9. Steinfurter Crosslauf
Dieses Mal ging‘s auf Socken ins Ziel

Steinfurt -

Wenn beim Start schon absehbar ist, wer als Sieger durchs Ziel gehen wird, dann kann die Konkurrenz nicht besonders groß sein. Kein Beckmann, kein Brouwer, kein Hille – dafür allerdings ein Welp und, oho, ein Youngster aus Stemmert, der den „alten Hasen“ auf den Füßen blieb.

Sonntag, 11.01.2015, 18:01 Uhr

Triathlet Luca Heerdt gewann – wie erwartet – den 9. Crosslauf von Marathon Steinfurt in 33:24 min., aber Robert Welp und der erst 17-jährige Tobias Middendorf vom TB Burgsteinfurt blieben ihm einigermaßen auf den Fersen. Bei den Frauen war Sanda Lüring nicht zu schlagen. In Abwesenheit der letztjährigen Siegerin Petra Stöppler kam sie als erste Frau in 36:39 min. ins Ziel.

„Ich soll jede Pfütze mitnehmen, hat Frank gesagt“, grinste Sieger Luca Heerdt nach dem Zieleinlauf auf Socken. Die Schuhe waren auf der „grünen Zielgeraden“ im Schlamm stecken geblieben. Robert Welp, der Zweite (34:08), brachte sie ihm mit ins Ziel. Dritter wurde Tobias Middendorf (34:22) mit knapp einer Minute Rückstand auf Heerdt.

Olaf Hoffmann, Förster bei der Domänenkammer, hatte am Samstag grünes Licht für die Veranstaltung gegeben, Frank Hallau, Moderator und Sportbeauftragter des Marathon, hatte am Sonntag per Rad noch mal einen optischen Check vorgenommen und die Strecke für „belaufbar“ befunden.

„Nein, ich habe nichts abbekommen. Nur Dreck, keine Äste“, blieb Luca Heerdt, der als Triathlet vor dem Lauf noch 70 km auf dem Rad abgespult hatte, verschont von gefährlichen Begleiterscheinungen. Für ihn war‘s ein „schneller Dauerlauf, der noch auf dem Trainingsplan stand. Ich bin quasi vom Rad direkt in den Wald.“ Härter als im Vorjahr war es für ihn daher auf jeden Fall.

Sandra Lüring musste längere Zeit trainingsmäßig ebenfalls mit dem Rad, Mountainbike in diesem Fall, vorlieb nehmen, da sie nach einem Ermüdungsbruch und „irgendwas am Schienbein“ ihrer Lieblingsdisziplin nicht nachgehen konnte. Sie war insofern froh, „dass ich gesund laufen konnte. Die Zeit war mir egal.“ Rike Westermann von der SG Wenden war in 37:35 die zweitschnellste Frau.

101 Teilnehmer kamen ins Ziel, 44 Nachmeldungen gab es, 114 Startnummern, sagte Frank Hallau, seien ausgeben worden, also müssen wohl einige auf der Strecke geblieben sein oder Voranmelder aufgrund des Wetters die Coach vorgezogen haben. Viele bekannte Namen aus Steinfurt wie Sebastian Schlusen (5. in 36:16), Sascha Weber (6. in 36:27) oder Daniel Kosakowski aus Horstmar (12. in 38:27) nahmen die 9000 Meter mit 200 Höhenmetern durch den Buchenberg unter ihre Sohlen und kamen dreckig ins Ziel.

Ich hab‘ nichts abbekommen. Nur Dreck, keine Äste.

Luca Heerdt
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2993368?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57546%2F4846880%2F4846892%2F
Gedenken an die Morde von Hanau
Rassistischer Anschlag: Gedenken an die Morde von Hanau
Nachrichten-Ticker