STU-Cup in Burgsteinfurt
Der eine schlurft, der andere tänzelt

burgsteinfurt -

Fechten gehört nicht gerade zu den Sportarten, die oft im Fernsehen übertragen werden. Bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen werden dieser Randsportart einige Sendeminuten eingeräumt. Live hingegen wurde Fechtsport der Spitzenklasse am Samstag in der Kreissporthalle an der Liederkerker Straße geboten. 94 Florettfechter gingen beim 1. STU-Fechtcup an den Start und konnten quasi hautnah erlebt werden.

Montag, 10.03.2014, 15:03 Uhr

Der Tauberbischofsheimer Johann Gustinelli (r.) gewann das Finale um den 1. STU-Fechtcup in Burgsteinfurt mit 15:11 gegen Frederic Fark (OFC Bonn), gegen den Björn Weiner (kl. Bild, re.) hier um den Einzug ins Viertelfinale kämpft
Der Tauberbischofsheimer Johann Gustinelli (r.) gewann das Finale um den 1. STU-Fechtcup in Burgsteinfurt mit 15:11 gegen Frederic Fark (OFC Bonn), gegen den Björn Weiner (kl. Bild, re.) hier um den Einzug ins Viertelfinale kämpft Foto: smf

Die ersten zehn Plätze bei der ersten Auflage des vom TB Burgsteinfurt ausgerichteten Qualifikations-B Turniers des Deutschen Fechter-Bundes belegten dabei ausnahmslos Fechter aus den beiden in Deutschland führenden Stützpunkten FC Tauberbischofsheim und OFC Bonn . Lokalmatador Marius Hülsey vom TB Burgsteinfurt landete auf dem 27. Platz. Im Finale standen sich der 26-jährige Johann Gustinelli vom FC Tauberbischofsheim und der 23-jährige Linkshänder Frederic Fark vom OFC Bonn gegenüber.

Beide Fechter unterschieden sich in ihrem Kampfstil immens. Während Fark in dem hochklassigen Duell dauernd auf seinen Fußspitzen tänzelte, schlürfte Gustinelli aufreizend über die Planche. „Es provoziert natürlich, wenn er da so locker steht, einfach anzugreifen. Aber man muss sich jede Aktion gegen ihn reiflich überlegen. Das ist mir leider nicht bis zum Schluss gelungen“, erklärte Frederic Fark, weshalb er gegen den Favoriten 11:15 verlor. Trotzdem sei er mit dem Ergebnis zufrieden. Fark: „Meine Resultate waren bisher nicht so blendend. Mit dem Einzug ins Finale habe ich mehr erreicht, als ich vorher gedacht habe“. Bis zum 11:11 war das Gefecht ausgeglichen. Doch im letzten Drittel des Gefechts setzte sich Gustinelli dann durch. „Mein Fechtstil ist schon einzigartig. Es war ein spannendes Gefecht. Ich bin natürlich froh, dass ich am Ende als Sieger von der Planche gegangen bin“, meinte der erste Gewinner des STU-Fechtcups.

Marius Hülsey war mit seinem Turnierverlauf zufrieden. „Das letzte Gefecht war gegen einen übermächtigen Gegner. Da konnte ich nichts mehr dran ändern. Das, was ich gewinnen konnte, habe ich gewonnen“, sagte der 19-jährige Lokalmatador, der gegen den späteren Halbfinalisten Marius Braun (OFC Bonn) 6:15 verlor und in der 2. Ko-Runde ausschied. Sein Trainer Jerzy Nowakowski (69) hingegen strahlte über beide Ohren: „Das ist sein bestes Ergebnis. Er hat sich damit in der Rangliste unter die besten 20 deutschen Florettfechter verbessert und dementsprechend hat er sich für den Weltcup „Löwe von Bonn“ in zwei Wochen qualifiziert“. Zufrieden war Nowakowski auch mit Justian Moor. „Als A-Jugendlicher unter dem besten 64 zu kommen, ist schon erwähnenswert.“ Ex-TBler Björn Weiner (OFC Bonn) landete auf Platz neun. Der 17-Jährige schied gegen seinen Trainingspartner und späteren Finalisten Frederic Fark aus. „Das war ärgerlich. Auf diesem Niveau darf man nicht so viele Fehler machen wie ich“, resümierte er nach der knappen 11:12-Niederlage im Achtelfinale.

Es provoziert natürlich, wenn er da so locker steht, einfach anzugreifen. Aber man muss sich jede Aktion gegen ihn reiflich überlegen.

Frederic Fark
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2292634?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57546%2F2595205%2F2595214%2F
Auto in Dachstuhl katapultiert
Verkehrsunfall in Nottuln: Auto in Dachstuhl katapultiert
Nachrichten-Ticker