Handball: Kreispokal
TB Burgsteinfurt nach 26:25 im Finale

Burgsteinfurt -

Die Handballerinnen des TB Burgsteinfurt haben dank eines 26:25-Sieges gegen Vorwärts Wettringen den Einzug ins Kreispokalfinale geschafft. Nachdem der TB lange Zeit geführt hatte, entwickelte sich in den letzten Minuten ein geradezu dramatischer Handball-Krimi.

Freitag, 22.02.2019, 12:34 Uhr aktualisiert: 24.02.2019, 19:06 Uhr
Lea Peters traf gegen Vorwärts Wettringen sieben Mal. Dank eines 26:25-Sieges zog sie mit dem TB Burgsteinfurt ins Kreispokalfinale ein, das am 19. Mai ausgetragen wird.
Lea Peters traf gegen Vorwärts Wettringen sieben Mal. Dank eines 26:25-Sieges zog sie mit dem TB Burgsteinfurt ins Kreispokalfinale ein, das am 19. Mai ausgetragen wird. Foto: Thomas Strack

Mit dem Punktspiel bei der DJK Sparta Münster sollte für die Landesliga-Handballerinnen des TB Burgsteinfurt die Saison eigentlich am 11. Mai enden. Seit Donnerstagabend steht fest, dass die Burgsteinfurterinnen „nachsitzen“ dürfen. Denn dank eines 26:25 (18:14)-Sieges gegen Vorwärts Wettringen im Kreispokal-Halbfinale steht der TB im Finale, das für den 19. Mai angesetzt ist. Der Gegner wird im zweiten Halbfinale zwischen Oberligist Ibbenbürener SV und Bezirksligist TuS Recke am 3. März ermittelt.

„Wir sind natürlich glücklich, weil uns dieser Sieg einen zusätzlichen Schub für die Schlussphase der Meisterschaftsrunde gibt“, resümierte TB-Trainer Ansgar Cordes. Relativierend fügte er hinzu: „Wir sollten den Erfolg aber nicht zu hoch aufhängen, denn Wettringen ist mit vielen A-Jugendlichen aus der Oberliga-Mannschaft angetreten.“ In die Freude mischte sich jedoch auch Sorge, denn schon in der ersten Halbzeit verletzten sich Marie Runge und Lena Heuing , sodass abzuwarten bleibt, ob sie im wichtigen Meisterschaftsspiel des TB beim BSV Roxel am Sonntag (16 Uhr) mitwirken können.

Das Spiel gegen Vorwärts Wettringen entwickelte eine Dramaturgie, die eines Halbfinales würdig war. Zu Beginn sah sich der TB einem Rückstand ausgesetzt. In der neunten Minute brachte Paula Cordes ihre Mannschaft mit dem Treffer zum 5:4 erstmals in Führung. Bis zum 8:8 blieb die Begegnung ausgeglichen. Den ersten Vorteil verschafften sich die Stemmerterinnen zwischen der 15. und 18. Minute, als sie auf 12:8 davonzogen.

Durch weitere Treffer von Lena Spielmann zum 14:9 (20.) und Lea Peters zum 16:11 (25.) baute der TB seinen Vorsprung gar auf fünf Tore aus, ehe beim Stand von 18:14 die Seiten gewechselt wurden. Der TB verdiente sich diese Führung, weil er viele Chancen nutzte. Zudem stand die 6:0-Deckung sicher. „Bis zur Pause hatten wir das Spiel gut im Griff“, befand denn auch Cordes.

Das änderte sich allerdings nach dem Seitenwechsel. Zum einem wirkte sich aus, dass aufgrund der Ausfälle von Runge und Heuing „unsere personellen Möglichkeiten limitiert waren“, wie Cordes analysierte. Hinzu kam, dass Paula Cordes offensiv gedeckt wurde. Diese Umstände führten dazu, dass die Wettringerinnen sich anschickten, dem Spiel die Wende zu verleihen.

Es entwickelte sich nun ein wahres Herzschlagfinale. In der 54. Minute traf Cordes zunächst zum 24:22. Als die Schlüsselspielerin anschließend eine Zwei-Minutenstrafe kassierte, nutzten die Gäste die Gunst der Stunde und münzten den Rückstand bis zur 59. Minute in einen 25:24-Vorsprung um. 77 Sekunden vor Schluss traf Julia Nienborg zum 25:25-Ausgleich, und zwei Sekunden vor Ende war es Sarah-Lena Stender, die mit dem 26:25 für pure Glücksgefühle sorgte. – Für den TB trafen: Peters (7/1), Cordes (6), Spielmann (3), van der Vechte, Bartsch, Thien (je 1), Nienborg (5), Stender (2).

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