Steinfurt
Radfahrer geben Vollgas

Sonntag, 05.06.2011, 21:06 Uhr

Burgsteinfurt - „Organisatorisch hat alles wunderbar geklappt. Da sind wir völlig zufrieden.“ Daniel Mester , Pressesprecher des RSV Friedenau Steinfurt , hatte nach der letzten Zielüberquerung am Samstagabend vor dem historischen Rathaus in Burgsteinfurt gut lachen, denn zum 26. Mal war das Abendrennen nahezu problemfrei - nicht über die Bühne sondern das Kopfsteinpflaster gerollt.

Die Gesichtszüge wurden plötzlich härter, als die Frage nach der Zufriedenheit mit den heimischen Fahrern gestellt wurde. Mester: „Wir haben nicht erreicht, was wir uns vorgenommen haben. Zudem ist es sehr ärgerlich, dass einem auswärtigen Fahrer das Rennrad in unmittelbarer Nähe des Startbereichs gestohlen wurde.“

Beim Hauptrennen über 73 Kilometer, das um 20.30 Uhr gestartet wurde, gab es viele Sprintprämien, weshalb das Tempo von Beginn an hoch gehalten wurde.

Bei einem Kriterium siegt nicht zwingend derjenige, der am Ende als Erster über den Zielstrich rollt. Gewinner ist der Fahrer, der sich die meisten Punkte holte. Bei einem Kriterium gibt es immer fünf Zähler für den Ersten, vier für den Zweiten, drei für den Dritten, zwei für den Vierten und einen für den Fünften. Dies jeweils dann, wenn eine durch zehn teilbare Rundendistanz noch vor den Fahrern liegt. Der Zielsprint wird dann doppelt gewertet.

Es gab - dank der zahlreichen Prämien - keine Auszeiten im Hauptrennen. Das sehr schnelle Elite-Rennen war schon nach 1:36 Stunde und 73 Kilometern beendet. Jubeln durfte Dennis Klemme vom SC Wiedenbrück, der direkt hinter dem Zweitplatzierten Boris Fastring aus Bocholt, Sieger des 24. Abendrennens im Jahr 2009, über den Zielstrich rollte. Diese Platzierung reichte Klemme um mit 21 Punkten knapp vor Fastring (20 Zähler) zu bleiben. Platz drei ging an Falk Sebastian Hepprich (Bad Hersfeld), der auf 16 Punkte kam.

Bester Steinfurter Fahrer war Michael Brehe, der mit einem Zähler auf Rang elf kam.

Es war eine gute Entscheidung der Veranstalter ein Kriterium für C-Fahrer auszuschreiben. Viele in Steinfurt bekannte Rennfahrer, darunter auch Jürgen Lücke , 1996 und 1998 Sieger des Abendrennens, waren nach Burgsteinfurt gekommen, um die 60 Runden (63 Kilometer) anzugehen.

Besonders freute sich nach dem Rennen ein Steinfurter, der zwar nicht in der Siegerliste auftauchte, dafür aber eine 75-Euro-Prämie kassierte. Eine zwischenzeitliche Flucht von Friedenau-Fahrer Florian Husmann wurde mit dieser Prämie und den lobenden Worten des Vereinsvorsitzenden Ludger Mester belohnt.

Den Sieg fuhr aber Jürgen Lücke (RSV Gütersloh) raus. Mit 16 Punkten reichte ihm am Ende des Rennens das Mitrollen in der Spitzengruppe, um sich vor Rembert Noldes (VfL Ahaus), wie auch Lücke einst im Trikot des RSV Friedenau unterwegs, den Sieg an alter Wirkungsstätte zu sichern. Noldes holte zwölf Punkte und ließ damit im Schlussspurt den forschen Florian Fischer vom RSV Dortmund-Nord, er erfuhr sich unterstützt von seinem Teamkollegen Claudio Catania, der Vierter wurde, mit zehn Punkten Platz den dritten Rang, knapp hinter sich.

„Die Herreinnahme des C-Klassen-Rennes hat sich auf jeden Fall gelohnt“, zeigte sich Friedenaus Pressesprecher Daniel Mester vom Rennverlauf angetan. Allerdings hätte er gern auch einen aktuellen Steinfurter auf dem Podest gesehen.

Mit einem Rundstreckenrennen für U 17-Fahrer wurde das 26. Abendrennen am Samstag eröffnet. Die Nachwuchsfahrer hatten 31,5 Kilometer, dass sind 30 Runden durch die Stemmerter Altstadt, zu bewältigen.

Am Ende setzte sich Lennart Frie vom RC Amor Hamm durch. Er verwies Maximilian Dill (Krefelder RV) auf den zweiten Platz. Dritter wurde Lars Volmerg vom RSC 79 Werne.

Maximilian Krümpel vom Gastgeber RSV Friedenau Steinfurt nahm keinen Einfluss auf die Entscheidung in diesem Rennen.

Gleich drei Fahrer im RSV Friedenau-Dress gingen beim U 19-Rennen an den Start. Es wurde als Kriterium über 43 Runden (45,15 Kilometer) ausgetragen.

Zwei Niederländer machten die Entscheidung unter sich aus. Dennis Heering von der WRV de Peddelaars Hoogeveen siegte vor seinem Landsmann Jan Rozendorn von der Almelose Wielervereniging de Zwaluwen. Platz drei ging an Maik Hörning vom RC Bocholt 1977. Der für Düsseldorf fahrende Münsteraner Lennart Jasper belegte den sechsten Platz. Steinfurter konnten sich nicht platzieren.

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