Handball: Olympia-Qualifikation
Deutsches Scheitern ist in Berlin nicht vorgesehen

Berlin -

Es kann losgehen. Die unglaublich wichtige Olympia-Qualifikation möchte der DHB am Wochenende unbedingt schaffen. Seit Samstag sind große Teile der Mannschaft beisammen in Berlin. Sportvorstand Axel Kromer erklärt, warum eine Teilnahme in Tokio eigentlich unabdingbar ist.

Sonntag, 07.03.2021, 15:30 Uhr aktualisiert: 07.03.2021, 15:35 Uhr
Timo Kastening ist der Mann für die schnellen Gegenstöße im DHB-Team und zeigt Zuversicht.
Timo Kastening ist der Mann für die schnellen Gegenstöße im DHB-Team und zeigt Zuversicht. Foto: Imago-images/Matthias Bergeld

Die Bedeutung des nächsten Wochenendes versucht aktuell niemand kleinzureden. „Keiner unterschätzt das, eine Olympia-Teilnahme ist immens wichtig für unseren Sport, gerade auch mit  Blick auf Fördermittel aus dem Bundesinnenministerium . Das Turnier geht vielleicht sogar über WM und EM“, betont der DHB-Sportvorstand Axel Kromer vor dem Qualfikationsturnier in Berlin, das von Freitag bis Sonntag geht.

Am Samstag versammelte sich das deutsche Team in der Hauptstadt, absolvierte pflichtgemäß die PCR-Tests und wartete nur noch auf den einen oder anderen Nachzügler, der am Sonntag noch in der Bundesliga gefordert war. Die hohe Belastung ist nicht neu. „Das kennen die Jungs ja seit Jahren“, sagt Kromer. „Wir haben dennoch alle Voraussetzungen geschaffen, um hier in Top-Form aufzuschlagen.“

Kein Reisestress

Das Drumherum passt, den Reisestress haben die anderen, und über die Zielsetzung muss auch niemand spekulieren. Die Schweden, die am Freitag der Auftaktgegner sind, stellen sicher die größte Hürde dar. „Aber auch für sie sind wir sicher kein Traumlos zum Start“, sagt Kromer. Geht es schief, würde die Partie gegen Slowenien am Samstag zum Schlüsselspiel. „Ein Gegner, der Klasse hat, den wir aber schlagen können“, so der 43-Jährige. Gegen Algerien erwartet er zwar „keinen Spaziergang“, doch die Nordafrikaner sind sicher der klare Außenseiter im Quartett.

Eines der beiden Tickets muss also her – da trifft sich die Rückkehr der zuletzt fehlenden Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek, Steffen Weinhold (alle vom unter Dauerstrom spielenden THW Kiel) sowie von Fabian Wiede (Füchse Berlin) sicherlich gut. „Mit den Jungs machen wir in der Abwehr natürlich einen Schritt nach vorn“, sagt Kromer und meint das Trio vom Rekordmeister explizit. „Aus dieser Position heraus werden wir hoffentlich auch ein paar Gegenstoßtore mehr erzielen. Wenn wir wie bei der WM im Januar die einfachen Treffer weglassen, kann man aus so einem Turnier eben auch mal ausscheiden.“

Kastening zuversichtlich

Für die leichten Erfolgserlebnisse ist auch Timo Kastening zuständig. Der Rechtsaußen von der MT Melsungen sagt: „Wir haben hoffentlich aus den Fehlern der WM gelernt. Wichtig wird diesmal auch die gute Bank sein.“ Auf seiner Position steht nach der verletzungsbedingten Pause von Tobias Reichmann als Alternative Patrick Groetzki parat. „Unsere Aufgabe ist es, in diesen wichtigen Spielen voll da zu sein. Und das hat schon am Samstag angefangen“, so der 25-Jährige.

Vier Tage haben die DHB-Spieler nun Zeit, sich mit täglichen Einheiten vorzubereiten. Bundestrainer Alfred Gislason kennt den einen Auftrag genau. Ein Scheitern ist nicht vorgesehen. „Angst hat trotzdem niemand“, sagt Kromer.

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