Fußball: Ehrenamtspreise verliehen
Ohne Ehrenamt funktioniert nichts

Steinfurt/Ochtrup -

Ludwig Lippers-Hollmann (Arminia Ochtrup), Werner Berning (FCE Rheine), Karl-Heinz Brüffer (SV Wilmsberg), Manfred Dropmann (SC Altenrheine) und Dennis Pelster vom SV Burgsteinfurt erhielten in Rheine den Ehrenamtspreis des DFB.

Dienstag, 12.12.2017, 16:12 Uhr

Ehrenamtliche Arbeit ist wichtiger Teil ihres Lebens: (v.l.) Hans-Dieter Schnippe, Manfred Dropmann, Horst Kapke, Werner Berning, Karl-Heinz Brüffer, Ludwig Lippers-Hollmann und Dennis Pelster.
Ehrenamtliche Arbeit ist wichtiger Teil ihres Lebens: (v.l.) Hans-Dieter Schnippe, Manfred Dropmann, Horst Kapke, Werner Berning, Karl-Heinz Brüffer, Ludwig Lippers-Hollmann und Dennis Pelster. Foto: Sven Rapreger

Es gibt keine Routine, es ist immer etwas Besonderes. Seit 1997 wird der Ehrenamtspreis des Deutschen Fußball-Bundes ( DFB ) verliehen – in jedem Kreis in Deutschland. Für den Kreis Steinfurt zeichnete Vorsitzender Hans-Dieter Schnippe in Altenrheine sechs Männer aus, die sich alle über einen sehr langen Zeitraum für den Fußball eingesetzt und ganz viel Freizeit investiert haben.

Der Fußball funktioniert nur, weil sich überall im Land ganz viele Menschen engagieren und sehr viel Freizeit opfern, damit diese schönste Nebensache der Welt funktioniert und viele Tausend Kinder, Jugendliche und Erwachsene den Sport ausüben können. Die Clubs können Ehrenamtliche für den Ehrenamtspreis vorschlagen, nutzen diese Möglichkeit aber eher selten. „Die Vereine tun sich schwer, da jemanden herauszupicken“, räumte Schnippe ein.

Deshalb ist es gut, dass der Kreisvorstand selbst besonders verdiente Ehrenamtler auswählen kann. Diese Chance nutzen Schnippe und seine Mitstreiter, und so gehörten Horst Kapke (SuS Neuenkirchen) und Ludwig Lippers-Hollmann (Arminia Ochtrup) zum Kreis der Auserwählten. Von ihren Clubs vorgeschlagen wurden Werner Berning (FCE Rheine), Karl-Heinz Brüffer (SV Wilmsberg) und Manfred Dropmann (SC Altenrheine) – und diesen Vorschlägen folgte der Kreisvorstand.

Der Nachwuchs ist ganz wichtig – auch für das Ehrenamt. So schrieb der DFB in diesem Jahr erstmals eine Ehrung für das „junge Ehrenamt“ aus. In Altenrheine ausgezeichnet wurde der 19-jährige Dennis Pelster vom SV Burgsteinfurt. Er nimmt bereits über Jahre hinweg ehrenamtliche Aufgaben in der Jugendarbeit wahr.

Die altgedienten Ehrenamtler sind alle seit Jahrzehnten in den Clubs aktiv. Gäbe es sie nicht, würde vieles nicht funktionieren. Oft sind es auch Multifunktionäre, erledigen gleich mehrere Aufgaben.

Wie zum Beispiel Horst Kapke aus Neuenkirchen, der zehn Jahre Jugendobmann beim SuS war, dort auch vier Jahre 2. Vorsitzende – und zusätzlich immer als Übungsleiter und Trainer auf dem Platz gestanden hat. Auch war er über Jahre hinweg beim FFC Heike Rheine engagiert, unter anderem als 2. Vorsitzender. Immer noch ist er Mitglied des Jugendsportgerichtes im Kreis Steinfurt, dort jetzt als Einzelrichter eingesetzt.

Sport hält jung, und das beste Beispiel dafür ist Ludwig Lippers-Hollmann von Arminia Ochtrup, der mit 77 Jahren noch aktiver Schiedsrichter ist. Seit 33 Jahren leitet er Fußballspiele, mittlerweile sind es fast 1000.

Ganz viel Herzblut in die Schiedsrichterei hat auch Manfred Dropmann vom SC Altenrheine investiert. Nach 28 Jahren hört er in diesem Jahr auf. Zusätzlich gehört er zur Platzcrew des SCA und ist zudem Platzkassierer.

Zahlreiche Ämter beim SV Wilmsberg hat Karl-Heinz Brüffer über viele Jahre ausgefüllt, doch vor allem der Jugendfußball ist ihm ans Herz gewachsen. Aktuell ist der 64-Jährige zudem Platzwart und im Vorstand „Organisation und Anlagen“ des SVW.

Eine Institution in der Jugendabteilung des FCE ist der 70-jährige Werner Berning. Was er geleistet hat, ist ungewöhnlich. Denn er ist tatsächlich seit 51 Jahren ehrenamtlich tätig beim FCE bzw. bei seinen Vorgängervereinen. Der Kreisvorstand hat die Möglichkeiten, einen der fünf Langzeitengagierten für eine zusätzliche Ehrung auf Westfalenebene zu melden. Er entschied sich für den Rheinenser Werner Berning.

Die Vereine tun sich schwer, da jemanden herauszupicken.

Hans-Dieter Schnippe
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