Basketball: Dirk Nowitzki beendet seine Karriere
Sportler aus dem Kreis Steinfurt verneigen sich vor Dirk Nowitzki

Kreis Steinfurt -

Dirk Nowitzki hat den deutschen Basketball geprägt wie kein anderer. In der Nacht zu Mittwoch beendete der 40-Jährige von den Dallas Mavericks seine einmalige Karriere. Vor dem sportlichen Lebenswerk des Würzburgers und seinem Auftreten abseits des Platzes verneigen sich auch die Sportler aus dem Kreis Steinfurt.

Mittwoch, 10.04.2019, 16:50 Uhr
Der „Dunking Deutschman“ Dirk Nowitzki ist auch für die Sportler im Kreis Steinfurt einer der ganz großen deutschen Athleten.
Der „Dunking Deutschman“ Dirk Nowitzki ist auch für die Sportler im Kreis Steinfurt einer der ganz großen deutschen Athleten. Foto: dpa

ecker, Schmeling, Graf, Schumacher, Beckenbauer, Langer – in der Hitliste der deutschen Sportgranden hat Dirk Nowitzki einen Platz ganz weit vorne sicher. In der Nacht zu Mittwoch erklärte der 40-Jährige von den Dallas Mavericks seine atemberaubende Karriere für beendet. Zuvor hatte die deutsche Basketballikone beim 120:109-Heimsieg gegen die Phoenix Suns mit 30 Punkten eine letzte Galavorstellung abgeliefert. Vor dem Würzburger verneigen sich auch die Sportler aus dem Kreis Steinfurt. Die Redaktion der Westfälischen Nachrichten ging auf Stimmenfang.

Thomas Oeinck (Trainer der Ochtruper Landesliga-Basketballerinnen): „Dirk Nowitzki war nach Detlef Schrempf der erste Deutsche, der in der NBA wirklich erfolgreich war. Damit hat er sozusagen den Türöffner für viele weitere Talente aus Deutschland gespielt. Zudem hat er in der NBA das Bild des Europäers ganz weit nach vorne gebracht. Allerdings denke ich auch, dass es jetzt Zeit wurde, nach 21 Jahren in der besten Basketballliga der Welt aufzuhören.“

Uli Fischer (Vorsitzender des Kreissportbundes Steinfurt): „Dirk Nowitzki ist auf jeden Fall ein großartiger Sportler und eines der ganz großen Vorbilder. Es gab mal eine Phase, da bin ich nachts aufgestanden, um mir die Spiele anzusehen. Da ich früher selbst Basketball gespielt habe, freue ich mich momentan auch sehr darüber, dass dieser Sport bei uns in der Region wieder populärer wird. Ich denke da an die WWU Baskets Münster.“

Luca Lehmann (Torwart des Handball-Bezirksligisten Arminia Ochtrup) : „Ich halte Dirk Nowitzki für ein Vorbild für jeden. Trotz seiner Erfolge ist er nie abgehoben. Ich habe mir viele Spiele von ihm angesehen. Mich hat vor allem die akribische Arbeit mit seinem Förderer Holger Geschwindner beeindruckt, bei der er seinen Wurf perfektioniert hat. Für mich ist Nowitzki einer, wenn nicht sogar der beste deutsche Sportler aller Zeiten. Schade, dass er seine Karriere beendet hat.“

Christoph Heckmann (Tischtennisspieler des Oberligisten TB Burgsteinfurt): „Das war ein absolut würdiger Auftritt am Dienstag. Besser kann man es nicht machen. Ich bin zwar kein Basketballer, habe die Laufbahn aber natürlich aus der Ferne verfolgt. Wie er sich als Sportler und als Mensch verkauft hat, ist überragend. Für mich einer der deutschen Topsportler schlechthin.“

Dörte Michels (Vorsitzende des TB Burgsteinfurt): „Ein großartiger Athlet und ein wahnsinniges Aushängeschild für den deutschen Sport. In den USA kennt ihn nahezu jeder. Ich habe unglaublichen Respekt davor, dass er in seinem Alter noch Hochleistungssport betreibt. Mit 40 Jahren aufzuhören, ist vielleicht besser, als irgendwann mal vom Platz getragen werden zu müssen.“

Damir Bradara (Spielertrainer der Ochtruper Basketballer und ehemaliger deutscher Ü-Nationalspieler): „Seine Statistiken sind überragend. Gemachte Spiele, verwandelte Dreier, Platz sechs in der ewigen Scorerliste – das ist alles überragend. Ich ordne ihn in einer Kategorie mit Leuten wie Kobe Bryant, Michael Jordan, Magic Johnson und Kareem Abdul-Jabbar ein. Davon abgesehen ist er der beste europäische Basketballer, den es bisher gegeben hat. Meiner Meinung nach hat er bei uns in Deutschland leider nicht ganz so die Wertschätzung erfahren wie in den Vereinigten Staaten. Da genießt er einen völlig anderen Stellenwert.“

Christof Brüggemann (Spielertrainer des Fußball-Bezirksligisten SV Wilmsberg): „Ich denke, dass jetzt einfach der Zeitpunkt gekommen war, um aufzuhören. Der letzte große Erfolg – die Meisterschaft 2011 – ist ja schon länger her, und in dieser Saison war er ja öfter verletzt. Imponiert hat mir, dass er seine ganze Laufbahn nur bei einer Mannschaft geblieben ist und dabei sogar auf eigene Einkünfte verzichtet hat, damit mehr Geld für andere Spieler zur Verfügung steht.“

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