Fußball: 1. FC Nordwalde
Pelé und Wayne Gretzky wünschen Bernd Hahn alles Gute

Burgsteinfurt/Nordwalde -

Bernd Hahn hat eine Leidenschaft – den Fußball. Zudem pflegt der Trainer des 1. FC Nordwalde noch ein großes Hobby – das Sammeln von Autogrammen. Mittlerweile besitzt der Burgsteinfurter Exemplare im fünfstelligen Bereich. Obwohl Hahn den Fokus auf Fußballer legt, wäre ein Komikerduo seine „Blaue Mauritius“.

Donnerstag, 19.07.2018, 13:18 Uhr

Bernd Hahn tut sich schwer, eine Hitliste seiner Autogramme zu erstellen. Die von Bobby Charlton, Pelé oder Wayne Gretzky (v.l.) gehören aber auf jeden Fall zu seinen Lieblingen.
Bernd Hahn tut sich schwer, eine Hitliste seiner Autogramme zu erstellen. Die von Bobby Charlton, Pelé oder Wayne Gretzky (v.l.) gehören aber auf jeden Fall zu seinen Lieblingen. Foto: Marc Brenzel

Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, Pelé, Dirk Nowitzki oder Joe Frazier – Bernd Hahn hat sie alle. Und noch viele, viele mehr . . . Wo und wie? Ganz einfach: Der Trainer des Fußball-A-Ligisten 1. FC Nordwalde ist leidenschaftlicher Autogrammsammler.

Autogramme im fünfstelligen Bereich besitzt der Burgsteinfurter. Alle fein säuberlich archiviert. Und was ihm am wichtigsten ist: 90 Prozent sind unterschrieben. „Eine Originalunterschrift macht es aus. Eine gedruckte zählt nicht“, betont der 64-Jährige, der Anfang der 1990er mit seinem Hobby begann. „Los ging es damals mit Reinhard Saftig. Der war Trainer in Leverkusen und wurde rausgeschmissen, obwohl er das Pokalfinale erreicht hatte. Das fand ich so was von ungerecht. Als Trainerkollege ist man da ja etwas empathischer“, schmunzelt Hahn, der unter anderem den SV Wilmsberg von der Bezirks- in die Verbandsliga führte.

Saftig hätte damit laut Hahn unfreiwillig eine Lawine losgetreten. Mit nationalen wie internationalen Größen kann der gebürtige Münsteraner mittlerweile aufwarten. Dabei reicht das Portfolio von Kickern aus der ersten Bundesligasaison über Weltmeister- und Europameister bis hin zu Promis aus Kino, Politik und Musik. „80 Prozent sind aber Fußballer“, versichert Hahn, der sich zum Ziel gesetzt hat, in jedem Jahr die Teams der ersten und zweiten Liga „voll zu kriegen“.

Dabei hat der Nordwalder Trainer unterschiedliche Erfahrungen gemacht. „Es gibt Leute, die brauchst Du gar nicht anzuschreiben. Von denen kommt nichts zurück. Dabei heißen die doch nicht alle Sabine Leutheusser-Schnarrenberger“, findet Hahn, dass ein Autogramm in der Regel schnell geschrieben sei.

Aber es gibt auch die andere Seite. Vor allem die Stars von früher hebt er hervor: „Von einem Seeler oder Overath gibt es immer eine Antwort. Auch von Bobby Charlton.“

Obwohl sich Hahn damit schwer tut, eine Hitliste seiner Sammlung zu erstellen, ist ihm der englische Weltmeister von 1966 einer der liebsten. Aber auch Pelé gehört dazu: „Um an dessen Unterschrift zu kommen, habe ich den brasilianischen Fußballverband angeschrieben. Zwei Monate später gab es Post aus Rio. Eine Autogrammkarte auf der steht ,To Bernd, good Luck.‘“

Persönlicher fiel auch die Antwort von Kanadas Eis­hockey-Legende Wayne Gretzky aus. „Best Wishes“, übermittelte der damals für die Los Angeles Kings spielende Superstar aus der National Hockey League.

Das Internet hat für Hahn vieles einfacher gemacht. Gerade die Recherchearbeit. „Ich bekomme so deutlich schneller an mögliche Kontaktadressen oder kann auf Online-Tauschbörsen meine Sammlung durch Zukäufe ergänzen. Allerdings neigt man auch dazu, noch mehr Zeit dafür zu investieren“, lacht der frühere Verwaltungsangestellte im Bereich Güterverkehr, der seit dem 1. Januar diesen Jahres pensioniert ist.

Hahns „blaue Mauritius“ wäre eine Autogrammkarte des Komikerduos Stan Laurel und Oliver Hardy. Von beiden handsigniert natürlich. „Ich mag Dick und Doof einfach. Das waren zwei Charakterköpfe. Wenn ich mal viel Geld übrig haben sollte, wäre das vielleicht was für mich“, weiß der Stemmerter, dass für so ein Sammlerstück gut und gerne ein vierstelliger Betrag zu überweisen wäre.

So weit will der frühere Torjäger, der seine erfolgreichste Zeit in den 80er Jahren beim TuS Hiltrup hatte, aber dann doch nicht gehen. „Für mich ist das Sammeln der Autogrammkarten ein Hobby und ein schöner Ausgleich zum Fußball. Der ist für mich nämlich meine ganz große Leidenschaft.“

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