Trainer des TuS Laer zurück an alter Wirkungsstätte
Für Konermann schließt sich der Kreis

Laer -

Ron Konermanns erste Station als Senioren-Fußballer war vor mehr als zehn Jahren der TuS Laer. Jetzt ist er zurückgekehrt – als Trainer. Für den 32-Jährigen schließt sich damit der Kreis.

Dienstag, 07.08.2018, 14:16 Uhr

Paul Wesener-Roth (li.) ist einer der „jungen Wilden“, die den Etablierten beim TuS Laer richtig Feuer machen sollen
Paul Wesener-Roth (li.) ist einer der „jungen Wilden“, die den Etablierten beim TuS Laer richtig Feuer machen sollen Foto: Johannes Oetz

Als Ron Konermann dem TuS Laer kurz vor Weihnachten seine Zusage gegeben hatte, in der neuen Saison das Traineramt zu übernehmen, schloss sich für ihn der Kreis. Vor zwölf Jahren hatte Trainer Karl „Schallo“ Adick den Nachwuchsfußballer Konermann von Laer zu Preußen Borghorst gelotst. Nach weiteren Stationen beim SV Mesum und SV Wilmsberg ist Konermann am 1. Juli 2018 wieder beim TuS gelandet. Laer könnte erneut zum Ausgangspunkt einer veritablen Laufbahn werden – diesmal jedoch als Trainer.

Ausgerechnet gegen seinen Ex-Club SV Wilmsberg bestritt der TuS am 18. Juli sein zweites Testspiel. „Natürlich freue ich mich auf dieses Spiel. Allein schon, weil ich gespannt darauf bin, wie mein Freund und ehemaliger Spieler Ron seinen neuen Job jetzt an der Seitenlinie erledigt“, sagte Wilmsbergs Trainer Christof Brüggemann scherzhaft vor dem Testspiel. Scherzhaft deshalb, weil er auch nicht im Geringsten Bedenken hat, Konermann könnte dieser Aufgabe nicht gewachsen sein. Und die ersten Eindrücke, die der „neue“ TuS in der Vorbereitung hinterließ, wecken durchaus Hoffnung, dass da etwas zusammenwächst.

„Sicherlich ist es so, dass man von dem einen oder anderen Trainer etwas mitnimmt, das ich jetzt selbst verwenden kann“, sagt Konermann. Bei „Schallo“ Adick sei es die Mischung aus Kumpelhaftigkeit und Distanz gewesen. „Bei Uwe Laurenz war es ähnlich. Er war ein Kumpel, in seiner Autorität als Trainer aber unantastbar“, erinnerst sich Konermann an den ehemaligen Coach des SV Mesum. „Roland Westers hatte sein Training stets perfekt vorbereitet und organisiert“, hebt der 32-Jährige hervor. „Ich versuche, diese Dinge ein Stück weit für meine Arbeit als Trainer des TuS Laer zu nutzen.“

Offenbar kommt seine Art bei seinen Spielern an. 18 bis 20 Akteure sind es, die sich durchschnittlich zum Training einfinden. Unter ihnen ist auch Sinan Celik, der sich entgegen seiner ursprünglichen Absicht nun doch entschlossen hat, noch ein weiteres Jahr als Spieler anzuhängen. Dass der Aufwand Früchte trägt, zeigte sich nicht zuletzt in den Ergebnissen der Testspiele. Lediglich die Partie gegen SV Wilmsberg wurde 1:2 verloren. Ansonsten gab es nur Siege und ein Unentschieden zuletzt gegen Bezirksligist DJK BW Mintard.

Für Konermann ist der gute Einstand zugleich eine Verpflichtung, das Niveau weiter zu verbessern. Als Neuling bereite man sich intensiver vor, weil es ja auch noch an Erfahrung fehle. Dazu gehöre, so Konermann, „dass ich in der Regel gut eine Stunde vor dem Beginn einer Einheit auf dem Trainingsgelände bin.“

Leistungsfördernd wirke sich zudem die veränderte Zusammenstellung des Mannschaftskaders aus. „Wir haben richtig an Qualität hinzugewonnen“, sagt der Borghorster, der mit dieser Einschätzung aber nicht nur die drei externen Neuzugänge Fabian Hille (Westfalia Kinderhaus II), Kevin Botella (TuS Altenberge) und Selwan Abdul Rahman anspricht. Vielmehr seien es auch die sieben Jugendlichen, die den etablierten Kräften richtig Feuer machen sollen.

Fünf der sieben Nachwuchskräfte können noch ein weiteres Jahr A-Junioren spielen. Konermann will dieses Quintett nicht sprengen. Es soll im Schatten der Stammkräfte behutsam an höhere Aufgaben herangeführt werden.

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