Bezirksliga: SV Wilmsberg verliert in Wettringen mit 2:3 und rutscht auf Platz drei ab
Niederlage durch zwei Traumtore

Wettringen/Borghorst -

Der SV Wilmsberg hat seine Tabellenführung verloren. Durch die 2:3-Niederlage bei Vorwärts Wettringen hat sich die Mannschaft von Trainer Patrick Wensing an Wilmsberg vorbeigeschoben. Auf Platz eins rangiert in der Bezirksliga nun der SV Burgsteinfurt, der bei Blau-Weiß Aasee mit 2:0 gewann.

Sonntag, 24.02.2019, 19:32 Uhr
Ausgleich durch Aldo Colalongo (Nr. 25): Eugen Wiens (Nr. 3) verstolpert den Ball, Tom Knöpper kommt zu spät. Raffael Dobbe holte den Elfmeter heraus, den Alex Hesener verwandelte. SVW-Keeper Lukas Schröder geht nach einem Eckball unsanft zu Boden. Daniel Groll (l.) war sehr aktiv auf der rechten Außenbahn.
Ausgleich durch Aldo Colalongo (Nr. 25): Eugen Wiens (Nr. 3) verstolpert den Ball, Tom Knöpper kommt zu spät. Raffael Dobbe holte den Elfmeter heraus, den Alex Hesener verwandelte. SVW-Keeper Lukas Schröder geht nach einem Eckball unsanft zu Boden. Daniel Groll (l.) war sehr aktiv auf der rechten Außenbahn. Foto: Günter Saborowski

Der SV Wilmsberg hat seine Tabellenführung abgeben müssen. Durch die 2:3 (0:1)-Niederlage im Spitzenspiel bei Vorwärts Wettringen (43 Punkte) und den gleichzeitigen 2:0-Sieg des SV Burgsteinfurt (44) bei BW Aasee haben die Stemmerter mit einem Punkt Vorsprung die Spitze in der Bezirksliga 12 übernommen. Wilmsberg rutscht mit 42 Zählern auf Rang drei ab.

Wobei die Bezeichnung Spitzenspiel höchstens anlässlich der guten Kulisse von rund 400 Zuschauern bei dieser Begegnung zulässig wäre. Was die beiden Mannschaft auf dem Kunstrasen in Wettringen fußballerisch zeigten, war keineswegs spitzenmäßig. „Das war unterste Sohle, was wir in der ersten Halbzeit geboten haben. Wir haben ohne Mut gespielt und oft die falschen Entscheidungen getroffen“, beklagte Wilmsbergs Trainer Christof Brüggemann das Auftreten seiner Elf.

Im Vergleich zum Hinspiel, als die Piggen mit 5:3 gewannen, fehlten dem SVW mit Wies, Markfort, Bredeck, Dobbe und Ochse fünf Stammspieler. Die beiden Letztgenannten kamen zwar nach der Pause, hatten jedoch deutlichen Trainingsrückstand.

Mit einer Eckballvariante von Lyon Meyering, der Mattes Stein kurz anspielte, der auf Florian Kappelhoff-Rickert verlängerte, gingen die Hausherren in Führung (18.). Nico Fischer muss die Kugel wohl abgefälscht haben, sonst wäre Lukas Schröder vielleicht noch an den Ball gekommen. Torchancen für die Gäste aus Wilmsberg gab es nicht, Wettringen war eindeutig besser im Spiel.

Nach der Pause leistete sich Eugen Wiens einen Aussetzer, den der nachsetzende Aldo Colalongo zum Ausgleich nutzte. Jetzt waren die Piggen besser im Spiel, zeigten Aggressivität und hatten auch endlich den Vorwärtsgang wiedergefunden. Zwar hatte Nabil Charif in der 61. Minute nach einem Missverständnis zwischen Dobbe und Schröder die Chance zum Ausgleich, er traf allerdings nur das Außennetz.

Besser lief es auf der anderen Seite, wo Raffael Dobbe in den Wettringer Strafraum stürmend von Thorsten Fiefhaus gelegt wurde. Schiedsrichter Max Mendrina zeigte sofort auf den Punkt und lag damit richtig. Alex Hesener verwandelte sicher zum 2:1. Doch diese Führung hielt nicht lange. Benedikt Brünen hatte in der 79. Minute an der Strafraumgrenze einen Geistesblitz, drehte sich zum Tor und schloss mit einem Schuss in den Winkel sauber ab.

Jetzt wollten die Wettringer, die nach dem Rückstand zunächst ein wenig die Köpfe hatten hängen lassen, wieder mehr und drängten auf den Sieg. Die Chance bot sich per Standard. Als Niclas Ochse 20 Meter vor dem eigenen Sechzehner ein taktisches Foul beging, trat Henning Hils zum Freistoß an und zimmerte die Kugel genau in den Knick. „So ein Tor schießt der alle 25 Jahre einmal“, war Brüggemanns Kommentar nach der Partie.

„Ich hätte es nicht verstanden, wenn wir das Spiel verloren hätten. Ich denke, wir sind der verdiente Sieger“, war Patrick Wensings Kommentar nach dem Sieg. Aus seiner Sicht sei die Begegnung anfangs taktisch geprägt gewesen, Wilmsberg habe einfach nichts riskieren wollen.

„Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit hergeben müssen, weil uns die Kräfte schwanden. Der Trainer musste sich ja sogar selbst einwechseln“, musste Brüggemann in den letzen 20 Minuten aufs Feld.

SV Wilmsberg: Schröder - Fischer (46. Dobbe), Schemann, Hermeling, Wehrmann - N. Thoms, Colalongo - Groll, M. Thoms (46. Ochse) - Maia Rego (72. Brüggemann), Hesener.

Tore: 1:0 (ET Fischer), 1:1 Colalongo (48.), 1:2 Hesener (FE, 75.), 2:2 Brünen, 3:2 Hils (87.). Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für Aldo Colalongo (90+4).

Ich hätte es nicht verstanden, wenn wir das Spiel verloren hätten.

Patrick Wensing

So ein Tor schießt der alle 25 Jahre einmal.

Christof Brüggemann
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