Fußball: Bundesliga
Fortuna lächelt dem BVB gegen Union zu

Dortmund -

Borussia Dortmund darf sich weiter leichte Hoffnungen auf die Champions League machen. Gegen Union Berlin feierte Schwarz-Gelb einen 2:0-Sieg, hatte dabei aber auch ein bisschen Glück. Nun wartet der VfL Wolfsburg – erneut ein Schlüsselspiel.

Mittwoch, 21.04.2021, 22:44 Uhr aktualisiert: 21.04.2021, 23:00 Uhr
Union-Keeper Andreas Luthe kann sein Unglück kaum fassen. Beim Elfmeter für Borussia Dortmund war er erst mit dem zweiten Nachschuss bezwungen.
Union-Keeper Andreas Luthe kann sein Unglück kaum fassen. Beim Elfmeter für Borussia Dortmund war er erst mit dem zweiten Nachschuss bezwungen. Foto: dpa

Chance gewahrt: Nach dem 2:0-Erfolg über Union Berlin lauert Borussia Dortmund weiter im Dunstkreis der Champions-League-Plätze. Doch auf Patzer der Konkurrenz wartete der Tabellenfünfte am 30. Spieltag vergeblich. Am Samstag rückt das Schlüsselspiel beim Dritten Wolfsburg in den Fokus. Mit einem Sieg könnte sich der BVB den Niedersachsen auf zwei Punkte nähern. Verzichten muss er auf Mats Hummels. Der Abwehrchef sah gegen Union die fünfte gelbe Karte.

 Frühlingswetter, Flutlicht, nur: wieder eine Geisterkulisse. Normalität in diesen schwierigen Monaten. Gleichwohl mag sich niemand daran gewöhnen. Lukas Piszczek – und mit ihm Marcel Schmelzer – muss es beinahe grauen, wenn sie an ihr letztes Spiel im BVB-Trikot denken. Blumen und warme Worte wird es für die Meister der Jahre 2011 und 2012 geben, Aber eben weder Welle noch Ehrenrunde – trister Abschied im Mai. Zumindest dem 35-jährigen Polen wird das Finale in Dortmund versüßt. Gegen Union stand er zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison in der Startelf.

Schlafmütziger Start

Der BVB, einst als Arbeiterverein gegründet, musste von Beginn an ziemlich schuften, um die Prüfung am Werktag zu bestehen. Beinahe hätte ein schlafmütziger Start direkt in die Bredouille geführt. Gerade zwölf Sekunden waren von der Uhr, als Marcus Ingvartsens Schlenzer den Querbalken küsste – vorausgegangen war ein haarsträubender Fehler von Emre Can.

Dortmund tat sich schwer gegen ballsichere und zweikampfstarke Berliner. Dem Spiel der Hausherren fehlten Tiefe und Schärfe. Marco Reus hatte eine erste Torannäherung; es blieb lange die einzige. Eine sehr dezente Darbietung der Borussia, mit nur wenig Mühe verteidigte Union die Null. Erst Schiedsrichter Daniel Schlager half dem BVB aufs Pferd. Als Reus nach 25 Minuten in den Strafraum eindrang und es zur Berührung mit Berlins Keeper Andreas Luthe kam, entschied der Unparteiische auf Elfmeter. Der Pfiff bestand die Überprüfung im Videokeller, gleichwohl war es eine harte Entscheidung. Erling Haaland schnappte sich den Ball, Luthe gewann das Duell, parierte auch den Nachschuss, ehe Reus im dritten Anlauf doch noch zur glücklichen Dortmunder Halbzeit-Führung vollstreckte.

Guerreiro erlöst sein Team

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff hätte Giovanni Reyna nach feinem Zuspiel von Reus erhöhen können. Doch nach seinem Schuss aus spitzem Winkel strich das Spielgerät nicht nur an Luthe, sondern in der Folge auch am Kasten der Köpenicker vorbei. Vorentscheidung vertan, Union blieb in der Partie, doch Fortuna eine treue Partnerin des BVB. Gegen Max Kruses wundervollen Freistoß (66.) hätte Keeper Marwin Hitz niemals eine Chance gehabt, doch zum zweiten Mal rettete das Gestänge für den Gastgeber. Dortmund zitterte, ehe Raphael Guerreiro die Seinen mit dem 2:0 (88.) erlöste.

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