Handball: 3. Liga
Es kommt was Großes auf sie zu – Ahlener SG beim ATSV Habenhausen

Ahlen -

Vorausgesetzt, es kommt nicht wieder kurzfristig etwas dazwischen, fährt die Ahlener SG am Samstag nach Bremen. Beim dortigen ATSV Habenhausen bekommt es die Mannschaft mit ziemlich langen und robusten Kerlen zu tun. Sascha Bertows Lösung dagegen: viel Bewegung für seine Truppe.

Donnerstag, 22.10.2020, 19:37 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 18:44 Uhr
Ferdi Hümmecke (r.) hat zuletzt pausiert, steht der Ahlener SG in Habenhausen aber wieder zur Verfügung.
Ferdi Hümmecke (r.) hat zuletzt pausiert, steht der Ahlener SG in Habenhausen aber wieder zur Verfügung. Foto: René Penno

Können sie spielen oder können sie nicht? Nach der zuletzt ziemlich kurzfristigen Absage des Heimspiels der ASG-Handballer gegen LIT 1912 Tribe richtet sich der Blick vor dem Wochenende unweigerlich auf das Coronageschehen in Bremen. Von dort kam am Mittwoch die Nachricht, dass der Bremer Fußball-Verband den Spielbetrieb am Wochenende aussetzt. Grund waren etliche Spieler, die sich in Quarantäne begeben mussten. Ein fairer Wettbewerb sei so nicht mehr gegeben. Für die Drittliga-Handballer herrschte dagegen mit Stand Donnerstagnachmittag weiterhin grünes Licht. ASG-Coach Sascha Bertow hatte von einer drohenden Absage noch nichts vernommen. Für die Seinen geht es damit also wohl am Samstag auf die Reise zum Auswärtsspiel beim ATSV Habenhausen , dem Verein aus einem Ortsteil von Bremen.

Viel Bewegung soll die Lösung sein

Dort erwartet seine Truppe mutmaßlich ein heißer Tanz gegen eine „körperlich sehr starke und groß gewachsene Mannschaft“, wie Sascha Bertow betont. Vor allem die Rückraumschützen mit Gardemaß bereiten ihm im Vorfeld der Partie etwas Kopfzerbrechen. Denn deren Würfe gilt es bestmöglich zu verhindern. Auch auf der anderen Seite des Feldes müssen die körperlichen Voraussetzungen bedacht werden. „Wir müssen ihre Abwehr ziemlich viel bewegen, damit die großen Jungs in die Seitwärtsbewegung müssen“, sagt Ahlens Trainer.

Vor allem aber wird es auch um die Grundtugenden gehen. „Die kämpfen wie Schwein“, formuliert es Bertow flapsig. Und genau das müsse seine Mannschaft eben auch tun. Aller Voraussicht nach wird die Partie beim ATSV also eine der intensiveren Art.

Habenhausen verpflichtet nach Ausfall weiteren Torwart

Die Hausherren haben ihren ohnehin schon nicht kleinen Kader gerade noch um einen weiteren Torwart ergänzt: Der Pole Rafal Grzybowski misst 1,92 Meter, hat bereits in Polen und Luxemburg gespielt und war zuletzt beim Drittligisten TV Willstätt im Einsatz, wo sein Vertrag allerdings ausgelaufen war. Der ATSV reagierte mit der Verpflichtung auf die langfristige Verletzung von René Steffens, der mit einem Bandscheibenvorfall wohl monatelang ausfallen wird. Nominell erster Mann im Kasten ist zurzeit aber Daniel Sommerfeld, der zuletzt gegen Lippe und Baunatal seine Sache sehr gut machte.

ATSV war gegen Baunatal in der Nähe eines Punktes

Apropos Baunatal: Gegen das Team, gegen das die Ahlener vor der unfreiwilligen Zwangspause mit 27:40 gleich zwei blaue Augen kassierten, spielten die Bremer vergangene Woche ebenfalls und waren bei der 20:26-Niederlage dank einer guten Torwartleistung und einer starken Abwehr zumindest in der Nähe von etwas Zählbarem. Auch das sollte den Ahlenern Warnung genug sein.

Hümmecke zurück im Team, Spannekrebs fraglich

Ihre eigene Klatsche bei der Eintracht haben die ASG-Spieler nach Sascha Bertows Einschätzung abgehakt. „Die Niederlage war hoch. Sicher zu hoch. Aber auch damit müssen die Jungs umgehen lernen“, findet der Trainer. Solche Spiele hätten für seine noch sehr junge Mannschaft eben auch einen Lerneffekt.

Bertow kann in Habenhausen wieder auf die Dienste von Kreisläufer Ferdi Hümmecke zurückgreifen, der zuletzt aufgrund privater Termine pausierte. Noch mit einem Fragezeichen versehen ist der Einsatz von Dominik Spannekrebs. Der Neuzugang hatte gleich im ersten Saisonspiel einen Schlag aufs Handgelenk bekommen und musste unter der Woche pausieren. „Er war beim Arzt, kaputt ist nichts, aber wir haben ihn im Training rausgelassen“, so Bertow.

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