Reiten: Deutsche Meisterschaften
Medaillenträume von Gerrit Nieberg platzen in Riesenbeck erst spät

Münster -

Auf Platz sieben und acht landeten Gerrit Nieberg und Philipp Schulze Topphoff aus Münster bei den Deutschen Meisterschaften der Springreiter in Riesenbeck. Beide mussten mit ihren Abwürfen ihre Hoffnungen auf Edelmetall begraben – der eine später, der andere früher.

Sonntag, 06.12.2020, 19:06 Uhr aktualisiert: 06.12.2020, 20:13 Uhr
Nicht nur in der Youngster-Tour, in der ihm mit Mahony drei fehlerfreie Runden glückten, überzeugte Philipp Schulze Topphoff, der bei den Deutschen Meisterschaften Achter wurde.
Nicht nur in der Youngster-Tour, in der ihm mit Mahony drei fehlerfreie Runden glückten, überzeugte Philipp Schulze Topphoff, der bei den Deutschen Meisterschaften Achter wurde. Foto: imago-images

Sie hatten sich in den beiden Qualifikationsprüfungen eine vielversprechende Ausgangslage verschafft, mischten nach je zwei fehlerfreien Runden bis zum letzten Springen der Deutschen Meisterschaften in Riesenbeck in der bestens besetzten Konkurrenz um die DM-Medaillen mit. Doch weder Philipp Schulze Topphoff (RV Roxel) noch Gerrit Nieberg (RV St. Hubertus Wolbeck) krönten ihre guten Titelkämpfe mit Edelmetall, nach Abwürfen blieb bei der Ehrung des neuen Deutschen Meisters Philipp Weishaupt (im Sattel der 13-jährigen Stute Asathir) für die beiden nur die Zuschauerrolle. Dabei hätte der münsterische Hallensprecher Rainer Kohaus nur zu gerne bei der Medaillenvergabe den Namen eines Reiters aus seiner Stadt genannt.

In umgekehrter Reihenfolge waren die besten zwölf deutschen Springreiter in das Finale gegangen, das etwa der Weltranglistendritte Daniel Deusser oder Christian Ahlmann verpassten hatten. Mit dabei aber war Marcus Ehning, der im Sattel von Cornado als Sechster die letzte Aufgabe anging und mit einer Nullrunde den Druck auf den drittplatzierten Schulze Topphoff und den direkt dahinter liegenden Nieberg hochhielt – wie im Anschluss auch Mario Stevens, der mit Landano ohne Abwurf die 13 Hindernisse mit 16 Sprüngen meisterte. So musste Nieberg mit seinem Ben ebenso fehlerfrei bleiben, um die Medaillenchance zu wahren. Und der 27-Jährige vom Snoekschen Gut Berl lag lange auf Kurs, sein neun Jahre alter Wallach bot einen runden, flüssigen Ritt. Bis zum letzten Hindernis, einem Steilsprung. Da touchierte Ben die Stange leicht von oben, langsam rollte diese aus der Halterung. Ärgerlich, die Hoffnungen auf einen Podestplatz waren mit einer Gesamtpunktzahl von 8,25 dahin. Am Ende wurde Nieberg Siebter.

Zufrieden mit dem Abschneiden

Deutlich früher platzte der Traum von Schulze Topphoff. Mit der Stute Concordess, mit der er im Vorjahr U-21-Europameister geworden war, hatte er eingangs der dreifachen Kombination einen Abwurf, dem später eingangs der Zweifachen ein zweiter folgte. Machte unter dem Strich 9,75 Zähler und Rang acht für den DM-Debütanten, der dennoch mit seinem Abschneiden zufrieden sein darf.

Ein zweites Top-Ergebnis gab es für Schulze Topphoff, der im Finale der Nachwuchsserie „U-25-Springpokal“ mit Clemens de la Lande Zehnter wurde, auf der Youngster-Tour. Dreimal drehte der 22-Jährige mit dem siebenjährigen Mahony eine Nullrunde – im Finale bedeutete dies nach zuvor einem vierten und einem zehnten Platz den siebten Rang. Ebenfalls zweimal fehlerfrei blieb seine Schwester Marie – sie wurde in der DM-Wertung der Damen 28. – bei den Sechsjährigen mit Villimey v. Gaste. Im Finale lag sie dann nach vier Strafpunkten wieder auf Rang 28 – und damit direkt vor Nieberg mit Chestnut.

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