Steinfurt
Der SC Nordwalde gewinnt die „Schüssel“

Donnerstag, 29.12.2011, 09:02 Uhr

Burgsteinfurt/ Nordwalde . Der Schriftzug des SC Nordwalde ziert nach der Austragung der 29. John-F.-Kennedy-Trophy erstmalig die zweithässlichste Salatschüssel Deutschlands. Mit dem 31:22 (16:10)-Finalerfolg über den TSV Ladbergen haben sich die Nordwalder samt Trainer endlich den Traum erfüllt, auch einmal in Stemmert zu gewinnen. Nachdem in den Vorjahren immer der TV Emsdetten II die Nase vorn hatte – viermal siegten die Emsdettener in Folge – und dieses Mal als Verbandsligist nicht eingeladen war, war der Weg frei für die Mannschaft von Trainer Michael Mierzowski . Und die nutzte ihre Chance. Von Beginn an ließen die Nordwalder keinen Zweifel daran aufkommen, wer die Schale mit nach Hause nehmen wollte. Zudem machten es die Gäste aus dem Osten des Kreises dem SC Nordwalde auch nicht sonderlich schwer. Die Neuzugänge Matthias Kütz und Patrick Tuttmann, beide aus Emsdetten, sahen wegen wiederholten Foulspiels – oder Meckerns, wie Kütz – die Rote Karte und durften früh (Kütz ab der 28. Min.) zuschauen.

„Nein, die Partie war nicht sehr hart geführt worden. Die Schiedsrichter haben nur konsequent ihre Linie durchgepfiffen“, sah Mierzowski keineswegs zwei Teams, die mit der Brechstange spielten. Auch zwei seiner Akteure (Holtkamp und Hülskötter) sahen wegen der dritten Zeitstrafe Rot. Hendrik Thiemann und Jörg Berning aus Borghorst, immerhin als Schiris in der Zweiten Bundesliga beheimatet, hatten das Spiel jederzeit im Griff und leiteten das Finale auf souveräne Art und Weise.

Von der ersten Minute an zeigte der SCN den besseren Handball. „Wir haben uns in der Vorbereitung ein neues Deckungssystem erarbeitet und waren insgesamt schon sehr weit. Die Ladbergener müssen sich wohl erst noch finden“, hatte Mierzowski auch hier die richtige Antwort parat, warum Ladbergen – immerhin Dritter der letztjährigen Landesligaspielzeit – hinter den Erwartungen spielerisch zurück blieb. Zwei Neue aus Emsdetten, zudem noch mit Aufstiegshoffnungen, da hatten die Handballfans auf der Tribüne in der Kreissporthalle mehr erwartet.

Nordwalde indes lag nach einer Viertelstunde schon mit 9:5 vorn.

Vor allem in der Anfangsphase machten sich die Ladbergener Akteure durch Offensivfouls das Leben selbst schwer. Nach 23 Minuten nahm Neu-Coach Schippers beim Stand von 7:12 schon die erste Auszeit. Doch es wurde noch schlimmer und der SCN ging mit sechs Toren Führung in die Kabine.

Dennoch wurde die Begegnung nie langweilig, denn Ladbergen steckte in diesem Spiel nie auf. Die zum Teil giftig geführte Partie – ein Spieler des TSV bekam wegen Nachtretens eine Zeitstrafe – war jederzeit spannend.

Und Nordwalde bereitete seinen mitgereisten Fans echte Freude, denn Tore in Unterzahl oder doppelter Unterzahl sieht man als Zuschauer besonders gern.

Ab der 46. Minute hatte es Ladbergens Trainer Schippers jedoch satt. Er wollte noch einmal versuchen, das Ruder herum zu reißen und stellte in der Deckung auf 4:2 um. Beim Stand von 16:24 wollte der TSV Ladbergen noch einmal die letzte Karte aus der Trickkiste ziehen, um den Anschluss zu schaffen. Mit zwei Treffern fruchtete die Maßnahme zunächst auch, aber dann ging der Schuss nach hinten los, denn Henning Spreer markierte dank guter Reaktionen von Ingo Stephan im Nordwalder Kasten per Konter schnell Tore und der Fisch war gegessen. Vier Minuten vor dem Ende lag der SCN mit neun Toren (29:20 vorn – das war’s. Entsprechend groß war der Jubel, als die Mannschaft erstmalig den Pott in Händen halten konnte.

Im kleinen Finale musste der TB Burgsteinfurt nach der Verlängerung dem TV Jahn Rheine den Vortritt lassen. 23:23 (13:10) lautete der Spielstand nach 60 Minuten, zweimal fünf Minuten Zugabe waren fällig. Hier führte der TB nach der ersten Halbzeit mit 26:24, verlor aber noch. Tore: Jan Tasche 85), Greving (7/2), Grönefeld (7), Gasanov (4), Albers 83), Schmidt (1).

Torschützen Nordwalde: Hoffmann (8), Bölscher (6), Schulze-Sutrum (5), Hanke (4), H. Spreer (4), Hülskötter (3), Elting (1).

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