Volleyball: Frauen-Bundesliga
Knackpunkt Annahme: Der USC Münster muss sich in Dresden steigern

Münster -

Drei Spiele, drei Punkte, zwei Niederlagen – der Saisonstart war für den USC Münster alles andere als optimal, keine Frage. Eine Steigerung muss her, um am Samstag beim Dresdner SC etwas Zählbares zu ergattern. Zumindest der Blick zurück in den Februar macht Mut, damals überraschten die Unabhängigen an der Elbe.

Freitag, 23.10.2020, 16:52 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 19:18 Uhr
Aus einer stabilen Annahme heraus will der USC etwa im Schnellangriff mit Barbara Wezorke – sie trifft wie Juliane Langgemach auf ihren Ex-Verein – beim Dresdner SC punkten.
Aus einer stabilen Annahme heraus will der USC etwa im Schnellangriff mit Barbara Wezorke – sie trifft wie Juliane Langgemach auf ihren Ex-Verein – beim Dresdner SC punkten. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Corona-Pandemie wirbelt die Volleyball-Bundesliga weiter durcheinander, auch und gerade in Zeiten von steigenden Infektionszahlen. Das hat der USC Münster schon zu spüren bekommen, als Mittelblockerin Juliane Langgemach zu Saisonbeginn 14 Tage in Quarantäne musste. Eine Erfahrung, die auch Münsters Gegner am Samstag (17.30 Uhr/live bei Sport 1), der Dresdner SC , machen musste – der Pokalsieger verbrachte in der Vorbereitung zwei Wochen individuell abgeschottet und ohne Training. Und auch beim westfälisch-sächsischen Duell wirkt Corona mit, statt 980 Zuschauern sind in der Margon-Arena nur 150 Fans zugelassen.

„Vielleicht ist das ein kleiner Vorteil, wenn etwas weniger Stimmung in der Halle ist“, spekuliert USC-Trainer Teun Buijs . Dass Münster aber auch vor fast vollem Haus bestehen kann, bewies er im Februar beim überraschend klaren 3:0-Erfolg vor 2400 Besuchern. Ein Erlebnis und ein Ergebnis, an die sich Buijs gerne erinnert. Um aber erneut etwas Zählbares von der Elbe mitzunehmen, bedarf es allerdings einer mächtigen Steigerung, so richtig in Fahrt ist der USC nach drei Spieltagen noch nicht. Drei Punkte gab es aus den Heimspielen gegen den VC Wiesbaden (3:2) und die Roten Raben Vilsbiburg (2:3), dazu setzte es in Schwerin ein 0:3. „Uns fehlt noch die Stabilität und Konstanz“, erklärt Buijs und verweist dabei auf den neuen Annahmeriegel, der gerade im vierten Satz gegen die Raben gehörig ins Schwimmen kam. Sieben Fehler produzierte das Team in diesem Element, insgesamt passte die Quote mit 33 Prozent nicht. „Wenn man zwei, drei Fehler macht, steigt der Druck, und der Gegner kommt in einen Flow. Das ist bei uns zuletzt passiert, das müssen wir besser machen. Aber wir haben daran gearbeitet und gut trainiert“, sagt der Niederländer.

Aus der stabilen Annahme (Buijs: „Das ist ein entscheidender Faktor.“) verspricht er sich Variabilität und so mehr Erfolg im Angriff. Gegen die Niederbayern scheiterten etwa Anika Brinkmann und Liza Kastrup in der Endphase vermehrt am Block, auch weil der hohe Ball nach Außen fast die einzige Möglichkeit für die Zuspielerinnen Taylor Nelson und Sarah van Aalen war. „Aber wir haben ja gezeigt, dass wir gut spielen können. Die Sätze eins und drei gegen Vilsbiburg waren besser als die gegen Wiesbaden. Wir müssen unter Druck als Mannschaft schwere Situationen lösen und uns befreien“, sagt Buijs, der sein Team „taktisch gut vorbereitet“ sieht. „Jetzt müssen wir es umsetzen und guten Volleyball spielen.“ Dass Dresden (zwei Spiele, drei Punkte) dann schlagbar ist, hat der USC bewiesen.

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