Fußball: Oberliga
Philip Fontein genießt den „neuen Kick“ auf Schalke

Ochtrup -

Bis Sommer 2018 spielte Philip Fontein noch für den FC Eintracht Rheine in der Oberliga Westfalen. Als der gebürtige Ochtruper am 1. Juli zur U-23 des FC Schalke 04 wechselte, blieb er zwar in derselben Spielklasse. Gleichwohl eröffnen sich dem neuen Leitwolf der Schalker Rasselbande verheißungsvolle Perspektiven.

Dienstag, 04.12.2018, 16:20 Uhr aktualisiert: 04.12.2018, 17:00 Uhr
Philip Fontein (re.), hier im Kopfballduell mit Leon Musayev, wurde im Testspiel des FC Schalke bei Zenit St. Petersburg eingewechselt. Der Einsatz war für den Ochtruper auch eine Belohnung für die starken Leistungen, die er in der Schalker U-23 erbringt.
Philip Fontein (re.), hier im Kopfballduell mit Leon Musayev, wurde im Testspiel des FC Schalke bei Zenit St. Petersburg eingewechselt. Der Einsatz war für den Ochtruper auch eine Belohnung für die starken Leistungen, die er in der Schalker U-23 erbringt. Foto: imago/Alexander Demianchuk

Das fußballerische Einmaleins erlernte Philip Fontein bei Arminia Och­trup, weiteren Feinschliff erhielt er in der Jugend des FC Twente Enschede, SC Preußen Münster und FC Eintracht Rheine . In Rheine spielte Fontein sechs Jahre in der Oberliga-Mannschaft. Seit Sommer läuft er für die U-23 des FC Schalke 04 auf. Ein Schritt, den der gebürtige Ochtruper nicht bereut: „Für mich war es ein besonderer Kick, etwas Neues zu probieren. Heute weiß ich, dass es die richtige Entscheidung war.“

Dass Fontein bestens integriert ist, lässt sich anhand der sportlichen Daten ablesen. Als Stammspieler der Schalker U-23 hat er als einer von zwei „Achtern“ schon sechs Treffer auf seinem Konto. Zudem glänzte er als Vorbereiter – eine wahrlich bemerkenswerte Zwischenbilanz für den Neuling.

Aufmerksam wurde der FC Schalke auf den Mittelfeldakteur aufgrund seiner konstant starken Leistungen, die er beim FC Eintracht Rheine erbracht hatte. „Ich wurde gefragt, ob ich mir zutraue, in der Schalker U-23 eine Rolle als Führungsspieler zu übernehmen“, sagt er. Fontein brauchte nicht lange zu überlegen. Allein schon deshalb nicht, weil er ehrgeizig ist und weiß, dass man an Herausforderungen wachsen kann.

Bei der Entscheidungsfindung im Frühjahr haben seine persönlichen Lebensumstände eine durchaus gewichtige Rolle gespielt. Fontein absolviert ein Lehramtsstudium in den Fächern Englisch und Sport in Dortmund. Dort lebt er auch mit seiner Freundin. „Die 25 Kilometer nach Schalke lassen sich gut bewerkstelligen. Vor allem verliere ich nicht so viel Zeit und kann daher meinen Verpflichtungen im Studium gut nachkommen“, betont er.

Freilich wusste er, auf welche Veränderungen er sich in Schalke einstellen musste. „Von der Intensität ist es ein Unterschied, ob man drei oder sechs bis sieben Mal die Woche trainiert“, erläutert der 25-Jährige, womit er aufzeigt, in welchem Maße die Belastungen nach seinem Wechsel vom FCE zur „Knappenschmiede“ gestiegen sind.

Dass er nicht „in ein extremes Loch gefallen ist“, wie er sagt, hat viel mit Torsten Fröhling zu tun. „Er ist ein Top-Trainer, sowohl fachlich als auch menschlich. Vor allem junge Spieler spricht er sehr gut an.“ Neben Christian Eggert und Richard Weber ist Fontein der einzige Spieler in der Mannschaft, der älter als 23 Jahre ist.

Dass er seine ihm zugedachte Rolle perfekt ausfüllt, weist auch die Statistik aus: In allen 16 Oberliga-Spielen stand der 25-Jährige in der Startformation. Sein persönlicher Werdegang in seinem neuen Umfeld ist identisch mit der Entwicklung der Mannschaft, die 15 ihrer 16 Meisterschaftsspiele gewonnen hat und mit elf Punkten Vorsprung souverän die Oberliga-Tabelle anführt. Es müsste schon etwas ganz Außergewöhnliches passieren, sollten die Knappen nicht in die Regionalliga aufsteigen.

Eine Belohnung für seine starken Auftritte erhielt der beidfüßige Mittelfeldakteur jüngst, als er in das Schalker Profi-Aufgebot befördert wurde, das am 18. November ein Testspiel beim mehrfachen russischen Meister Zenit St. Petersburg bestritt. Fontein wurde zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt.

Auch in der Woche nach der Länderspielpause trainierte er mit den Profis. „Leider habe ich den Sprung in den Kader für das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg nicht geschafft.“ Aber was nicht ist, kann vielleicht noch einmal werden. Nach der Winterpause will der Ochtruper alles dafür tun, dass er mit der U-23 seine sportlichen Ziele erreicht. „Alles Weitere wird sich ergeben.“ Wohl wahr. Mit 25 Jahren steht ihm die Welt noch offen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6234958?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57546%2F
Polizei nimmt sechs mutmaßliche Drogendealer in Hiltrup fest
Marihuana im Mehrfamilienhaus: Polizei nimmt sechs mutmaßliche Drogendealer in Hiltrup fest
Nachrichten-Ticker