Fußball Landesliga: SV Burgsteinfurt unterliegt Borussia Emsdetten
Drei Mann im Mittelpunkt

Burgsteinfurt -

Eine Rote Karte, eine Gelb-Rote Karte, ein Verweis hinter die Bande für Trainer sowie Betreuer – und das alles für ein Team, das als Verlierer aus dem Spiel hervor ging. Wenig verwunderlich, dass das Schiedsrichter-Gespann bei dem 1:0 (0:0)-Sieg von Borussia Emsdetten beim SV Burgsteinfurt häufig im Mittelpunkt stand.

Sonntag, 14.05.2017, 20:05 Uhr

Sich selbst das Leben schwer machten sich die Borussen nicht nur in dieser Szene. Max Rengers (l.), Max Herweling und Co. verpassten die Vorentscheidung, Alexander Hollermann hätte dem SVB so beinahe noch einen Punkt gerettet.
Sich selbst das Leben schwer machten sich die Borussen nicht nur in dieser Szene. Max Rengers (l.), Max Herweling und Co. verpassten die Vorentscheidung, Alexander Hollermann hätte dem SVB so beinahe noch einen Punkt gerettet. Foto: Vera Szybalski

„Ich kann meiner Mannschaft nicht mal einen Vorwurf machen. Selbst mit acht Mann hat sie alles versucht“, sprach Christoph Klein-Reesink seiner Elf ein Kompliment aus, um dann auf die Unparteiischen zu sprechen zu kommen: „Es hatten heute drei Mann etwas dagegen, dass wir punkten. Ich habe Verständnis für Fehlentscheidungen, aber die waren krass.“

Wenn selbst der gegnerische Trainer Roland Westers sagt: „Traurig, dass ein Schiedsrichter so in das Spiel eingreift.“ Dann scheint der Frust über die Schiedsrichter beim SV Burgsteinfurt nicht unberechtigt. Nachvollziehen konnte wohl kaum einer, warum Schiedsrichter Kevin Langenströer nach einem Zweikampf zwischen Niklas Melzer und Ricardo Faria da Silva (64.) Rot für den Burgsteinfurter zückte.

Der Unparteiische erklärte den Platzverweis später so: „Er tritt ihm mit hohem Tempo von hinten in die Beine.“ Der Feldverweis sorgte aber nicht nur bei Westers für Kopfschütteln: „Schade für Burgsteinfurt. Das tut mir wirklich Leid, besonders für Reese.“

Sonderlich gut zu sprechen waren die Stemmerter auf den Unparteiischen nach der Roten Karte nicht. Das änderte sich verständlicherweise nicht, als noch eine Gelb-Rote Karte für Nico Schmerling (73.) dazu kam. Dass mehrere Burgsteinfurter Spieler Frederic Ruwe (75.) bei seinem entscheidenden Treffer im Abseits wähnten, trug auch nicht zur Besserung des Verhältnisses bei. Vorläufiges Ende der Konfrontation zwischen Schiedsrichter und SVB: Langenströer verwies Klein-Reesink und Betreuer Claus Klipp aus dem Innenraum. Keine Frage, das Schiedsrichter-Gespann spielte keine unbedeutende Rolle.

Zur Wahrheit des Spiels gehörte aber auch: Der SV Burgsteinfurt schaffte es auch mit elf Mann auf dem Feld zu selten, gefährlich vor das Tor der Emsdettener zu kommen. „Wir waren noch die bessere von zwei nicht wirklich guten Mannschaften“, ordnete Westers das Geschehen ein.

Stemmerter Großchancen blieben lange Zeit absolute Mangelware, erst in der Schlussphase kamen die Gastgeber einem Torerfolg näher. Max Feldhues (87.) verfehlte mit einem Freistoß knapp den Kasten der Borussen. In der dritten Minute der Nachspielzeit hätte Alex­ander Hollermann noch für ein halbwegs versöhnliches Ende für Burgsteinfurt sorgen können, er verpasste aber die Riesenchance zum Ausgleich.

Auch Emsdetten war von einer Galaform weit entfernt, besonders im zweiten Durchgang. Mit etwas mehr Glück hätten die Borussen aber schon in den ersten 45 Minuten für die Führung sorgen können. Bei dem Schuss von Jan Kortevoß (10.) stand der Pfosten Burgsteinfurt Pate, Max Moor und Nico Schmerling (35.) retteten in höchster Not auf der Linie nach dem Schuss von Frederic Ruwe. Dieser machte sein Tor dann in der zweiten Halbzeit. Die Vorentscheidung verpassten die Gäste, mit schlecht ausgespielten Kontern hielten sie Burgsteinfurt in der Schlussphase am Leben. Nutzen konnten das die Gastgeber aber nicht.

SVB: Beermann – Heckmann (82. Feldhues), Erber, Moor, Schmerling – Bahlmann, Bügener – Omerovic, da Silva, Liemann (54. Kormann) – K. Behn (68. Hollermann). – Tor: 0:1 F. Ruwe (75.). – Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für Ricardo Faria da Silva (65./SVB), Gelb-Rote Karte für Nico Schmerling (73./SVB), Verweis aus dem Innenraum für Christoph Klein-Reesink und Claus Klipp (77./SVB).

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