6. VR-Bank-Triathlon Steinfurt: Lokalmatador erfolgreich
Heerdt bezwingt den Seriensieger

Burgsteinfurt -

Die Serie ist gerissen. Erstmals heißt der Sieger der olympischen Distanz nicht Stefan Werner. Der Bocholter musste sich bei der sechsten Auflage des Steinfurter VR-Bank Triathlons Lokalmatador Luca Heerdt geschlagen geben.

Montag, 25.05.2015, 20:05 Uhr

Der Siegertitel bleibt im Ort: Der Steinfurter Luca Heerdt (M.) bewältigte die olympische Distanz schneller als Stefan Werner (r.) und Andreas Niedrig.
Der Siegertitel bleibt im Ort: Der Steinfurter Luca Heerdt (M.) bewältigte die olympische Distanz schneller als Stefan Werner (r.) und Andreas Niedrig. Foto: Jan Gudorf

Heerdt , der für den Bundesligisten TriFinish Münster startet, siegte mit einer Zeit von 1:50:19 Stunden. „Es war klar, dass ich hier irgendwann nicht mehr gewinne“, war Werner mit seinem zweiten Platz (+ 2:07 Minuten) dennoch zufrieden. Dritter wurde der kurzfristig gemeldete und national bekannte Andreas Niedrig, der mit 3:26 Minuten Rückstand ins Ziel kam.

 

Es war eine sensationelle Aufholjagd, die Heerdt nach dem Absteigen vom Rad auf der Laufstrecke hinlegte. Lange hatte Niedrig das Rennen angeführt. Nach dem Kilometer Schwimmen war Heerdt ihm auf den Fersen, musste auf der Radstrecke (2x 20 Kilometer) aber sowohl Niedrig als auch Werner davonziehen lassen: „Da hatte ich keine Chance, das war nicht eingeplant“, war Heerdt überrascht vom fast Zwei-Minuten-Rückstand.

In der dritten Teildisziplin deklassierte Heerdt dann seine Gegner. Schon nach der ersten von zwei Runden auf der Fünf-Kilometer-Strecke konnte er an beiden vorbeiziehen und einen komfortablen Vorsprung herauslaufen. „Als ich vorne war, konnte ich das Rennen gut kontrollieren“, kommentierte der 19-Jährige, der für die Laufdistanz nur 34:02 Minuten benötigte. Niedrig (knapp 30 Jahre älter) musste anerkennen: „Mit dem jungen Burschen kann ich nicht mitlaufen.“

Bei den Damen hielt eine Serie: Petra Stöppler lief wieder einmal auf das Podest. Nach drei ersten und zwei zweiten Plätzen erreichte sie nun mit Rang drei ihr momentanes Maximum, weshalb sie trotz verpasster Titelverteidigung sehr zufrieden war. Die Steinfurterin kam mit 2:28 Minuten Rückstand auf die Bielefelderin Franzi Bossow (2:09:24 Stunden) ins Ziel. Bei Bossow, die im Vorjahr noch disqualifiziert wurde, lief „diesmal alles super.“ Auf dem Fahrrad überholte sie Stöppler, die nach dem Schwimmen vorne gelegen hatte. Zweite wurde Nora Kästle ( Runners Point Münster/+ 1:58 Minuten).

Auf der neu ins Programm aufgenommenen Mitteldistanz siegte Stefan Holtkötter, der die zwei Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 40 Kilometer Laufen in 3:59:35 Stunden absolvierte und damit seine anvisierte Zeit von unter vier Stunden erreichte. Der Athlet vom TriFinish Münster dominierte das Rennen der ersten Startgruppe, musste aber um den Sieg bangen, bis die Favoriten aus dem zweiten Starterfeld ins Ziel kamen. Sebastian Eggert von Bayer 05 Uerdingen (4:02:26 Stunden) und der Coesfelder Martin Lensing (4:07:40 Stunden) auf den Plätzen zwei und drei kamen an seine Zeit jedoch nicht heran.

Schnellste Frau auf der Mitteldistanz war Franziska Tiex (Magdeburger SC/4:30:02 Stunden). Katrin Weber vom Marathon Steinfurt wurde Sechste.

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