Fußball: Bezirksliga 12
Drei Tore zu wenig – Titel verpasst

Burgsteinfurt -

Es hat nicht gereicht. Mit 4:0 gewann der SV Burgsteinfurt sein letztes Spiel in Laggenbeck zwar deutlich, doch durch den 1:0-Sieg bei BW Aasee Münster erringt der SV Altenrheine die Meisterschaft.

Sonntag, 26.05.2019, 19:26 Uhr aktualisiert: 27.05.2019, 11:08 Uhr
Max Feldhues (oben links) wird zu seinem 1:0-Treffer beglückwünscht. Lars Kormann (o.r.) umkurvt Laggenbecks Torwart und schießt zum 4:0 ein. Alex Hollermann (u.l.) bleibt an Laggenbecks Keeper hängen, Lucas Bahlmann ärgert sich. Betretene Mienen nach dem Spiel bei Christoph Klein-Reesink und Sven Mersch.
Max Feldhues (oben links) wird zu seinem 1:0-Treffer beglückwünscht. Lars Kormann (o.r.) umkurvt Laggenbecks Torwart und schießt zum 4:0 ein. Alex Hollermann (u.l.) bleibt an Laggenbecks Keeper hängen, Lucas Bahlmann ärgert sich. Betretene Mienen nach dem Spiel bei Christoph Klein-Reesink und Sven Mersch. Foto: Günter Saborowski

Drei lausige Törchen haben gefehlt, dann hätte es der SV Burgsteinfurt geschafft. so aber – trotz des klaren 4:0 (1:0)-Erfolges im letzten Saisonspiel bei Cheruskia Laggenbeck – hat es nicht gereicht. Der SC Altenrheine ist Meister, punktgleich mit dem SVB, der mit einer Tordifferenz von 39 gegenüber 41 beim SCA, „nur“ Vizemeister ist.

Dabei war die Chance, diesen Rückstand an Treffern aufzuholen, durchaus vorhanden. „Wir hätten – wieder einmal – durchaus drei, vier Tore mehr schießen können“, beklagte Burgsteinfurts Trainer Christoph Klein-Reesink die Torausbeute. Zwei Mal rettete der Pfosten (62. Feldhues und 90. Lars Kormann ), zwei Mal kamen Alex Hollermann (87.) oder Kormann (77.) nicht am Laggenbecker Keeper vorbei. Diese vier Großchancen mit eingerechnet – und es hätte mit 7:0 gepasst.

Dies alles ereignete sich allerdings erst nach der Pause. In Durchgang eins spielten die Stemmerter sehr verhalten und kamen nur durch einen Distanzschuss von Feldhues zur Führung (33.). „Nein, das war nicht taktisch bedingt. Wir waren nervös“, erklärte Klein-Reesink die Ideenlosigkeit und wenigen Impulse im Angriffsspiel seines Teams.

Das sollte sich nach der Pause ändern. „Alles oder nichts“ lautete nun das Motto, denn es war bekannt, dass Altenrheine in Münster nur mit 1:0 führte. Chancen ergaben sich im Minutentakt, denn Laggenbeck war lediglich auf Verteidigung bedacht. Das 2:0 durch Hollermann (50.) schien die Blockade zu lösen, denn kurz darauf traf Feldhues den Pfosten (62.). Nach einer Flanke von Lucas Bahlmann erzielte Hollermann per Kopf das 3:0 (72.). Es schien zu laufen. Von außen kam nun das Kommando vom Trainer: „Jetzt vorne drauf!“

Und seine Jungs taten wie geheißen: Kormann markierte das 4:0 (83.), Hollermann hatte das 5:0 auf dem Stiefel; doch als er den Torwart schon fast umkurvt hatte, griff der zu und hatte die Kugel. Als dann ein Schüsschen von Kormann erst an den einen, dann an den anderen Pfosten trudelte (90.), schien die Katastrophe perfekt.

Bange Minuten nach dem Abpfiff saßen die Stemmerter Spieler auf dem Rasen und warteten auf das Ergebnis aus Münster. Dann war es Gewissheit: Altenrheine hatte es mit seinem 1:0 geschafft.

„Die brennen heute die Hütte ab in Altenrheine“, meinte Nico Schmerling. „Irgendwie haben sie es ja auch wohl verdient. Die lagen acht Punkte hinter uns und haben das noch aufgeholt.“ Klein-Reesink bemühte Frankfurts Stepanovic nach dessen verpasster Meisterschaft: „Lebbe geht weider“ und sah dabei doch ein wenig betrübt aus.

SVB: Brameier - Bode, Moor, Hauptmeier (81. Greiwe), Hintelmann - Schmerling, Feldhues - Bahlmann (83. Mersch), Anyanwu (70. da Silva), Kormann - Hollermann.

Tore: 0:1 Feldhues (33.), 0:2 Hollermann (50.), 0:3 Hollermann (72.), 0:4 Kormann (83.).

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