Volleyball: Bundesliga Frauen
USC-Rollenspiel mit Brinkmann und Bock

Münster -

Die gute Nachricht gab es am Anfang der vergangenen Woche: Nach ihrer Fersenverletzung kehrte Anika Brinkmann zurück ins Training. Die schlechte folgte dann aber am Donnerstag: Für einen Einsatz als Angreiferin reichte es noch nicht, die Sprünge und Landungen schmerzten zu sehr. So kam die Idee zum Rollentausch mit Libera Linda Bock. Ungewohnte Rollen für die beiden, die es aber gut machten.

Sonntag, 17.01.2021, 19:51 Uhr aktualisiert: 18.01.2021, 11:26 Uhr
Während Libera Linda Bock (l.) gegen den Dresdner SC als Angreiferin spielte, übernahm Angreiferin Anika Brinkmann die Rolle der Libera.
Während Libera Linda Bock (l.) gegen den Dresdner SC als Angreiferin spielte, übernahm Angreiferin Anika Brinkmann die Rolle der Libera. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Frage, wann sie das letzte Mal als Libera aufgelaufen war, beantwortete Anika Brinkmann am Samstagabend auf Anhieb. „Das war vor vier Jahren, als ich im dritten Monat schwanger war. Damals haben wir mit dem VfL Oythe in der 2. Liga in Borken gespielt, wo Linda Bock Libera war“, sagte die 34-Jährige am Samstagabend.

Kurz zuvor hatte sie mit dem USC Münster gegen den Dresdner SC deutlich verloren. Mit 0:3. Wie damals am 17. September 2016 mit Oythe, wie damals als Libera – diesmal nur mit Bock an ihrer Seite.

Als sich am Donnerstag herauskristallisiert hatte, dass Brinkmann nach ihrer Fersenverletzung noch nicht schmerzfrei springen und damit nicht ihrer Hauptaufgabe im Angriff nachgehen kann, reifte in Abspracha mit dem Trainerteam um RAlph Bergmann die Idee zum Rollentausch. Libera Brinkmann, Angreiferin Bock – warum nicht? „Wir hatten überlegt, ob ich als normale Spielerin für die Annahme reinkomme. Aber da wir Verstärkung im Angriff brauchten, hat Linda dort gespielt“, sagte Brinkmann, die sich nach anfänglichen Problemen („Da war ich echt lost“) steigerte und auf eine fast gleiche Bilanz wie Nationallibera Lenka Dürr auf Dresdner Seite kam.

Position nicht unbekannt

Wie Brinkmann löste auch Bock ihre ungewohnte, aber nicht unbekannte – in ihrer ersten Saison beim USC spielte die 20-Jährige bereits auf dieser Position – Aufgabe. Acht Punkte bei einer 50-prozentigen Quote sind ordentlich. „Es geht immer besser“, sagte Bock, die im Block-Timing nach nur zwei Trainingseinheiten naturgemäß nicht frei von Problemen war. „Das ist nicht so meine Stärke“, gestand die Stammlibera, die den Aushilfsjob eventuell auch am kommenden Donnerstag in Stuttgart machen muss – abhängig davon, wie es Brinkmanns Ferse geht.

Ein dauerhafter Rollentausch aber kommt nicht in Betracht, auch wenn es beiden Spaß gemacht hat. „Vielleicht ist das ja zum Karriereende etwas. Aber so lange ich springen kann, greife ich lieber an und gebe wieder an Linda ab“, sagte Brinkmann.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7771860?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F3814580%2F
Nachrichten-Ticker