Vorteil durch die lange Sommer-Vorbereitung haben könnte. Das war der Fall, Essen agierte abgeklärter und entschlossener, aber auch eingespielter. Hildmann sagte: „Vom Willen her kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Aber es wäre mehr drin gewesen für uns, Essen hat einen Ausnahmekader.“ Das Ergebnis würde das bestätigen. Essens Coach Christian Neidhart war natürlich zufrieden, nur an einer Sache hatte er etwas auszusetzen: „Es ist eine Schande, so ein Spiel hätte mehr Zuschauer verdient.“ Immerhin war Otto Rehhagel, die Trainer-Legende, auf der Tribüne Augenzeuge dieser Partie. RWE bleibt damit ungeschlagen, der SCP fällt vor dem Mittwochs-Heimspiel gegen Wiedenbrück etwas zurück.

Erdogan für Klann in Startelf

Eine Woche nach dem Heimerfolg über SF Lotte (4:1) stellte Hildmann seine Mannschaft auf einer Position um. Für Dominik Klann rückte Okan Erdogan in die defensive Mittelfeldzentrale. „Essen ist unausrechenbar“, hatte der SCP-Coach vor der Partie gesagt. Was er aber wisse, sei, dass RWE über die Physis kommen werde. Deshalb ersetzte er den noch unerfahrenen Klann durch den in der 3. Liga erprobten Erdogan, auch um in Kopfballduellen und bei Standardsituationen mehr Präsenz zeigen zu können.

9. Spieltag, Saison 2020/21: Rot-Weiß Essen – SC Preußen Münster

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  • Hoch das Bein: Dennis Daube behauptet den Ball vor Oguzhan Kefkir.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Osman Atilgan und Simon Engelmann kämpfen um das runde Leder.

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  • Kopfballduell zwischen Joshua Holtby und Alexander Hahn.

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  • Simon Scherder bekommt einen Turban verpasst.

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  • Joel Grodowski und Alexander Hahn.

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  • Simon Scherder und Marco Kehl-Gomez steigen hoch zum Ball.

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  • Joshua Holtby gegen Marco Kehl-Gomez.

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  • Alexander Langlitz gibt alles gegen Oguzhan Kefkir.

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  • Sehen Sie im Folgenden viele weitere Fotos vom Spiel in Essen.

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Gerade einmal 80 Sekunden waren gespielt, da kassierte Dennis Daube eine Gelbe Karte. Er holte den schnellen Isiah Young von den Beinen, die Verwarnung trug Münsters zentraler defensiver Mittelfeldspieler nun mit sich. Das war nicht leistungsfördernd, Daube musste sich praktisch aus allen Zweikämpfen raushalten.

Fünf wilde Minuten

Und Essen übernahm früh das Kommando. Ex-Preuße Dennis Grote (10.) hatte die erste große Einschusschance der Hausherren, die Max Schulze Niehues gerade noch abwehren konnte. Doch es folgten fünf wirklich wilde Minuten für die Preußen, in denen sie zweifellos in Rückstand hätten geraten können. Denn Marco Kehl-Gomez (13.) traf nur die Latte, keine Minute später hatte Cedric Harenbrock die Möglichkeit zum 1:0. Schließlich traf Oguzhan Kefkir (15.) den Querbalken. Essen hatte die Führung auf dem Fuß, Münster in dieser Phase riesiges Glück.

Doch dann beruhigte sich das Geschehen etwas, Münster hielt nun auch körperlich dagegen. Joel Grodowski, der von Essens Verteidiger Alexander Hahn hart bearbeitet wurde, konnte sich dennoch nach einem Schussversuch von Julian Schauerte (21.) in Szene setzen – und traf nur den Innenpfosten. Essen blieb die überlegene Mannschaft, hatte aber nun keine zwingenden Abschlüsse mehr. Vielmehr vergab der SCP durch Grodowski (42.) eine glänzende Konterchance leichtfertig.

Scherder mit Turban

Dass Münsters Simon Scherder noch im Spiel blieb, dürfte seiner gesunden Härte zuzuschreiben sein, denn kurz vor der Pause verpasste ihm Essens Angreifer Simon Engelmann einen Ellenbogen-Check. Scherder konnte nach einer mehrminütigen Verletzungspause mit Turban weiterspielen, er hatte auf der Stirn eine blutige Wunde und wurde auf dem Feld fünffach getackert, die Wunde sollte am Samstag noch in Münster im Krankenhaus „richtig“ genäht werden. Scherder blieb drin bis zur letzten Minute, dafür war Daube nach der Pause raus. Dominik Klann kam für den Gelb-Rot-gefährdeten Mittelfeldspieler.

Engelmann zum 1:0

Der SCP kam hellwach aus der Kabine und hatte eine Top-Chance, als Osman Atilgan flankte und Julian Schauerte im allerletzten Moment von Sandro Plechty geblockt wurde. Bei der anschließenden Ecke kam Scherder zum Kopfball, das ließ er sich nicht nehmen. Das ließ sich gut an, wenn da nicht Simon Engelmann gewesen wäre. Essens Torjäger „staubte“ zum 1:0 ab, weil Schulze Niehues einen Schuss von Sandro Plechaty mit den Fingerspitzen nur zur Seite ablenken konnte. RWE führte, und das nicht unverdient. Hildmann reagierte sofort und wechselte mit Benedikt Zahn einen frischen Stürmer für den glücklosen Grodowski ein.

Der SCP mühte sich, hatte die eine oder andere „scharfe“ Hereingabe, aber keine echten Qualitätschancen. Es war ein umkämpfte, intensive Regionalliga-Partie, aber halt auch kein spielerisches Feuerwerk. Kampf und Einsatz waren Trumpf. Aber auch die Essener arbeiteten sich an ihrer Führung ab, Konter oder gute Chancen hatten die Hausherren auch nicht. Es war nun ein zähes Ringen. Münster nahm den Kampf jetzt an, aber es fehlte an Durchschlagskraft, die eine zündende Idee.

Holtbys letzter Schuss

Und dann noch der letzte Moment zum Ausgleich: Essens Torwart Daniel Davari nahm den Ball an der Strafraumgrenze in die Hand, Schiedsrichter Florian Visse gab Freistoß. Der gut geschossene Ball von Joshua Holtby wurde aber von Davari wiederum glänzend geklärt. Hildmann: „Ich hätte mich wahnsinnig über den Ausgleich gefreut.“

Essen: Davari – Grund, Hahn, Heber, Plechaty - Grote, Kehl-Gomez – Young (77. Backszat), Harenbrock (68. Dorow), Kefkir (77. Hildebrandt) – Engelmann (85. Endres). – Trainer: Neidhart. - Ersatzbank: Golz (Tor), Platzek, Behounek.

Münster: Schulze Niehues – Langlitz, Scherder, Hoffmeier, Heidemann (81. Möbius) – Daube (46. Klann), Erdogan – Schauerte, Holtby, Grodowski (54. Zahn) – Atilgan (68. Remberg). – Trainer: Hildmann - Ersatzbank: Dedovic (Tor), Borgmann, Frenkert.

Tor: 1:0 Engelmann (51.) – Zuschauer: 300. – Schiedsrichter: Visse (Hörstel). – Gelbe Karten: Engelmann, Kefkir, Davari / Daube, Atilgan

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