Kreisliga A: Metelen gegen SpVgg Langenhorst/Welbergen
Matellia im Derby unter Druck

Metelen -

Das A-Liga-Derby zwischen Matellia Metelen und der SpVgg Langenhorst/Welbergen elektrisiert die heimischen Fußballfans. Seine Spannung bezieht das Aufeinandertreffen allein schon aus der Ausgangslage. Matellia wartet noch auf den ersten Sieg und steht unter Zugzwang, derweil die Langenhorster ganz entspannt nach Metelen fahren.

Freitag, 07.09.2018, 18:06 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 07.09.2018, 17:28 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 07.09.2018, 18:06 Uhr
Fingerzeige: Metelens Spielertrainer Bertino Nacar erhofft sich mit Matellia eine Trendwende.
Fingerzeige: Metelens Spielertrainer Bertino Nacar erhofft sich mit Matellia eine Trendwende. Foto: Angelika Hoof

Bertino Nacar will nichts schönreden. Zwei Punkte aus vier Meisterschaftsspielen sind nicht gerade das Gelbe vom Ei. „Den Saisonstart hatten wir uns anders vorgestellt“, räumt der Trainer von Matellia Metelen angesichts des durchwachsenen Auftakts in der Kreisliga A denn auch ein.

Obwohl das Tableau noch wenig Aussagekraft hat, befinden sich die Metelener tabellarisch wieder in jener Region, aus der sie sich nach Jahren des Zitterns und Bangens eigentlich verabschieden wollten. Das Derby gegen die SpVgg Langenhorst/Welbergen bietet nun die Chance zur Kurskorrektur. Doch ob der Aufsteiger da mitspielt, steht auf einem anderen Blatt. „Wir fahren ohne Stress nach Metelen. Denn wir sind zurzeit gut im Geschäft“, lässt Thorsten Bäumer das Derby auf sich zukommen. Der Langenhorster Trainer kann sich diese ostentative Gelassenheit leisten. Denn im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, in denen seine Mannschaft als Top-Team der Kreisliga B meist die gejagte war, treten die Langenhorster eine Etage höher als Herausforderer an. Die haben in der Regel den psychologischen Vorteil, dass sie sich in der Außenseiterrolle befinden. Das ist auch die Konstellation vor dem Match in Metelen.

Wobei die Gäste aus dem Ochtruper Stadtteil psychologisch sogar in doppelter Hinsicht bessere Karten haben, denn im Prolog zur diesjährigen Meisterschaftssaison hatten sie sich schon in der ersten Runde des Kreispokalwettbewerbs mit 1:0 in Metelen durchgesetzt.

Für Bertino Nacar indes war dieser Vergleich nur in begrenztem Maße ein Gradmesser. „Dieses Spiel habe ich nicht zwingend im Hinterkopf. Vielmehr ärgere ich mich, dass wir in den Ligaspielen viel zu viel liegengelassen haben“, sagt Matel­lias Coach.

Ein Sieg gegen Langenhorst würde der geschundener Metelener Fußballseele in dieser Situation guttun. „Wir könnten die unnötigen Punktverluste damit zwar nicht korrigieren, aber ein Dreier wäre gut für Stimmung und Moral“, macht Metelens Trainer deutlich. Somit wird klar, dass das Derby für den FC Matellia schon richtungweisend ist.

Verzichten müssen die Gastgeber auf Max Prantler – nicht nur in diesem Spiel, sondern vermutlich auch in den nächsten vier Wochen. Der Offensivakteur laboriert an einer Kapselverletzung im Fußgelenk. Darüber hin­aus fehlt Felix Doedt. Ob Top-Scorer Bernd Weßeling (Leistenbeschwerden) und Lukas Kippelt (Oberschenkelblessur) auflaufen werden, entscheidet sich wohl erst vor Spielbeginn.

Auf der anderen Seite ist Bäumer nicht gerade mit Personal gesegnet. „Zuletzt fehlten uns acht Spieler, von denen die meisten zum Stammpersonal zu rechnen sind. Wir haben aber immer noch genug Ausfälle“, klagt Bäumer. Immerhin kann er wieder auf Marcel Wenning zurückgreifen, der schon am vergangenen Sonntag zu einem ersten Kurzeinsatz gekommen war.

 

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