Wasserball: Borghorst spielt in Australien
Wasserballer Bastian Schmellenkamp beendet sein Australien-Abenteuer

Borghorst -

Bastian Schmellenkamp kehrt im Juni nach Deutschland zurück. Dann kann der 22-jährige Borghorster bestimmt viel erzählen. Eine Saison spielte Schmellenkamp für die Queensland Breakers in der höchsten australischen Wasserballliga. Dabei sammelte der Psychologie-Student viele neue und wertvolle Erfahrungen.

Donnerstag, 17.05.2018, 10:05 Uhr

Bastian Schmellenkamp steigt aus dem Wasser und zieht ab: Mit 22 Treffern war der Borghorster der erfolgreichste Torschütze der Breakers.
Bastian Schmellenkamp steigt aus dem Wasser und zieht ab: Mit 22 Treffern war der Borghorster der erfolgreichste Torschütze der Breakers. Foto: privat

Bastian Schmellenkamp hat sein sportliches Abenteuer auf dem fünften Kontinent beendet. Eine Saison spielte der Borghorster für die Queensland Breakers in der Australian Waterpolo League. Für den 22-Jährigen, der beim SV Olympia groß geworden ist und beim SV Krefeld 72 und beim ASC Duisburg in der Bundesliga auf Punktejagd ging, waren die Monate in „Down under“ eine unvergessliche Erfahrung.

Der Start in die Saison lief für die Breakers eher holprig, doch der Club steigerte sich kontinuierlich und beendete die Saison auf dem siebten Platz. Damit lag der Verein von der Ostküste nur einen Platz hinter den Qualifikationsrängen für die Play-offs zurück.

Schmellenkamp hat die Entscheidung, eine Saison in Australien Wasserball zu spielen, nie bereut. „Auch wenn mich meine Teamkollegen von Anfang an sehr bei der Integration unterstützt haben, hat es einige Spiele gebraucht, um in die Mannschaft und das System zu finden. Aber dann lief es sehr gut“, bilanziert der Psychologiestudent, der die Saison als Torschützenkönig der Breakers beendete. 22 Treffer gelangen dem Rechtshänder.

Als einziger Neuzugang musste Schmellenkamp erst einmal alle Mitspieler kennenlernen. Und auch diese mussten sich ihrerseits mit seinen Bewegungen im Spiel erst vertraut machen. „Zunächst gab es natürlich noch eine gewisse Sprachbarriere. Neben der Tatsache, dass Muttersprachler mit Dialekt und ungewohnt schnell sprechen, erweiterte sich mein Vokabular um etliche umgangssprachliche Wörter, von denen ich bis dahin noch nichts gehört hatte,“ schmunzelt Schmellenkamp rückblickend.

Den Trainer der Queensland Breakers, Dmitry Gorshkov, zählt Schmellenkamp zu den besten Coaches, unter denen er bisher spielen durfte. „Dmitry gehörte in seiner aktiven Karriere zu den besten Wasserballern der Welt und ist heute ein sehr erfahrener Coach. Die Leistungssteigerung lag sicherlich an der enormen Verbesserung der Verteidigung unter Dimitrys Leitung.“

Am vorletzten Spieltag schlugen die Breakers mit dem Melville Water-Polo Club den späteren Finalisten mit 9:8. Für den jungen Wasserballer aus Borghorst war das der Saisonhöhepunkt. Den Titel holten sich übrigens die Sydney Uni.

Im Juni kehrt Schmellenkamp nach Deutschland zurück, um seine in Australien verfasste Bachelorarbeit abzugeben. Natürlich wird der Wasserball auch weiterhin eine große Rolle bei ihm spielen. „Bei der Wahl meiner künftigen Universität für den Master werde ich versuchen, einen Ort zu finden, der es mir ermöglicht, die berufliche und sportliche Karriere zu verbinden“, möchte der Münsterländer weiterhin zweigleisig fahren.

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