Pokalsieg und Aufstieg
Meistermacher mit fast 45

Nordhorn/Burgsteinfurt -

Bei Schwarz-Gelb war er vor 21 Jahren der Schrecken aller gegnerischen Abwehrspieler. Seine Rekorde – 29 Treffer für Burgsteinfurt in der Bezirksliga, 44 für Eintracht Nordhorn in der Oberliga – sind bis heute unerreicht. Aufstiege durfte der heute 44-Jährige in 25 Jahren als Seniorenkicker allerdings trotz seiner vielen Torerfolge nur wenige feiern.

Dienstag, 09.06.2015, 18:00 Uhr

Nach dem Pokalsieg gegen den SV Neugnadenfeld wird Gert Goolkate von seinen Spielern in Ermangelung von Weißbier mit Wasser übergossen.
Nach dem Pokalsieg gegen den SV Neugnadenfeld wird Gert Goolkate von seinen Spielern in Ermangelung von Weißbier mit Wasser übergossen. Foto: Jürgen Lüken

Bei Schwarz-Gelb war er vor 21 Jahren der Schrecken aller gegnerischen Abwehrspieler. Seine Rekorde – 29 Treffer für Burgsteinfurt in der Bezirksliga, 44 für Eintracht Nordhorn in der Oberliga – sind bis heute unerreicht. Aufstiege durfte der heute 44-Jährige in 25 Jahren als Seniorenkicker allerdings trotz seiner vielen Torerfolge nur wenige feiern. „Lieber Zweiter als Fünfter. Aber es stimmt schon, ich bin einmal mit Nordhorn aufgestiegen, zweimal mit Wietmarschen und jetzt mit Klausheide. Und ich glaube, in Holland auch schon mal. Zweiter bin ich häufiger geworden“, erzählt Gert Goolkate, Trainer des SV Klausheide, dass sich die Zahl seiner Meisterfeiern, egal ob als Spieler oder als Trainer, in Grenzen hält.

Dafür hat er mit dem SV Klausheide vor kurzem immerhin den Kreispokal gewonnen. 3:1 siegten die Klausheider – übrigens eine kleine Gemeinde mit 1500 Einwohnern in der Nähe von Nordhorn – gegen SV Neugnadenfeld und dürfen nun auf Bezirksebene mitmischen. Anders als in NRW gibt es in Niedersachsen einen vorgeschalteten Pokalwettbewerb, der nur den Mannschaften bis zur Kreisliga vorbehalten ist.

Mit Klausheide ist Goolkate jedoch nicht Meister geworden, sondern „nur“ auf Platz zwei gelandet. Aber auch der Vize darf hier eins hoch. Tore schießt er Goolkate jedoch nicht mehr so viele. Was kein Wunder ist, denn der Linksfuß spielt im defensiven Mittelfeld: „Als ich im vorigen Jahr nach Klausheide gekommen bin, hatten die 61 Gegentore kassiert. In dieser Saison sind es nur 29. Man muss ein Auge drauf haben, was die hinten machen“, sagt der Gert.

Für vorne hat er schon einen Nachfolger gefunden: Sebastian Olliges hat in dieser Saison 26 Mal getroffen. „Nur in zwei Spielen hat er kein Tor gemacht“, weiß Goolkate, der sich im Halbfinale des Kreispokals einen Bänderriss zugezogen hatte und zwei Monate pausieren musste. „Eigentlich wollte ich schon aufhören“, sagt er. Doch dann hat der Verein, bei dem seine Freundin bei den Frauen kickt, Alemannia Nordhorn, angefragt, ob er nicht die Herren als Coach übernehmen könne. Er konnte, denn „in der 2. Kreisklasse, da muss man nicht mehr so ganz viel Zeit aufbringen.“

Nach sechs Jahren Wietmarschen, da war Goolkate noch unter 40, zwei Jahren Klausheide – mit über 40 – wird das „Phänomen“ nun Übungsleiter bei Alemannia in der 2. Kreisklasse

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