Tischtennis: Arminia Ochtrup
Robin von Diecken lebt seine Trainerleidenschaft aus

Ochtrup -

Beim SC Arminia Ochtrup schlägt Robin von Diecken in der Tischtennis-Verbandsliga auf. Den Töpferstädtern bleibt der 23-Jährige weiterhin treu. Sein Wissen als Trainer stellt der Lehramtsstudent aber auch anderen Vereinen und Verbänden zur Verfügung. Seine größten Erfolge als Coach verzeichnet von Diecken in Hessen.

Mittwoch, 17.10.2018, 14:20 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 16.10.2018, 15:32 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 17.10.2018, 14:20 Uhr
Robin von Diecken muss seine Ansprüche an sich als Spieler zurückschrauben, aber das macht der 23-Jährige gerne. Sein Hauptaugenmerk gilt seinem Wirken als Trainer.
Robin von Diecken muss seine Ansprüche an sich als Spieler zurückschrauben, aber das macht der 23-Jährige gerne. Sein Hauptaugenmerk gilt seinem Wirken als Trainer. Foto: Thomas Strack

Trainer zu sein, ist nicht immer leicht. Erfolgsdruck, ein enger Terminplan sowie unzählige Abende und Wochenenden auf den Sportplätzen oder in den Hallen. Doch das hält Robin von Diecken nicht davon ab, seinen Traum zu leben – den, vielleicht einmal das Tischtennis-Coaching zu seinem beruflichen Lebensmittelpunkt zu machen.

Der 23-Jährige, der für Arminia Ochtrups Reserve in der Verbandsliga aufschlägt, verfolgt sein Ziel mit aller Konsequenz und Leidenschaft. Beim SCA, bei Borussia Münster, der TG Münster und der Tischtennisschule von Borussia Düsseldorf arbeitet der B-Lizenz-Inhaber als Vereins- bzw. Honorartrainer. Sein Steckenpferd ist aber seine Tätigkeit beim Hessischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband (HBRS), für den er seit mittlerweile dreieinhalb Jahren tätig ist.

Bei einem Lehrgang in Spanien lernte von Diecken Fabian Lenke kennen, seines Zeichens Tischtennis-Landestrainer des HBRS. Der Kontakt wurde intensiviert, und der Ochtruper unterstützt Lenke seitdem als Co-Trainer. Und das mit großem Erfolg: Neun Medaillen gab es für Hessen bei der jüngsten Deutschen Para-Jugendmeisterschaft, 26 Medaillen bei den Titelkämpfen der Senioren.

„Mit Spielern mit Handicap zu trainieren, ist etwas ganz anderes. Beim Regelsport wird an acht Tischen ungefähr das Gleiche gemacht, im Behindertensport an sechs von acht Tischen etwas ganz anderes. Eben abhängig von der Art der Behinderung“, weiß von ­Diecken, dass er sich sowohl in der Trainingsgestaltung als auch in der Wettkampfvorbereitung auf jeden seiner Schützlinge sehr individuell vorbereiten muss. Dabei wird grob in Rollstuhlfahrer und Steher unterteilt, darüber hinaus gibt es in beiden Bereichen noch weitere unterschiedliche Wettkampfklassen.

Eines haben aber alle gemeinsam – eine unglaubliche Motivation. „Da brauche ich niemanden besonders heiß zu machen. Die wollen immer und sind einfach dankbar, dass sie Sport betreiben können“, erklärt von Diecken. Das ist auch ein Grund dafür, warum sich der Lehramtsstudent vorstellen könnte, seinen Fokus auf den Behindertensport zu legen.

Ein Angebot, in „erster Reihe“ zu arbeiten, schlug der Armine nach reiflicher Überlegung aus: „Ich wollte in meinem jungen Alter meinen Lebensmittelpunkt noch nicht so weit verlegen. Schließlich habe ich ja noch mein Studium in Münster sowie meinen Verein und meine Mannschaft in Och­trup.“

In der Weilauthalle ist von Diecken immer noch am liebsten. „Wenn ich bei uns das Nachwuchstraining leite, ist das etwas ganz Besonderes für mich. Sollte ich mal einen etwas schlechteren Tag gehabt haben, dann baut mich die gute Laune der Kids sofort wieder auf“, betont der Rechtshänder.

Angesichts seines enormen Pensums als Trainer muss von Diecken seinen eigene sportliche Entwicklung hintanstellen. „Ich würde gerne mehr machen, aber das geht zeitlich kaum. Ich versuche, einmal in der Woche für mich selbst zu trainieren. Oft lande ich aber bei null Mal.«

Aber das ist wohl auch nicht anders zu machen, wenn sich der sportliche Standort weiter verlagern soll – nämlich von direkt an der Platte hin zum Stühlchen hinter der kleinen, grünen Bande.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6126831?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57546%2F
1100 vertrauliche Mails mitgelesen
Das Auslesen des Passwortes machte es möglich, sich Zugriff auf das Mailkonto des Greveners zu verschaffen. Der Täter soll pikanterweise ein Familienmitglied sein.
Nachrichten-Ticker