Fußball: Westfalenpokal
Tiefschlag kurz vor dem Ende beschert dem SV Burgsteinfurt die Pokalniederlage in Tengern

Burgsteinfurt -

Für den SV Burgsteinfurt geht es im Westfalenpokal nicht mehr weiter. Beim TuS Tengern gab es eine verdiente 1:2-Niederlage. Die Entscheidung fiel erst kurz vor Schluss, als einem Burgsteinfurter ein Missgeschick unterlief.

Sonntag, 06.08.2017, 12:08 Uhr

Max Felhues (l.) und Sven Mersch im Kopfballduell mit Tengerns Richard Urban.
Max Felhues (l.) und Sven Mersch im Kopfballduell mit Tengerns Richard Urban. Foto: Marc Brenzel

Den sprichwörtlich gebrauchten Tag erwischte der SV Burgsteinfurt in der ersten Runde des Westfalenpokals. Beim TuS Tengern verloren die Stemmerter mit 1:2 (0:1), wobei ein Eigentor von Alexander Bügener kurz vor Schluss die Niederlage besiegelte. „Das passt einfach in das Gesamtbild“, ärgerte sich Trainer Christoph Klein-Reesink.

Schon die Vorbereitung auf das Spiel war aus SVB-Sicht kompliziert. Auf der Hinfahrt stand der Tross auf der A 30 im Stau, und in Tengern waren die Gästekabinen gesperrt. Daher mussten sich die Burgsteinfurter in einer Halle im Nachbarort umziehen, die abschließende Besprechung gab es statt in der Kabine auf dem Platz. Das trug seinen Teil dazu bei, dass die Rot-Gelben in der ersten Hälfte überhaupt nicht in der Begegnung waren. Der TuS hingehen wohl: Er ging vorne schnell drauf, unterband damit jeglichen Aufbau und provozierte Fehler.

Das Westfalenpokalspiel zwischen dem TuS Tengern und dem SV Burgsteinfurt

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  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel
  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel
  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel
  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel
  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel
  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel
  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel
  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel
  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel
  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel
  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel
  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel
  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel
  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel
  • Der SV Burgsteinfurt scheidet nach einer 1:2-Niederlage beim TuS Tengern aus dem Westfalenpokal aus. Foto: Marc Brenzel

Und von denen leistete sich der SVB zu viele. Allerdings zeigten die Hausherren große Schwächen in der Chancenverwertung. Trotz einer Handvoll sehr guter Gelegenheiten traf der letztjährige Tabellendritte der Landesliga-Staffel-Ost nur einmal. Und zwar durch seinen sehr starken Linksaußen Magnus Giersdorff, der zuschlug, als sich die Burgsteinfurter schon in der rettenden Kabine wähnten (45.).

Klein-Reesink reagierte und stellte zur zweiten Halbzeit von einem 4-2-3-1 auf eine Dreierkette um. Das trug kurzzeitig Früchte, denn praktisch wie aus dem Nichts glich Sven Mersch nach einem Konter über Alex­ander Hollermann und Lars Kormann aus (49.). Vier Zeigerumdrehungen später hätte Mersch in einer ähnlichen Situation sogar beinahe den Führungstreffer erzielt, doch TuS-Keeper Alex­ander Fischer rettete per Fußabwehr (53.).

Danach waren allerdings wieder die Ostwestfalen am Drücker. Maximilian Schwier, Alexander Knicker und Giersdorff hatten das 2:1 auf dem Schlappen. Das besorgte allerdings kurz vor Ultimo ein Burgsteinfurter: Nach einem Freistoß von der rechten Seite wollte Bügener per Kopf klären, doch statt im Aus landete der Ball unhaltbar für Nicholas Beermann im Netz (89.). In der Nachspielzeit hätte Dennis Brake beinahe noch die Verlängerung erzwungen, aber seinen Kopfball kratzte Fischer von der Linie.

„Die letzten beiden Szenen stehen sinnbildlich für unseren Auftritt. Das ist sehr schade. Trotzdem brauchen wir nicht darüber zu diskutieren, dass der Sieg für Tengern absolut verdient ist“, resümierte Klein-Reesink.

Tengerns Coach Holm-Holger Hebestreit war sehr zufrieden mit dem Aufritt seines Teams: „Hinten standen wir stabil, und vorne haben wir viel Stress gemacht. Zur Pause hätten wir deutlicher führen können.“

SV Burgsteinfurt: Beermann - Heckmann (70. Kiwit), Azevedo-Kamp, Moor, Schmerling - Bügener, Feldhues - D. Behn (46. Brake), Mersch, Kormann - Hollermann.

Tore: 1:0 Giersdorff (45.), 1:1 Mersch (49.), 2:1 Bügener (89., Eigentor).

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