Fußball: Das Regelwerk
Die Krux mit dem Handspiel im Strafraum

Kreis Steinfurt -

Die Fußball-Schiedsrichter im Kreis Steinfurt könnten in der am Wochenende beginnenden Saison Schwierigkeiten bekommen, ihre Entscheidungen zu begründen. Der Grund: International wird punktuell anders gepfiffen. Warum auf Kreisebene teilweise andere Kriterien zählen, erklärt Schiedsrichter-Lehrwart Christian Schmees.

Mittwoch, 08.08.2018, 11:56 Uhr

Immer ein Thema: Wann muss Rot gezogen werden?
Immer ein Thema: Wann muss Rot gezogen werden? Foto: Claudia Bakker

Die neue Fußballsaison steht unmittelbar bevor. In den Mittelpunkt rücken dann auch wieder die Schiedsrichter. Die könnten Schwierigkeiten bekommen, da international punktuell zuletzt anders gepfiffen wurde als im Kreis. Christian Schmees, Lehrwart der Steinfurter Unparteiischen, klärt auf.

►  Absichtliches Handspiel im Strafraum: „Diese Regel bereitet uns die größten Schwierigkeiten. Ehrlich gesagt, wissen wir manchmal selbst nicht mehr genau, was wann zu pfeifen ist. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass international anderes entschieden wird, als es bei uns im Regelheft steht. Bei der Weltmeisterschaft ist nahezu jedes Handspiel eines Verteidigers im eigenen Strafraum mit einem Elfmeter bestraft worden. Das ist nicht richtig. Gepfiffen werden soll nur, wenn eine Absicht vorliegt. Das gebe ich unseren Schiris beim nächsten Lehrabend auch so mit auf den Weg.“

►  Notbremse/Dreifachbestrafung: „Wird ein Angreifer 25 bis 30 Meter vor dem Tor durch ein Foul einer klaren Torchance beraubt, gibt es eine Rote Karte und einen direkten Freistoß. Etwas anders verhält es sich im Strafraum. Ist die Attacke des Verteidigers, die eine klare Chance verhindert, ballorientiert, führt aber trotzdem zum Foul, ist das mit Gelb und Elfmeter zu bestrafen. Ist die Attacke gegnerorientiert, gibt es weiterhin Platzverweis und Strafstoß.“

►  Vierter Wechsel: „Wie bei der WM kann auch bei uns in Pokalspielen in der Verlängerung ein vierter Wechsel vorgenommen werden. Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen hat sogar einen vierten Auswechselspieler für die Punktspiele unterer Ligen angeregt. Da dieser Vorschlag auf westdeutscher Ebene aber keine Zustimmung fand, bleibt die Wechselregelung unverändert“.

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