Fußball: Kreisliga B Steinfurt
Sportfreunde Gellendorfer schalten die Kreisliga B 2 scharf

Kreis Steinfurt -

Die Experten sind sich einig: Die Steinfurter B-Liga ist in der kommenden Saison so stark wie noch nie – und das trifft auf beide Staffeln zu. Die Sportfreunde Gellendorf haben dazu ihre eigene Meinung und wechseln daher von der B 1 in die B 2. Das sorgt für Gesprächsstoff.

Montag, 15.07.2019, 11:14 Uhr aktualisiert: 15.07.2019, 11:20 Uhr
Thomas Dauwe und seine Metelener haben im Titelrennen einen Konkurrenten mehr bekommen.
Thomas Dauwe und seine Metelener haben im Titelrennen einen Konkurrenten mehr bekommen. Foto: Thomas Strack

Noch vor dem ersten Kreisliga-B-Spieltag am 11. August nehmen die Sportfreunde Gellendorf eine vereinseigene Metamorphose vor: Die eigentlich erste Mannschaft des Vereins tritt künftig in der Kreisliga B 2 an und firmiert dort auch unter dem Namen „Sportfreunde Gellendorf II.“ Sie ist somit neben Matellia Metelen, dem FC SW Weiner und dem FC Galaxy Steinfurt ein weiterer heißer Anwärter auf die Meisterschaft.

„In den letzten Jahren sind wir ein paar Mal knapp am Aufstieg vorbeigeschlittert, deswegen haben wir uns jetzt für die Option des Staffeltausches entschieden“, erklärt SFG-Seniorenobmann Jens Blanke . In den zurückliegenden zwei Spielzeiten wurden die Sportfreunde in der Kreisliga B 1 jeweils undankbarer Dritter, in der abgelaufenen Saison fehlte ein Punkt auf den Tabellenzweiten TuS St. Arnold.

„In der B 1 befinden sich nach meiner Einschätzung fünf Mannschaften, die ­locker in der Kreisliga A mithalten können“, meint Gellendorfs Trainer Stephan Sloot und lässt Namen folgen: Dem SC Altenrheine II, Fortuna Emsdetten, GW Rheine und dem SC Reckenfeld traut er neben seinem Team zu, auch eine Liga höher eine achtbare Rolle zu einzunehmen. „Klar spielen in der Kreisliga B 2 Mannschaften wie Galaxy Steinfurt, Matellia Metelen und Westfalia Bilk, aber dort sehen wir die Leistungsdichte als nicht so konzentriert an wie in unserer bisherigen Staffel“, merkt Blanke an.

Hinzu kommt der historische Faktor: Die Sportfreunde feiern im nächsten Jahr 100-jähriges Bestehen und wollen diesen runden Geburtstag mit allen Mitteln als A-Ligist begehen.

Der TuS Laer hatte in der Spielzeit 2012/2013 mit so einer Rochade Erfolg. Die zweite Mannschaft, in Realität die Erste unter Spielertrainer Thomas Fraundörfer, tauschte die Ligen und wurde Meister der Kreisliga B 1 vor der Zweitvertretung des SV Mesum.

„Sportjuristisch ist den Gellendorfern nichts vorzuwerfen. Wenn die meinen, das machen zu müssen . . . Wir haben jedenfalls nichts zu verschenken“, bezieht Metelens Trainer Thomas Dauwe Stellung.

Für Galaxy-Coach Nelson Venancio steht fest: „Dieser Wechsel macht die ganze Geschichte natürlich komplizierter, auf der anderen Seite aber auch spannender. Ich denke, die machen das, um den Fortunen aus Emsdetten, die ja als die Übermannschaft der B-Liga gelten, aus dem Weg zu gehen. Wahrscheinlich hätten wir uns ebenfalls zu diesem Schritt entschieden, wenn wir in der Situation der Gellendorfer gewesen wären. Jetzt liegt es an uns, denen sportlich zu zeigen, dass sie lieber doch in der anderen Staffel geblieben wären.“

Weiners neuer Übungsleiter Alexander Witthake schlägt in die gleiche Kerbe: „Die Meinungen zu diesem Staffelwechsel gehen sicherlich auseinander, letztlich ist das aber alles legitim. Wenn die finden, bei uns ist es leichter, dann ist das so. Mehr Motivation brauche ich meinen Jungs vor den beiden Duellen mit den Gellendorfern jetzt gar nicht mehr zu geben.“  

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